Holzwirt/Holzwirtin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Holzwirt/Holzwirtin

Auch bekannt als: Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Holz- und Faserwerkstofftechnik

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · in Werk- und Produktionshallen · in Lagerhallen und auf Lagerplätzen · in Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen10

Über den Beruf

Holzwirte und Holzwirtinnen steuern in Holzindustrie und -handel die gesamten Wertschöpfungsketten: Sie planen Produktionsabläufe, kalkulieren Kosten und beschaffen Rund- oder Schnittholz weltweit. Mit ERP-Systemen und digitalen Zwillingen legen sie Stückzahlen fest, koordinieren Personal und überwachen Lager- sowie Transportwege. Bei Wareneingang prüfen sie Feuchtegehalt und Faserstruktur, klassifizieren das Holz und lösen Nachbestellungen aus. Während der Fertigung kontrollieren sie Pressen, Trocknungsanlagen und Leimaufträge, dokumentieren Kennzahlen und justieren Prozesse, um Material und Energie zu sparen. Im Kundenkontakt erstellen sie technische Unterlagen, beraten Architekturbüros zu Einsatzmöglichkeiten oder verhandeln Lieferverträge. In Labors erforschen sie neue Holzmodifikationen, analysieren chemische und physikalische Eigenschaften und entwickeln umweltfreundliche Verfahren wie Bioraffinerie oder Pyrolyse. Das Profil vereint betriebswirtschaftliche Verantwortung mit fundiertem Know-how über Holzkunde und moderne Produktionstechnologien.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg ist ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Holzwirtschaft erforderlich. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben wird meist ein Masterstudium erwartet. In Wissenschaft und Forschung ist häufig eine Promotion, je nach fachlicher Ausrichtung z.B. als Dr. phil., oder eine Habilitation notwendig.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Holzwirt/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 52.836 € und 71.592 € pro Jahr. In Betrieben ohne Tarifbindung oder bei leitender Verantwortung kann der Verdienst je nach Branche und Erfahrung darüber oder darunter liegen.

Ist der Beruf als Holzwirt/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich eher moderat belastend, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände. Beim Prüfen von Holzproben oder dem Umgang mit Chemikalien trägst du Schutzkleidung, und kurze Einsätze in Produktion oder Lager ergänzen längere Phasen am Schreibtisch.

Wie sind die Berufsaussichten als Holzwirt/in?

Die Berufsaussichten als Holzwirt/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt und erhöhen deine Chancen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber mehr Zeit brauchen, passendes Personal zu finden. Viele Altersabgänge stehen an, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040.

Welche digitalen Skills braucht man als Holzwirt/in?

Digitale Werkzeuge gehören zum Alltag von Holzwirten/innen. Du planst Produktionsabläufe in ERP-Systemen, überwachst vernetzte Anlagen per App und wertest Messdaten im Laborinformationssystem aus. Auch digitale Zwillinge, Materialfluss- und Forst-Management-Systeme nutzt du, um Holzströme oder Ernten zu optimieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Holzwirt/in?

Die Arbeit kombiniert Büro, Labor und gelegentliche Einsätze in lauten Produktionshallen. Du wechselst zwischen Bildschirmarbeit, Kundenterminen und Vor-Ort-Kontrollen, führst Mitarbeitende und trägst Verantwortung für teure Maschinen. Schutzkleidung wie Gehörschutz oder Helm ist Pflicht, sobald du Produktionsanlagen besuchst.

Womit arbeitet man als Holzwirt/in?

Holzwirte/innen arbeiten mit einer Mischung aus klassischen Unterlagen und moderner Technik. Du nutzt ERP-Software, CAD-Programme und Dokumentenmanagementsysteme, erstellst Kalkulationen am PC und greifst auf Holzproben, Pressen, Tränk- oder Trocknungsanlagen sowie Labor-Messgeräte zurück.

Kann man sich als Holzwirt/in selbständig machen?

Eine selbständige Tätigkeit ist in diesem Beruf gut möglich. Du kannst etwa als freiberufliche/r Berater/in, in der Planung, Projektierung oder Bauüberwachung ein eigenes Ingenieurbüro aufbauen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Holzwirt/in?

Weiterbildung hält dein Fachwissen rund ums Holz aktuell. Beliebt sind Seminare zu Holzkunde, Holzwerkstoffen oder moderner Holzverarbeitung sowie Kurse in Management, Unternehmensführung, Einkauf, Vertrieb und Logistik. Wer in Forschung und Entwicklung bleiben will, vertieft sich in Themen wie neue Bioraffinerie-Konzepte.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Holzwirt/in?

Aufstiegschancen eröffnen sich vor allem durch höhere akademische Abschlüsse und Leitungsfunktionen. Mit einem Master in Holzwirtschaft oder Betriebswirtschaftslehre kannst du Projekt- oder Abteilungsleiter/in werden, eine Promotion qualifiziert dich für Spitzenpositionen in Forschung, Industrie oder Verwaltung. In der Hochschullaufbahn ist später sogar eine Habilitation und der Ruf als Professor/in möglich.

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