Holzwirtschaft (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Holzwirtschaft (Master)

Auch bekannt als: Holzwirt/in · Diplom Ingenieur (Uni)/ Diplom Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Holz- und Faserwerkstofftechnik

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Büroräumen · in Werk- und Produktionshallen · in Lagerhallen und auf Lagerplätzen · in Labors · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge3

Über den Beruf

Holzwirte und Holzwirtinnen steuern in Holzindustrie und -handel die gesamten Wertschöpfungsketten: Sie planen Produktionsabläufe, kalkulieren Kosten und beschaffen Rund- oder Schnittholz weltweit. Mit ERP-Systemen und digitalen Zwillingen legen sie Stückzahlen fest, koordinieren Personal und überwachen Lager- sowie Transportwege. Bei Wareneingang prüfen sie Feuchtegehalt und Faserstruktur, klassifizieren das Holz und lösen Nachbestellungen aus. Während der Fertigung kontrollieren sie Pressen, Trocknungsanlagen und Leimaufträge, dokumentieren Kennzahlen und justieren Prozesse, um Material und Energie zu sparen. Im Kundenkontakt erstellen sie technische Unterlagen, beraten Architekturbüros zu Einsatzmöglichkeiten oder verhandeln Lieferverträge. In Labors erforschen sie neue Holzmodifikationen, analysieren chemische und physikalische Eigenschaften und entwickeln umweltfreundliche Verfahren wie Bioraffinerie oder Pyrolyse. Das Profil vereint betriebswirtschaftliche Verantwortung mit fundiertem Know-how über Holzkunde und moderne Produktionstechnologien.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen4
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Holzwirtschaft
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten Hochschulstudium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge3

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Holzwirt/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 52.836 € und 71.592 € pro Jahr. Faktoren wie Unternehmensgröße, Region und Verantwortungsbereich können dieses Einkommen spürbar nach oben oder unten verschieben.

Ist der Beruf als Holzwirt/in körperlich anstrengend?

Schwere Hebearbeiten sind selten, doch der Umgang mit Prüflingen im Labor erfordert funktionstüchtige Arme und Hände sowie eine gesunde, widerstandsfähige Haut. Beim Arbeiten mit Chemikalien oder an Prüfständen trägst du Schutzhandschuhe und musst sauber und präzise arbeiten.

Wie sind die Berufsaussichten als Holzwirt/in?

Die Berufsaussichten als Holzwirt/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Unternehmen längere Suchzeiten einplanen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen freiwerden, auch wenn die Gesamtbeschäftigung bis 2040 leicht schrumpfen soll.

Welche digitalen Skills braucht man als Holzwirt/in?

Verlangt werden sichere Kenntnisse in branchenspezifischer Software, etwa Forst-Management-Systemen, Laborinformationssystemen und Materialfluss-Anwendungen. Du planst zudem den Einsatz von Cobots, nutzt Apps zur Fernüberwachung der Fertigung und verwaltest Dokumente digital in DMS-Tools.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Holzwirt/in?

Der Job wechselt zwischen Büro, Labor, Lagerplatz und Produktionshalle. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende, stehst im Kundenkontakt, arbeitest zeitweise unter Maschinenlärm und musst bei Bedarf Schutzkleidung sowie Gehörschutz anlegen.

Womit arbeitet man als Holzwirt/in?

Zum Alltag gehören PC-Arbeitsplätze mit technischer Zeichensoftware ebenso wie Trocknungsanlagen, Hydraulikpressen, Furniermaschinen oder automatisierte Spanplattenlinien. In Versuchslabors nutzt du Sägen, Mess- und Prüfgeräte, während Holz in Form von Rundholz, Schnittholz oder Furnier dein zentrales Ausgangsmaterial bleibt.

Kann man sich als Holzwirt/in selbständig machen?

Ja, Holzwirte/innen können sich beispielsweise als freiberufliche Berater, Planer oder Projektsteuerer selbständig machen. Häufig wird dafür ein eigenes Ingenieur- oder Beratungsbüro gegründet, das Bauvorhaben oder holzverarbeitende Betriebe betreut.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Holzwirt/in?

Fachspezifische Seminare in Holzkunde, Holzwerkstoffen oder Logistik halten dein Wissen aktuell. Ergänzend kannst du Trainings in Einkauf, Vertrieb, Management oder Forschungs- und Entwicklungs­methoden belegen, um dich breiter aufzustellen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Holzwirt/in?

Mit einer Promotion qualifizierst du dich für leitende Forschungs-, Entwicklungs- oder Managementpositionen in Industrie und Wissenschaft. Wer eine Professur anstrebt, benötigt danach meist noch eine Habilitation; alternativ ebnet dir ein zusätzlicher Master in Business Administration den Weg in strategische Unternehmensleitungen.

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