Hauswart/Haustechniker/Hauswartin/Haustechnikerin
Über den Beruf
Hauswarte und Haustechniker/innen überwachen Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen, prüfen Aufzüge sowie Schließ- und Alarmsysteme und führen kleinere Reparaturen selbst aus. Sie lesen Verbrauchszähler, planen Wartungsintervalle und rufen, wenn nötig, spezialisierte Dienstleister für Reinigung, Gartenpflege oder größere Instandsetzungen. Deren Arbeit kontrollieren sie und rechnen Material- oder Fremdkosten mit der Hausverwaltung ab. Über digitale Gebäudemanagementsysteme verfolgen sie Energie- und Wasserverbräuche in Echtzeit und erkennen Störungen frühzeitig. Bei Schäden an Fassaden oder Dächern nutzen sie gelegentlich Drohnen, um schwer zugängliche Stellen sicher zu prüfen. Als erste Ansprechperson für Mieter/innen organisieren sie Wohnungsbesichtigungen, protokollieren Abnahmen und übergeben bei Auszug oder Einzug Schlüssel und Zählerstände.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Berufsausbildung im handwerklich-technischen Bereich
- Oder entsprechende Berufserfahrung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Hauswart/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.391 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region verdienst du zwischen 2.729 € und 4.011 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Hauswart/in?
Die Dauer ist nicht einheitlich geregelt und hängt stark vom Anbieter sowie von der Lernform (Voll- oder Teilzeit, Präsenz- oder Fernkurs) ab. Je nach Konzept kann der Lehrgang nur wenige Wochen oder auch deutlich länger dauern, bis du das Zertifikat in der Tasche hast.
Ist der Beruf als Hauswart/in körperlich anstrengend?
Der Job erfordert vor allem geschickte und belastbare Arme sowie Hände, weil du regelmäßig mit Schraubendreher, Zange oder Elektrowerkzeug arbeitest. Außerdem bist du häufig auf den Beinen, wenn du Anlagen kontrollierst oder Außengelände abläufst.
Wie sind die Berufsaussichten als Hauswart/in?
Die Berufsaussichten als Hauswart/in sind ausgeglichen. Bis 2040 soll die Beschäftigung weiter wachsen, was zusätzliche Stellen schafft. Gleichzeitig scheiden viele ältere Fachkräfte aus, sodass weitere Jobs frei werden. Da der Fachkräftemangel aktuell gering ist, können Arbeitgeber offene Stellen jedoch meist schnell besetzen – ein gewisser Konkurrenzdruck bleibt also.
Welche digitalen Skills braucht man als Hauswart/in?
Im Alltag von Hauswarten/Haustechnikern spielen digitale Technologien eine immer größere Rolle. Du solltest mit Gebäudemanagementsystemen umgehen können, Smart-Metering-Geräte über LP-WAN oder Narrow-Band-IoT auslesen und Echtzeitdaten aus Heizungsanlagen bewerten. Moderne Betriebe setzen zudem Drohnen für Dachinspektionen, 3-D-Drucker für Ersatzteile oder Augmented-Reality-Tools bei Wartungsaufgaben ein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Hauswart/in?
Dein Arbeitstag wechselt häufig zwischen Büro, Technikräumen und Außenbereichen: Mal planst du am PC Wartungstermine, mal stehst du bei Regen mit dem Schneeschieber vor dem Gebäude. Dabei musst du zahlreiche Sicherheits- und Umweltvorschriften beachten und regelmäßig mit Maschinen wie Bohr- oder Kehrmaschinen umgehen. Langes Sitzen ist die Ausnahme, du bist meist in Bewegung und arbeitest im Gehen oder Stehen.
Kann man sich als Hauswart/in selbständig machen?
Ja, viele Hauswarte/Haustechniker/innen gründen einen eigenen Hausmeister-Service. Mit dem passenden Maschinenpark und etwas betriebswirtschaftlichem Know-how kannst du Wohnanlagen oder Gewerbeimmobilien auf eigene Rechnung betreuen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Hauswart/in?
Nach der Weiterbildung ist fachlich noch lange nicht Schluss: Du kannst dich in Themen wie Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, Brandmeldetechnik oder Facility-Management spezialisieren. Solche Kurse vertiefen dein Know-how und erhöhen deine Chancen auf anspruchsvollere Aufgaben oder leitende Positionen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Hauswart/in?
Für den nächsten Karriereschritt bieten sich vor allem Aufstiegsweiterbildungen an. Beliebt sind zum Beispiel der Fachwirt/in Facility-Management oder der Abschluss als Installateur- und Heizungsbauermeister/in. Mit Berufserfahrung kannst du auch ein Bachelor- oder Masterstudium in Facility-Management, Technischem Gebäudemanagement oder Versorgungstechnik anschließen und so den Weg in Planung oder Führung ebnen.
