Getränkebetriebsmeister/Getränkebetriebsmeisterin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Getränkebetriebsmeister/Getränkebetriebsmeisterin

Auch bekannt als: Meister/Meisterin für Getränkeabfüllung · Meister/Meisterin für Spirituosen, Wein, alkoholfreie Getränke

BerufsfeldGastronomie & Lebensmittel
Arbeitsortein großen Fabrik- und Abfüllhallen · in Sudhäusern · in Gär- und Lagerkellern · in Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerCa. 1,5 Jahre (Teilzeit)
Offene Stellen4

Über den Beruf

Getränkebetriebsmeister/innen steuern die industrielle Herstellung von Säften, Erfrischungs- und Wellnessgetränken, Wein oder Spirituosen. Sie legen Arbeitsverfahren fest, koordinieren Gär-, Filtrations- und Abfüllschritte und prüfen Rohstoffe wie Fruchtsäfte, Aromen oder Kräuter auf ihre Qualität. Mithilfe EDV-gestützter Analysegeräte überwachen sie während des gesamten Prozesses chemische, biologische und physikalische Parameter und werten Laborproben aus. Sie wählen geeignete Filter-, Gär- und Abfüllanlagen, kontrollieren Energie- und Wasserverbrauch und achten darauf, dass Abwassergrenzwerte eingehalten werden. Kommt es zu Störungen, organisieren sie Wartung oder führen kleinere Reparaturen selbst durch. Außerdem kalkulieren sie Personalbedarf, stellen Teams zusammen, leiten Fachkräfte sowie Auszubildende an und behalten Kosten im Blick. Jede Flasche verlässt das Werk erst, wenn Farbe, Geruch und Geschmack konstant den Vorgaben entsprechen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern.
DauerCa. 1,5 Jahre (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • Berufsausbildung in einem anerkannten gewerblich-technischen oder handwerklichen Ausbildungsberuf, z.B. in der Getränke-, Metall- oder Elektrobranche
  • Zusätzlich einschlägige Berufspraxis, z.B. in Grundstoffverarbeitung, Getränkeabfüllung oder Betriebshygiene
  • Alternativ mind. 6 Jahre einschlägige Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Getränkebetriebsmeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.159 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Tarifbindung und Region kannst du zwischen 4.098 € und 6.304 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Getränkebetriebsmeister/in?

Die Weiterbildung zum/zur Getränkebetriebsmeister/in dauert in Teilzeit etwa 18 Monate. Viele Lehrgänge sind berufsbegleitend aufgebaut, sodass du parallel weiterarbeiten kannst.

Ist der Beruf als Getränkebetriebsmeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt eine robuste Gesundheit, weil du häufig zwischen warmen Produktionsbereichen und kühlen Lagerräumen wechselst und unter feuchten Bedingungen arbeitest. Proben werden von Hand entnommen, Schutzkleidung gehört zum Alltag, daher sind kräftige Arme und Hände erforderlich. Außerdem brauchst du sicheres Farbsehen sowie einen intakten Geruchs- und Geschmackssinn, um Farbe und Aroma der Produkte genau beurteilen zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Getränkebetriebsmeister/in?

Die Berufsaussichten als Getränkebetriebsmeister/in sind ausgeglichen. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerber/innen nimmt dadurch ab. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und aktuell ist der Fachkräftemangel noch gering, sodass offene Stellen momentan zügig besetzt werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Getränkebetriebsmeister/in?

In der modernen Getränkeproduktion sind digitale Kompetenzen Pflicht. Du überwachst vernetzte Abfüll- und Gäranlagen per App, erfasst Daten mit MDE-Systemen und dokumentierst Laborwerte in einem Laborinformationssystem. Auch Augmented-Reality-Brillen für Wartungen, RFID-Lösungen zur Chargenrückverfolgung sowie der Einsatz von Cobots und Industrierobotern gehören zu deinem digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Getränkebetriebsmeister/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Produktion, Labor, Büro und Besprechungsräumen und bringt viel Verantwortung für Personal, Anlagen und Hygienevorschriften mit sich. Du arbeitest an Maschinen, nimmst Proben per Hand, dokumentierst am Bildschirm und trägst Schutzkleidung, während du zwischen unterschiedlich temperierten Bereichen pendelst.

Kann man sich als Getränkebetriebsmeister/in selbständig machen?

Ja, Getränkebetriebsmeister/innen können einen eigenen Herstellungs- oder Handelsbetrieb für Getränke oder Getränketechnik gründen. Dabei planst du Sortimente, investierst in Anlagen und übernimmst die komplette Betriebsführung von Produktion bis Vertrieb.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Getränkebetriebsmeister/innen?

Fachspezifische Kurse in Getränkeherstellung, Brauereiwesen oder Produktions- und Fertigungstechnik halten dein Wissen frisch. Auch Schulungen zu Lebensmittelhygiene, Lebensmittelrecht oder Küchenhygiene helfen dir, gesetzliche Vorgaben sicher umzusetzen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Getränkebetriebsmeister/in?

Für den nächsten Karriereschritt bieten sich Aufstiegsweiterbildungen wie die Prüfung zum/zur Technischen Betriebswirt/in oder zum/zur Internationalen Meister/in an.

4 Stellenangebote ansehen