Gerüstbauer/Gerüstbauerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Gerüstbauer/Gerüstbauerin

Auch bekannt als: Gerüstbaumonteur/in · Scaffolder (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsorteauf Baustellen im Freien · innerhalb von Gebäuden
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze358

Über den Beruf

Gerüstbauer/innen rüsten Neubauten, Brücken oder Bühnen mit sicheren Arbeits- und Schutzgerüsten aus. Auf Basis von Bauplänen berechnen sie Höhen, Lasten und Abstände, erstellen Konstruktionsskizzen und wählen passende Systembauteile. Mit Kränen oder Hebezeugen verladen sie Stahlrohre, Böden und Netze, sichern die Baustelle ab und bereiten den Untergrund durch Planieren oder lastverteilende Platten vor. Die Gerüstteile werden gesteckt, geschraubt oder gekeilt, diagonal ausgesteift und am Bauwerk verankert. Spezialkonstruktionen wie Traggerüste, Hänge- oder fahrbare Plattformen planen sie nach statischen Vorgaben. Mobile Apps unterstützen das Aufmaß, Augmented-Reality hilft beim Bauteil-Check, Exoskelette beim Heben schwerer Teile. Nach Projektende demontieren, prüfen und lagern sie die Bauteile und dokumentieren die Ausführungsqualität zur Abnahme.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Wie viel verdient man als Gerüstbauer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.454 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 2.958 € und 4.037 € verdienen. Montagezulagen oder Einsätze in großer Höhe können das Einkommen zusätzlich steigern.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Gerüstbauer/in?

Im ersten Ausbildungsjahr verdienst du rund 1.049 € brutto im Monat, im zweiten Jahr 1.237 € und im dritten etwa 1.510 €. Über die gesamte Lehrzeit ergibt sich ein Durchschnitt von 1.260 € monatlich. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist nach dem Bauhauptgewerbe-Tarif, was für relativ einheitliche Vergütungen sorgt.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Sie kombiniert Praxis im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule, sodass du von Anfang an echte Baustellenerfahrung sammelst.

Welche Schulfächer sind wichtig für Gerüstbauer/innen?

Mathematik und Werken/Technik sind besonders hilfreich. Mathe brauchst du für Höhen- und Lastberechnungen, während dir handwerkliche Vorkenntnisse das Lesen von Skizzen und den Umgang mit Werkzeug erleichtern.

Ist der Beruf als Gerüstbauer/in körperlich anstrengend?

Ja – der Job ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Stahl- oder Holzteile, kletterst auf Gerüste, arbeitest oft über Kopf und bist bei jeder Witterung draußen unterwegs.

Wie sind die Berufsaussichten als Gerüstbauer/in?

Die Berufsaussichten als Gerüstbauer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben häufig unbesetzt, das verbessert deine Chancen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 etwas, sodass langfristig Flexibilität gefragt ist.

Welche digitalen Skills braucht man als Gerüstbauer/in?

Digitale Werkzeuge gewinnen im Gerüstbau immer mehr Bedeutung. Du solltest Aufmaß-Apps bedienen können, Augmented-Reality-Lösungen zur Bauteilauswahl verstehen und dich mit Exoskeletten auskennen, die das Heben schwerer Lasten erleichtern.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Gerüstbauer/innen?

Nach der Ausbildung kannst du dich in Kursen zu Gerüstbau, Baumaschinenführung, Bautechnik oder Vermessung spezialisieren. Solche Lehrgänge vertiefen dein Fachwissen und erhöhen die Chance auf verantwortungsvollere Aufgaben und bessere Bezahlung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Gerüstbauer/in?

Mit Berufserfahrung stehen dir mehrere Wege offen. Die Meisterprüfung zum/zur Gerüstbauermeister/in oder eine Technikerweiterbildung in Bautechnik (Hochbau) qualifizieren dich für Bauleitung und Betriebsführung. Auch als Gerüstbau-Kolonnenführer/in kannst du ein Team leiten; wer ein Studium anstrebt, kann über einen Bachelor oder Master in Bauingenieurwesen später in Planung oder Projektmanagement wechseln.

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