Genetiker/Genetikerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Genetiker/Genetikerin

Auch bekannt als: Geneticist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Genetiker/innen entschlüsseln DNA-Sequenzen, vergleichen Genvarianten und bestimmen, welche Merkmale vererbt werden. Dafür planen sie Versuchsreihen an Zellen, Pflanzen oder Tieren, führen Kreuzungen oder molekularbiologische Analysen im Labor durch und trennen Proben mit Zentrifuge und Gel-Elektrophorese. Dabei nutzen sie zunehmend automatisierte Laborgeräte und Big-Data-Tools, um Genome schneller auszuwerten. Sie sammeln große Datenmengen, werten sie statistisch aus und untersuchen in der Verhaltens- und Evolutionsgenetik, wie Genveränderungen Verhalten steuern oder sich über Generationen ausbreiten. Ihre Ergebnisse fließen in Gutachten für Kliniken, Zuchtbetriebe oder Behörden und erscheinen in Fachartikeln, Konferenzen und Lehrveranstaltungen. Häufig werben sie Drittmittel ein, betreuen Studierende und koordinieren die Labororganisation, damit neue Therapien, Saatgutsorten oder Diagnoseverfahren entstehen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang wird oft ein passendes weiterführendes Studium vorausgesetzt.

Karriere & Weiterbildung

Genetiker/GenetikerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Genetiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.686 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.357 € und 6.938 €. Zusätzlich wirken sich Branche, Tarifbindung und Leitungsverantwortung auf dein Einkommen aus.

Wie sind die Berufsaussichten als Genetiker/in?

Die Berufsaussichten als Genetiker/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst jedoch bis 2040, sodass neue Stellen entstehen. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Positionen werden also meist schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz unter Bewerbern. Bis 2040 steigt diese Konkurrenz weiter, und es sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in vielen anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Genetiker/in?

Genetiker/innen arbeiten abwechselnd in Labors und Büroräumen. Die Tätigkeit verlangt Präzisions- und Feinarbeit an Laborgeräten, den sicheren Umgang mit Chemikalien und mikrobiologischen Stoffen sowie das Tragen von Schutzkleidung. Längere Phasen der Bildschirmarbeit fallen an, wenn Forschungsergebnisse ausgewertet oder Anträge verfasst werden, und wer lehrt, hat zusätzlich Kontakt zu Studierenden.

Womit arbeitet man als Genetiker/in?

Im Labor nutzt du Mikroskope, Zentrifugen und Gel-Elektrophoreseanlagen, um Proben aufzutrennen und zu analysieren. Für Datenauswertung und Kommunikation kommen PC, Internetzugang, Telefon und Videokonferenztools zum Einsatz. Forschungsdokumentationen, Fachliteratur und Rechtsvorschriften dienen als Unterlagen für Gutachten und Förderanträge.

Kann man sich als Genetiker/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einem Zentrum für Humangenetik und Laboratoriumsmedizin. Dort bietest du genetische Diagnostik, Beratung und Labordienstleistungen als eigenständige/r Unternehmer/in an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Genetiker/innen?

Fachspezifische Kurse in Biologie, Biotechnologie, Chemie oder naturwissenschaftlicher Labortechnik halten dein Wissen auf dem neuesten Stand. Auch Schulungen in Forschung und Entwicklung sind beliebt, um neue Methoden kennenzulernen oder in angrenzende Spezialgebiete zu wechseln.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Genetiker/innen?

Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du dich zum/zur Fachhumangenetiker/in weiterbilden und so verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen. Eine Promotion öffnet den Weg zu leitenden Positionen in Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Behörden. Wer sich in der Hochschullehre etablieren will, schließt meist eine Habilitation an die Promotion an und kann anschließend eine Professur anstreben.