Gärtner/Gärtnerin Fachrichtung Friedhofsgärtnerei
Auch bekannt als: Friedhofsgärtner/in · Friedhofs- und Ziergärtner/in · Gardener (m/f) - specialising in cemetery gardening
Über den Beruf
Friedhofsgärtner/innen legen Grabstätten an, bepflanzen sie und kümmern sich dauerhaft um ihre Pflege. Dafür vermessen sie die Fläche, erstellen Skizzen und teilen das Beet so auf, dass Bodendecker, Saisonblumen und Gehölze harmonisch wirken und den Vorgaben der Friedhofsordnung entsprechen. Je nach Lage wählen sie schatten- oder sonneliebende Arten aus, ziehen einen Teil der Pflanzen selbst in Gewächshäusern an und setzen Bewässerungs- sowie Düngetechnik gezielt ein. Friedhofsanlagen halten sie mit Rasenmäher, Heckenschere und Kleinbagger in Schuss, entfernen Unkraut und formen Hecken. In der Trauerbinderei fertigen sie Kränze, Gestecke und bepflanzte Schalen für Beisetzungen oder Gedenktage. Im Kontakt mit Angehörigen beraten sie einfühlsam zu Dauergrabpflege und floralen Dekorationen und liefern bestellte Arrangements direkt ans Grab.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Friedhofsgärtner/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.386 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.690 € und 4.014 €. Mit Zusatzqualifikationen oder Führungsverantwortung kann das Einkommen weiter steigen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Friedhofsgärtner/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Während dieser Zeit wechselst du zwischen Betrieb und Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Friedhofsgärtner/innen?
Für angehende Friedhofsgärtner/innen sind Biologie/Chemie, Mathematik und Werken/Technik besonders wichtig. Sie helfen dir, Pflanzenqualität zu beurteilen, Flächenaufteilungen exakt zu berechnen und Maschinen instand zu halten.
Ist der Beruf als Friedhofsgärtner/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du arbeitest häufig in gebückter Haltung, trägst schwere Erd- oder Düngesäcke und bist bei jedem Wetter draußen, weshalb eine robuste Gesundheit und kräftige Arme sowie Hände notwendig sind.
Wie sind die Berufsaussichten als Friedhofsgärtner/in?
Die Berufsaussichten als Friedhofsgärtner/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Friedhofsgärtner/in?
Digitale Kompetenz wird auch hier verlangt. Du solltest Sensoren zur Messung von Bodenfeuchte oder Düngerwerten bedienen können und Service-Portale oder Apps nutzen, über die Kunden Pflegeaufträge erteilen oder Bilder vom Grab erhalten.
Kann man sich als Friedhofsgärtner/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist gut machbar, zum Beispiel mit einer eigenen Friedhofsgärtnerei. Du kannst auch als Franchisenehmer/in einen bestehenden Betrieb für gärtnerische Dienstleistungen übernehmen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Friedhofsgärtner/innen?
Nach der Ausbildung stehen dir zahlreiche Fachkurse offen. Weiterbildungen in Garten- und Landschaftsbau, Floristik, Pflanzenschutz oder Verkaufstechniken vertiefen dein Know-how und erweitern deine Einsatzmöglichkeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Friedhofsgärtner/in?
Mit Erfahrung kannst du die Meisterprüfung zum/zur Gärtnermeister/in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei ablegen und einen Betrieb leiten. Alternativ bieten die Abschlüsse Techniker/in oder Wirtschafter/in im Gartenbau neue Verantwortungsebenen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Gartenbau oder Landschaftsarchitektur eröffnet dir zudem Perspektiven in Planung, Beratung oder Selbständigkeit.
