Friseurmeister/Friseurmeisterin/Bachelor Professional im Friseur-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Friseurhandwerk · Meister/Meisterin des Friseurhandwerks
Über den Beruf
Friseurmeister/innen führen Salons, beraten Kunden zu Trendfrisuren und übernehmen komplexe Schnitte, Färbetechniken oder kosmetische Behandlungen. Sie planen den Personaleinsatz, weisen Fachkräfte und Auszubildende an und überprüfen die Arbeitsqualität. Gleichzeitig kalkulieren sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten und halten den Warenbestand an Farben, Pflegemitteln oder Stylinggeräten aktuell. Digitale Buchungssysteme, Mobile Payment und Augmented-Reality-Tools zur Frisurenvorschau gehören dabei zum Alltag. Für Werbung entwickeln sie Social-Media-Kampagnen, gestalten den Salonauftritt und analysieren Reichweiten. Kassenabrechnung, Reklamationsmanagement und die Auswertung betrieblicher Kennzahlen sichern die Wirtschaftlichkeit. Wer einen eigenen Betrieb führt, legt Investitionen fest, bestimmt die Geschäftsausrichtung und organisiert Fortbildungen für das Team. So verbindet der Beruf handwerkliche Kreativität mit kaufmännischer Verantwortung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- I.d.R. Gesellenprüfung als Friseur/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Friseur-Handwerk
- Vorgeschriebene Praxis im Friseur-Handwerk
- Alternativ können berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten ggf. durch ein Validierungsverfahren nachgewiesen werden
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Friseurmeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.424 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 1.931 € und 2.791 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Friseurmeister/in?
Die Meistervorbereitung ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Abhängig von Bildungsanbieter, Unterrichtsform (Vollzeit, Teilzeit oder Online) und deinem Vorwissen kann sie deutlich variieren. In kompakten Tageskursen bist du meist schneller fertig als in berufsbegleitenden Abend- oder Fernlehrgängen.
Ist der Beruf als Friseurmeister/in körperlich anstrengend?
Ja, der Arbeitsalltag fordert Kondition. Du verbringst viele Stunden im Stehen, hältst Arme und Hände häufig in Schulterhöhe und beugst dich beim Färben und Schneiden nach vorn. Eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Hände sowie sicheres Farbsehvermögen sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Friseurmeister/in?
Die Berufsaussichten als Friseurmeister/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen und erhöhen deine Chancen. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Viele Altersabgänge kommen hinzu, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was du bei langfristigen Plänen im Blick behalten solltest.
Welche digitalen Skills braucht man als Friseurmeister/in?
Digitale Organisation ist im Salon unverzichtbar. Du solltest mit Dokumentenmanagementsystemen umgehen können, um Arbeitspläne, Kundenkontakte und den Personaleinsatz effizient zu verwalten. Wer solche Software routiniert nutzt, spart Zeit und verbessert den Service.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Friseurmeister/in?
Friseurmeister/innen arbeiten häufig im Stehen und unter Beobachtung der Kundschaft. Zur Präzisionsarbeit an Haaren, Haut und Nägeln kommt Führungsverantwortung für Mitarbeitende und Sachwerte. Schutzhandschuhe sind Pflicht bei chemischen Produkten, und administrative Aufgaben erledigst du oft zwischen zwei Kundenterminen – mal im Büro, mal im Homeoffice.
Womit arbeitet man als Friseurmeister/in?
Zum Werkzeug gehören Scheren, Spezialmesser, elektrische Haarschneidemaschinen, Föhne, Glätteisen oder Lockenstäbe. Chemische Hilfsmittel wie Shampoos, Farben, Dauerwellflüssigkeiten und Styling-Sprays kommen täglich zum Einsatz. Für Terminpläne und Kundendaten greifst du außerdem auf einen PC mit Internetzugang und Telefon zurück.
Kann man sich als Friseurmeister/in selbständig machen?
Ja, der Meistertitel berechtigt dich zur Selbständigkeit. Häufig eröffnen oder übernehmen Friseurmeister/innen einen eigenen Salon; alternativ kannst du in Franchise-Systeme für Kosmetik, Haar- oder Nageldesign einsteigen. Als Inhaber/in triffst du alle Entscheidungen von der Investition bis zum Marketing.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Friseurmeister/in?
Eine beliebte Karrierestufe ist der Abschluss als Betriebswirt/in (HwO), mit dem du größere Betriebe oder Filialketten leiten kannst. Außerdem kannst du den Titel Internationale/r Meister/in erwerben, um dich für internationale Wettbewerbe und Märkte zu qualifizieren. Wer sich kreativ spezialisieren will, erweitert sein Profil mit einem Bachelorstudium im Fach Maskenbild.
