Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin Fachrichtung Triebwerkstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin Fachrichtung Triebwerkstechnik

Auch bekannt als: Flugzeugmechaniker/in · Triebwerkmechaniker/inLuftfahrzeugtechniker/inAircraft mechanic (m/f) - specialising in engine technology ·

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkhallen · auf dem Rollfeld
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze8

Über den Beruf

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Triebwerkstechnik warten und überholen Triebwerke von Flugzeugen, Hubschraubern und Raumfahrzeugen. In festen Intervallen zerlegen sie die Antriebe komplett, reinigen Komponenten und prüfen sie mit Ultraschall-, Wirbelstrom- oder fluoreszierenden Eindringverfahren auf Haarrisse. Verschlissene Teile ersetzen sie, setzen Gehäuse instand, bauen neue Lager und Dichtungen ein und wuchten Rotoren aus. Danach montieren sie das Triebwerk, justieren Module und kontrollieren alle Parameter auf Prüfständen, wobei sie Testdaten digital auswerten. Auch im laufenden Flugbetrieb führen sie Boreskop-Kontrollen durch, analysieren Bordcomputer-Daten und beheben Störungen vor Ort. In der Produktion fügen sie Einzelteile zu kompletten Triebwerken zusammen und dokumentieren jeden Schritt nach luftfahrtrechtlichen Vorgaben. 3-D-Laserscans, Augmented-Reality-Brillen, Cobots und Predictive-Maintenance-Tools unterstützen die Präzisionsarbeit. Erst nach bestandenen Prüfstandläufen geben sie den Antrieb wieder für den Einsatz frei.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fluggerätmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.637 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.661 € und 6.592 €. Mit zunehmender Verantwortung, etwa in Prüffunktionen, kann es noch steigen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Fluggerätmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung ist in Einzelfällen eine Verkürzung möglich.

Welche Schulfächer sind wichtig für Fluggerätmechaniker/innen?

Werken/Technik, Physik, Mathematik und Englisch zählen zu den Kernfächern. Gute Kenntnisse darin erleichtern dir das Bearbeiten von Werkstoffen, das Berechnen von Prüfgrößen und das Lesen englischsprachiger Handbücher.

Ist der Beruf als Fluggerätmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst Bauteile, arbeitest in beengten Triebwerksgehäusen, brauchst ein sicheres Farbsehvermögen für Prüfverfahren und solltest Hautkontakt mit Ölen sowie Reinigungsmitteln vertragen.

Wie sind die Berufsaussichten als Fluggerätmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Fluggerätmechaniker/in der Fachrichtung Triebwerkstechnik sind ausgeglichen. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Gleichzeitig herrscht hoher Fachkräftemangel, wodurch offene Stellen schwer zu besetzen sind – gut für Bewerber/innen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Fluggerätmechaniker/in?

Digitale Kompetenzen gewinnen stark an Bedeutung. Du nutzt 3-D-Laserscanner, arbeitest mit Augmented-Reality-Datenbrillen, überwachst Cobots, wertest Echtzeit-Maschinendaten für Predictive Maintenance aus und bedienst Auto-ID-Systeme sowie Industrieroboter.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fluggerätmechaniker/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Werkhallen und Rollfeld, häufig im Schichtbetrieb. Du bedienst Dreh-, Fräs- und Schweißmaschinen, trägst Schutzkleidung und bist Lärm, Hitze, Kälte oder Dämpfen ausgesetzt; beim Einsatz von Hebezeugen oder laufenden Triebwerken besteht Unfallgefahr.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fluggerätmechaniker/innen?

Es stehen zahlreiche Fachlehrgänge offen. Du kannst dich etwa in Luft- und Raumfahrttechnik, Wartung und Instandhaltung, Qualitätsprüfung, elektrischer Mess- und Regelungstechnik, Produktions- und Fertigungstechnik oder Hydraulik und Pneumatik spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Fluggerätmechaniker/innen?

Aufstiegschancen bieten vor allem Fortbildungsabschlüsse. Optionen sind der Industriemeister/in Flugzeugbau / Luftfahrttechnik (Bachelor Professional), der/die Techniker/in Luftfahrttechnik oder Maschinentechnik sowie eine Qualifizierung als Prüfer/in von Luftfahrtgerät. Außerdem kannst du durch ein Bachelor- oder Masterstudium in Luft- und Raumfahrttechnik in Entwicklungs- oder Führungspositionen wechseln.

8 Ausbildungsplätze ansehen