Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin Fachrichtung Instandhaltungstechnik – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin Fachrichtung Instandhaltungstechnik

Auch bekannt als: Flugzeugmechaniker/in · Luftfahrzeugtechniker/in · Aircraft mechanic (m/f) - specialising in maintenance engineering

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkhallen · auf dem Rollfeld
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze20

Über den Beruf

Fluggerätmechaniker/innen der Fachrichtung Instandhaltungstechnik prüfen nach jeder Landung Zelle, Triebwerk und Bordelektrik, analysieren Fehlerprotokolle und tauschen verschlissene Teile aus. Sie legen Tragflächen frei, demontieren hydraulische, pneumatische oder mechanische Baugruppen, reinigen Einzelteile und montieren neue Dichtungen, Lager oder Leitungen. Mithilfe computergestützter Testsysteme messen sie Drücke, Ströme und Temperaturen, vergleichen Ist-Werte mit Vorgaben und justieren Anlagen nach. Meldet der Bordcomputer eine Störung, grenzen sie den Fehler systematisch ein, beheben ihn oder veranlassen größere Eingriffe. Für umfangreiche Checks nutzen sie Drohnen, 3-D-Scanner oder AR-Brillen, um schwer zugängliche Bereiche exakt zu vermessen. Nach Abschluss aller Funktionsprüfungen dokumentieren sie die Arbeit detailliert im Wartungssystem – erst dann erhält das Fluggerät die Freigabe zum nächsten Start.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fluggerätmechaniker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise 5.637 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betrieb und Region kannst du zwischen 4.661 € und 6.592 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Fluggerätmechaniker/in?

Im ersten Ausbildungsjahr bekommst du rund 1.268 € brutto pro Monat, im zweiten 1.323 € und im dritten 1.378 €. Für das abschließende halbe Jahr steigt die Vergütung meist auf etwa 1.431 €, wodurch der Durchschnitt bei rund 1.332 € liegt.

Wie lange dauert die Ausbildung als Fluggerätmechaniker/in?

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Damit zählt sie zu den längeren technischen Lehrberufen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Fluggerätmechaniker/innen?

Wichtige Fächer sind Werken/Technik, Physik, Mathematik und Englisch. Sie erleichtern dir das Verständnis von Bauplänen, Berechnungen zum Flugverhalten und den Umgang mit englischsprachigen Wartungsunterlagen.

Ist der Beruf als Fluggerätmechaniker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du arbeitest oft über Kopf oder in engen Triebwerksschächten, musst schwere Bauteile heben und brauchst sicheres Farbsehvermögen, z.B. um Kabelcodierungen zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Fluggerätmechaniker/in?

Die Berufsaussichten als Fluggerätmechaniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind also schwer zu besetzen – gut für Bewerber/innen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Markt langfristig etwas verkleinert.

Welche digitalen Skills braucht man als Fluggerätmechaniker/in?

Digitale Verfahren wie 3-D-Druck, 3-D-Laserscanning und Auto-ID gehören inzwischen zum Alltag in der Flugzeugwartung. Du nutzt beispielsweise Drohnen oder Datenbrillen, um Schäden zu lokalisieren und Reparaturschritte eingeblendet zu bekommen. Auch das Arbeiten mit Apps zur Maschinendatenerfassung oder zur Überwachung vernetzter Fertigungsanlagen ist gefragt.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fluggerätmechaniker/in?

Lärm, Dämpfe und extreme Temperaturen sind üblich, weshalb Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe, Gehörschutz oder Atemmasken Pflicht sind.

Womit arbeitet man als Fluggerätmechaniker/in?

Zum Werkzeugkasten gehören Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen, Niet- und Schweißgeräte sowie Messinstrumente für Strom, Druck oder Widerstand. Du nutzt außerdem Wartungsdokumentationen, Schaltpläne und Prüfsoftware, um Bauteile wie Rumpfsegmente, Tragflächen oder Fahrwerke fachgerecht zu kontrollieren und wieder zusammenzusetzen.

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