Fischwirtschaftsmeister/Fischwirtschaftsmeisterin Schwerpunkt Fischhaltung und Fischzucht – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Fischwirtschaftsmeister/Fischwirtschaftsmeisterin Schwerpunkt Fischhaltung und Fischzucht

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien, meist an Teichanlagen · in Schlacht-, Räucher- und Kühlräumen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2 Jahre (Teilzeit)
Offene Stellen3

Über den Beruf

Fischwirtschaftsmeister/innen halten und züchten Karpfen, Forellen oder andere Fischarten, legen Produktionsziele fest und richten die Teichanlagen dafür optimal ein. Sie bestimmen Fütterungsrationen, überwachen Wasserqualität mit Sensoren und prüfen täglich den Gesundheitszustand der Tiere. Für die Zucht wählen sie geeignete Elterntiere aus, kontrollieren Laich und Brut und ziehen Jungfische bis zur Verkaufsgröße groß. Gleichzeitig organisieren sie den gesamten Betriebsablauf: von der Einsatzplanung der Mitarbeitenden und Auszubildenden über Kostenkalkulation und Lieferantengespräche bis zu Kundenberatung und Vermarktung, auch per Online-Shop. Automatische Fütterungssysteme, digitale Teichbücher und IoT-Netzwerke helfen, Futter, Wachstum und Umweltauflagen genau zu dokumentieren. In kleineren Betrieben packen sie selbst mit an, schlachten, räuchern oder liefern die Ware. Als Betriebsleiter/innen entwickeln sie Investitionsstrategien, kümmern sich um Arbeitssicherheit und halten Umweltvorgaben ein. Das Ergebnis sind gesunde, rückverfolgbare Fische für Handel und Gastronomie.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Meister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
Dauer2 Jahre (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen4
  • I.d.R. Berufsausbildung in einem anerkannten landwirtschaftlichen Ausbildungsberuf, z.B. als Fischwirt/in
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis im Bereich Fischwirtschaft
  • Alternativ mind. 5 Jahre Berufspraxis im Bereich Fischwirtschaft
  • Beim Umgang mit Lebensmitteln Belehrung und Bescheinigung des Gesundheitsamtes

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 38.856 € pro Jahr. Je nach Betriebsgröße, Region und Verantwortung – etwa wenn du einen eigenen Betrieb leitest – kann das tatsächliche Einkommen darüber oder darunter liegen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Fischwirtschaftsmeister/in?

Die Weiterbildung dauert in Teilzeit rund 2 Jahre. Unterrichts- und Praxisphasen sind meist so gelegt, dass du parallel in deinem Betrieb weiterarbeiten kannst.

Ist der Beruf als Fischwirtschaftsmeister/in körperlich anstrengend?

Ja, der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Fischkisten, arbeitest beim Abfischen in Zwangshaltungen und bist oft bei jedem Wetter draußen an Teichanlagen unterwegs.

Welche digitalen Skills braucht man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Du solltest automatische Fütterungssysteme, Sensorik zur Wasserqualitätsmessung und digitale Teichbücher sicher bedienen können. Auch IoT-Techniken wie Narrow-Band-IoT oder LP-WAN zur Datenübertragung sowie Online-Shop-Systeme für den Verkauf gehören zunehmend zum Alltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fischwirtschaftsmeister/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Kühlräumen und Außenanlagen und erfordert das Tragen von Schutzkleidung. Gleichzeitig trägst du Verantwortung für Mitarbeitende, Sachwerte und hast regelmäßigen Kundenkontakt.

Womit arbeitet man als Fischwirtschaftsmeister/in?

Zum Alltag gehören Kescher, Netze, Futterautomaten, Transporttanks und Messgeräte an den Teichen. Im Büro nutzt du PC, Telefon und Unterlagen wie Kostenkalkulationen, Lieferverträge oder Fischereigesetze.

Kann man sich als Fischwirtschaftsmeister/in selbständig machen?

Ja, viele Meister/innen gründen einen eigenen Fischzuchtbetrieb oder spezialisieren sich auf den Fischhandel. Dein betriebswirtschaftliches Wissen erleichtert den Schritt in die Selbständigkeit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fischwirtschaftsmeister/innen?

Fachspezifische Kurse in Fischerei oder Fischwirtschaft halten dich über neue Technologien, Vermarktungsstrategien und Qualitätsstandards auf dem Laufenden. Solche Lehrgänge lassen sich meist flexibel neben dem Beruf absolvieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fischwirtschaftsmeister/in?

Ein nächster Schritt kann die Prüfung zum/zur Internationale/n Meister/in sein. Außerdem eröffnen Bachelor- oder Masterstudiengänge in Fischereiwesen, Aquakultur, Agrarbiologie, Agrarwissenschaft oder Agrarmanagement den Weg zu Leitungsfunktionen oder einer Tätigkeit in Forschung und Entwicklung.

3 Stellenangebote ansehen