Feldwebel im Truppendienst – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Feldwebel im Truppendienst

Auch bekannt als: Bundeswehrsoldat/in · Feldwebel bei der BundeswehrFeldwebel des TruppendienstesSoldat/inSoldat/in auf Zeit (Laufbahngruppe Unteroffiziere)TruppenfeldwebelUnteroffizierHauptbootsmann (Marine)HauptfeldwebelOberbootsmann (Marine)OberfeldwebelOberstabsbootsmann (Marine)OberstabsfeldwebelStabsbootsmann (Marine)StabsfeldwebelBootsmann (Marine)Feldwebel ·

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsorteals Gebirgsjägerfeldwebel: im Freien im alpinen Gelände · als Panzerfeldwebel: in Panzern · als Bootsmann: auf Schiffen · als Fallschirmjägerfeldwebel: an Bord von Flugzeugen · in der Flugsicherung: auf Flughäfen · in der Logistik: in Büroräumen · in der Ausbildung von Soldaten und Soldatinnen: auf Übungsplätzen, in Schulungs- und Übungsräumen · im Ausland, ggf. in Krisenregionen
Dauer3 Jahre

Über den Beruf

Feldwebel und Feldwebelinnen im Truppendienst führen militärische Einheiten und bilden Soldaten aus. Als Fallschirmjäger leiten sie Absprünge und Patrouillen; als Panzerfeldwebel steuern sie Kampfpanzer und trainieren die Besatzung. Gebirgsjäger befehligen Gruppen im alpinen Gelände, üben Winterkampf und organisieren Bergrettung. Luftwaffensicherungsfeldwebel schützen Flugplätze, Marinesicherungsbootsleute sichern Schiffe und führen Boardingteams. In der Feldjägertruppe kontrollieren sie Militärverkehr, ermitteln bei Vorfällen und übernehmen Objektschutz. Sie nutzen digitale Karten, Echtzeitdaten, Drohnen und vernetzte Fahrzeuge, um Lagebilder zu erstellen und Entscheidungen zu treffen. Auch unter Druck bleiben sie handlungsfähig, führen ihr Team und erhalten die Einsatzbereitschaft von Personal, Waffen und Fahrzeugen. Während multinationaler Missionen koordinieren sie ihre Gruppe selbstständig und halten Kontakt zu verbündeten Kräften.

Ausbildung & Zugang

BerufstypSoldatenlaufbahn
AusbildungsartAusbildung im Soldatenstatus bei der Bundeswehr (geregelt durch Soldatengesetz und Soldatenlaufbahnverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Hauptschulabschluss + abgeschlossene förderliche Berufsausbildung oder mittlerer Bildungsabschluss
  • Mindestalter 17 Jahre
  • Als Feldwebel im Truppendienst Verpflichtung für eine bestimmte Dienstzeit

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Feldwebel/in?

Die Bruttobesoldung liegt bei 36.612 € pro Jahr. Mit steigender Dienstzeit, höherem Dienstgrad und Zulagen – etwa für Auslands­einsätze oder besondere Funktionen – kann sie über 36.612 € hinausgehen.

Wie lange dauert die Ausbildung als Feldwebel/in?

Die Soldatenlaufbahn zum Feldwebel/zur Feldwebelin ist auf 3 Jahre angelegt. In dieser Zeit durchläufst du die militärische Grund- und Fachausbildung sowie mehrere Praxisphasen in deiner Teilstreitkraft.

Ist der Beruf als Feldwebel/in körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt eine sehr gute körperliche Fitness. Du trägst schwere Ausrüstung, bewegst dich im Gelände, kletterst, läufst mit Gepäck und musst auch in Zwangshaltungen konzentriert bleiben – Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit werden täglich gefordert.

Welche digitalen Skills braucht man als Feldwebel/in?

Digitale Kompetenz spielt eine große Rolle. Du solltest mit Geoinformationssystemen, Dokumentenmanagement-Software, taktischen Echtzeitdatensystemen, autonomen Robotern sowie vernetzten Militärkonvois (Platooning) sicher umgehen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feldwebel/in?

Die Tätigkeit ist von hoher Verantwortung und strengen Vorschriften geprägt. Du arbeitest im Team, führst Schusswaffen, trägst Schutzkleidung, bist häufig längere Zeit von zuhause weg und musst auch psychisch fordernde Situationen bewältigen.

Womit arbeitet man als Feldwebel/in?

Zum Alltag zählen moderne Waffensysteme, Funk- und Radaranlagen sowie militärische Fahrzeuge zu Land, zu Wasser und in der Luft. Zusätzlich nutzt du Dienstvorschriften, Karten, Ausbildungspläne und anderes Schulungsmaterial, um deine Einheit zu führen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Feldwebel/in?

Mit guten Leistungen kannst du in die Offizierslaufbahn wechseln und damit mehr Führungsverantwortung übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium, etwa in Wirtschaftsingenieurwesen oder Unternehmensführung/Management, eröffnet darüber hinaus Fach- und Leitungspositionen innerhalb der Bundeswehr.