Feldwebel im allgemeinen Fachdienst
Auch bekannt als: Bundeswehrsoldat/in · Feldwebel bei der Bundeswehr ·
Über den Beruf
Feldwebel im allgemeinen Fachdienst führen Soldaten, bilden sie aus und übernehmen technische oder organisatorische Fachaufgaben. Je nach ziviler Vorqualifikation betreiben sie serverbasierte IT-Netze, reparieren Rad- und Kettenfahrzeuge, warten Fluggeräte, steuern Nachschub oder bearbeiten Personalangelegenheiten. Sie planen Instandsetzungen, koordinieren Prüfarbeiten und überwachen Abläufe, wobei sie Vorschriften und Sicherheitsstandards strikt einhalten. Im Alltag kombinieren sie Handwerk, Administration und militärische Führung: Unter Stress treffen sie schnelle Entscheidungen, motivieren ihr Team und halten die eigene Fitness hoch. Digitale Werkzeuge wie Echtzeitdatensysteme, Predictive-Maintenance-Software oder elektronische Karten unterstützen sie bei Wartung, Aufklärung und Einsatzplanung. Ihre Arbeit hält Waffen, Fahrzeuge und Informationssysteme der Bundeswehr einsatzbereit – im Inland und bei Auslandsmissionen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- I.d.R. Hauptschulabschluss + abgeschlossene förderliche Berufsausbildung oder mittlerer Bildungsabschluss
- Oder bei Einstellung mit höherem Dienstgrad als Unteroffizier: Hauptschulabschluss + für die Verwendung verwertbarer Berufsabschluss
- Oder als Stabsunteroffizier: zusätzlich 2 Jahre Berufserfahrung in vergleichbarer Berufstätigkeit
- Mindestalter 17 Jahre bei Einstellung als Feldwebelanwärter/in im niedrigsten Mannschaftsdienstgrad
- Feldwebel im allgemeinen Fachdienst müssen sich für eine bestimmte Dienstzeit verpflichten
- Ohne verwertbaren Berufsabschluss ggf. Qualifizierung während der Dienstzeit in einem anerkannten Ausbildungsberuf (ZAW), mit Weiterbildungsmöglichkeit z.B. als Meister/in
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Die Bruttobesoldung liegt bei 36.612 € pro Jahr. Mit steigendem Dienstgrad und wachsender Dienstzeit erhöht sich das Einkommen, zudem können bei Auslandseinsätzen oder besonderen Funktionen Zuschläge hinzukommen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Die Ausbildung zum/zur Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst dauert regulär 3 Jahre. In dieser Zeit nimmst du an Fachlehrgängen, Führungsübungen und Praxisphasen teil.
Ist der Beruf als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich anspruchsvoll. Du trägst schwere Ausrüstung, absolvierst lange Märsche und musst dich unter schwierigen Geländebedingungen sicher bewegen können. Belastbare Muskeln und Ausdauer sind daher unverzichtbar.
Welche digitalen Skills braucht man als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Für den Dienst werden solide digitale Kompetenzen verlangt. Dazu gehören der Umgang mit Bildauswertungssoftware, digitalen Karten, Dokumentenmanagementsystemen sowie die Wartung von Fahrerassistenz- und Robotersystemen. Solche Fähigkeiten helfen dir, Informationen schnell auszuwerten und Technik einsatzbereit zu halten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Die Arbeitsbedingungen sind vielfältig, aber oft herausfordernd. Du trägst Verantwortung für dein Team, arbeitest unter strengen Dienstvorschriften und führst bei Bedarf Schusswaffen. Häufige Auslandseinsätze, Arbeiten im Freien oder in Werkhallen sowie das Tragen von Schutzkleidung gehören ebenso dazu.
Womit arbeitet man als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Gefragt ist der sichere Umgang mit IT-Anlagen, Radar- und Funkgeräten sowie komplexen Waffensystemen wie Panzern. Zusätzlich nutzt du Navigationssysteme, militärische Transportmittel und Unterlagen wie Karten oder Dienstvorschriften. Die Bandbreite reicht damit von Hardware-Werkzeugen bis zu digitalen Dokumenten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Feldwebel/in im allgemeinen Fachdienst?
Ein typischer Karriereschritt ist der Wechsel in die Offizierslaufbahn des militärfachlichen Dienstes. Darüber hinaus eröffnen ein Bachelor- oder Masterstudium, z.B. in Wirtschaftsingenieurwesen oder Fahrzeugtechnik, zusätzliche Einsatz- und Führungspositionen. Die Bundeswehr unterstützt solche Studiengänge unter bestimmten Voraussetzungen finanziell und organisatorisch.
