Fassadenmonteur/Fassadenmonteurin
Auch bekannt als: Fassadenbauer/in · Façade erector (m/f)
Über den Beruf
Fassadenmonteure und ‑monteurinnen vermessen Rohbauten mit Lot, Laser oder 3-D-Scanner und übertragen Maßangaben aus Detailzeichnungen. In der Werkstatt schneiden sie Profile zu, bohren Verbindungsstellen und fertigen Unterkonstruktionen. Auf der Baustelle richten sie Gerüste ein, setzen Verankerungsschienen und verschrauben Aluminium- oder Stahlrahmen. Darauf bringen sie Dämmstoffe, Schutzschichten und Fassadenelemente aus Glas, Metall, Keramik oder Naturstein an. Auch Photovoltaikmodule, smarte Glaselemente und Blitzschutzanlagen montieren sie passgenau und sturmsicher. Jede Lage prüfen sie auf korrekte Ausrichtung, Dichtheit und Belastbarkeit. Bei Sanierungen entfernen sie beschädigte Verkleidungen, ersetzen Dämmungen und verschließen Fugen neu. Materialreste entsorgen sie umweltgerecht und dokumentieren Arbeitsschritte per Aufmaß-App. Das Ergebnis ist eine langlebige Gebäudehülle, die vor Wetter schützt und das architektonische Erscheinungsbild prägt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fassadenmonteur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.147 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.609 € und 3.856 €. Mit wachsender Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen kannst du eher das obere Ende der Spanne erreichen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Fassadenmonteur/in?
Die anerkannte Ausbildung ist auf drei Jahre angelegt. In dieser Zeit erwirbst du alle praktischen und theoretischen Kenntnisse rund um Fassadenkonstruktion und -montage.
Welche Schulfächer sind wichtig für Fassadenmonteur/innen?
Für angehende Fassadenmonteure/innen sind vor allem Mathematik und Werken/Technik wichtig. Mathe brauchst du für exakte Maß- und Winkelberechnungen, handwerkliche Übung erleichtert dir das Zuschneiden und Montieren der Bauteile.
Ist der Beruf als Fassadenmonteur/in körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit ist körperlich fordernd. Du trägst schwere Glas- oder Metallelemente, arbeitest häufig auf Gerüsten und musst auch bei Hitze, Kälte oder Regen konzentriert bleiben – Schwindelfreiheit und Ausdauer sind also Pflicht.
Wie sind die Berufsaussichten als Fassadenmonteur/in?
Die Berufsaussichten als Fassadenmonteur/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das spielt dir in die Karten. Außerdem gehen viele erfahrene Kräfte in Rente, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040 voraussichtlich etwas, was langfristig für weniger Arbeitsplätze sorgen kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Fassadenmonteur/in?
Im Job solltest du sicher mit 3-D-Laserscannern umgehen können, um Maße digital zu erfassen. Planung- und Aufmaß-Apps sind ebenso Alltag wie der Einsatz von Exoskeletten beim Heben schwerer Bauteile. Zusätzlich ist Know-how über smarte Glas-, Keramik- oder Kunststofffassaden gefragt, die sich bei Sonneneinstrahlung automatisch anpassen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fassadenmonteur/in?
Du arbeitest überwiegend im Freien und oft in großer Höhe. Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Gerüste sowie Bohrmaschinen, Hebezeuge und Messgeräte gehören zum Tagesgeschäft. Kälte, Hitze, Nässe, Staub und Lärm sind ständige Begleiter, weshalb umsichtiges Arbeiten und Schutzkleidung unverzichtbar sind.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fassadenmonteur/in?
Nach der Ausbildung kannst du dein Wissen z.B. in den Bereichen Fassadenbau, Bauwerksabdichtung, Dämmtechnik oder Blitzschutzanlagen vertiefen. Kurse zu Bauschäden und -sanierung erweitern dein Einsatzspektrum und machen dich für anspruchsvollere Projekte interessant.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fassadenmonteur/in?
Erfahrene Fassadenmonteure/innen können die Prüfung zum/zur Polier/in im Hochbau ablegen und dabei ganze Baukolonnen leiten. Eine weitere Option ist die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik, etwa mit Schwerpunkt Hochbau oder Bausanierung. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Bauingenieurwesen, Gebäudetechnik oder Gebäudeenergietechnik eröffnen sich darüber hinaus Projektleitungs- und Planungsaufgaben.
