Fachplaner/Fachplanerin für Energie- und Gebäudetechnik
Auch bekannt als: Fachplaner/in für Elektro- und Informationstechnik
Über den Beruf
Fachplaner/innen für Energie- und Gebäudetechnik entwickeln und steuern elektrotechnische und automatisierte Systeme in Neubauten und Bestandsgebäuden. Sie berechnen Leistungsbedarf, legen Blitzschutz, Beleuchtung, Eigenstromversorgung oder Kommunikationsnetze aus und bewerten die Lösungen wirtschaftlich. Mithilfe von CAD und Building Information Modeling erstellen sie Verteiler-, Klemm- und Schaltschrankpläne, simulieren Anlagen in 3-D und programmieren Steuerungen für Heizungs-, Lüftungs- oder Home-Energy-Management-Systeme. Auf der Baustelle koordinieren sie Gewerke, überwachen Montage und Materialeinsatz und gleichen Qualität sowie Fortschritt mit dem Gesamtplan ab. Probeläufe, Messungen und Sicherheitsprüfungen zeigen, ob alle Komponenten zuverlässig zusammenarbeiten; anschließend dokumentieren sie die Ergebnisse und fertigen Unterlagen für Genehmigungsverfahren an. Je nach Projekt beraten sie Kundinnen und Kunden beim energieeffizienten Betrieb oder vertreiben passende technische Ausrüstung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. Meisterprüfung z.B. als Elektrotechnikermeister/in (Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik oder Systemelektronik) oder Informationstechnikermeister/in
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.166 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.469 € und 5.070 €. Tarifverträge oder zusätzliche Spezialkenntnisse können das Einkommen weiter steigern.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Die Vollzeit-Weiterbildung dauert in der Regel 1 Jahr. Entscheidest du dich für eine berufsbegleitende Teilzeitvariante, verlängert sich die Dauer entsprechend.
Ist der Beruf als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert vor allem funktionsfähige Arme und Hände, etwa beim Montieren von Breitbandkabeln oder Antennenanlagen. Ein gutes Farbsehvermögen ist wichtig, um Leitungen anhand ihrer Farbcodierung sicher zuzuordnen. Größere Muskelkraft ist dagegen selten gefragt.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Die Berufsaussichten als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was zusätzliche Jobs schafft. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden also eher schnell besetzt – das erhöht die Konkurrenz unter Bewerber/innen.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Gefragt ist der sichere Umgang mit vernetzten Gebäudesystemen wie Connected Buildings oder Home-Energy-Management-Systemen. Du solltest Low-Power-Wide-Area-Netzwerke (LP-WAN) dimensionieren, Dokumentenmanagementsysteme für Genehmigungs- und Planungsunterlagen nutzen und Aktorik in Ambient-Assisted-Living-Anwendungen integrieren. Auch das digitale Abbilden von Wirtschaftlichkeitsdaten gehört zum Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Im Büro verbringst du viel Zeit am Bildschirm, erstellst Pläne und nimmst an Koordinationsbesprechungen teil. Auf Baustellen gilt Schutzhelm- und Sicherheitsschuh-Pflicht, dazu kommt Verantwortung für Mitarbeiter/innen und teure Anlagen. Vorschriften zum Energiesparen sowie Normen und Gesetze musst du fortlaufend im Blick behalten.
Kann man sich als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik selbständig machen?
Ja, möglich ist zum Beispiel die Gründung eines eigenen Elektroinstallationsbetriebs. So kannst du Planung, Installation und Service aus einer Hand anbieten und sowohl private als auch gewerbliche Kunden betreuen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Du kannst dich fachlich vertiefen, etwa in SPS-Programmierung, Gebäudeleittechnik oder elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Wer in Richtung Management will, profitiert von Kursen in Controlling, Finanz- und Rechnungswesen oder allgemeinem betriebswirtschaftlichem Know-how. So baust du sowohl technische als auch kaufmännische Kompetenzen aus.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachplaner/in für Energie- und Gebäudetechnik?
Ein nächster Schritt kann ein Bachelor- oder Masterstudium in Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik oder Technischem Gebäudemanagement sein. Auch Fachrichtungen wie Facility-Management, Elektrotechnik oder Energietechnik eröffnen dir den Weg zu Projektleitungs- oder Führungsaufgaben, zum Beispiel in Ingenieurbüros oder im technischen Facility-Management. Damit qualifizierst du dich für strategische Planungs- und Leitungspositionen.
