Fachlehrer/Fachlehrerin an Forstlichen Bildungszentren
Über den Beruf
Fachlehrer und Fachlehrerinnen an forstlichen Bildungszentren vermitteln angehenden Forstwirten und Forstwirtinnen sowie berufserfahrenen Waldarbeitern aktuelles Know-how rund um Waldpflege und Holzernte. Sie entwickeln Lehrpläne, bereiten Unterricht in Pflanzen- und Bodenkunde, Forstschutz, Landschaftspflege und Naturschutz vor und nutzen dafür Lernsoftware, Videos und digitale Whiteboards. Im Gelände leiten sie arbeitstechnische Schulungen, zeigen den sicheren Umgang mit Motorsäge, Seilwinde oder Kletterausrüstung und begleiten Baumfällungen. Prüfungsaufgaben entwerfen, mündliche, schriftliche und praktische Tests durchführen und Leistungen bewerten gehört ebenso zum Alltag wie die Auswahl passender Lehrmittel und die Mitarbeit an der Schulorganisation. Bei Motorsägenkursen oder Baumfällübungen führen sie jeden Arbeitsschritt vor, beobachten die Ausführung der Lernenden und beurteilen anschließend das Ergebnis.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine Weiterbildung im forstwirtschaftlichen bzw. forsttechnischen Bereich oder ein entsprechendes Studium vorausgesetzt.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.912 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung und je nach Bundesland kannst du zwischen 4.068 € und 5.969 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren?
Die Berufsaussichten als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren sind gut. Die Beschäftigung in diesem Berufsfeld wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen und das verbessert deine Chancen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passendem Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren?
Fachlehrer/innen wechseln regelmäßig zwischen Unterrichtsraum, Büro und Waldgelände. Sie tragen Verantwortung für Auszubildende, arbeiten am Bildschirm an Lehrplänen und stehen bei Praxisübungen draußen – auch bei Kälte, Nässe oder Hitze. Dadurch brauchst du sowohl Organisationsgeschick als auch die Bereitschaft, im Freien körperlich anzupacken.
Womit arbeitet man als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren?
Fachlehrer/innen arbeiten im Unterricht mit Beamer, Smartboard, Whiteboard, Prüfungsunterlagen und Fachliteratur. Für den Praxisteil kommen Motorsägen, Holzerntemaschinen, Seilwinden und Kletterausrüstung zum Einsatz, während PC, Internetzugang und Videokonferenztools die Vorbereitung erleichtern.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachlehrer/innen an Forstlichen Bildungszentren?
Fachlehrer/innen können sich in Lernpädagogik, Fachdidaktik oder Schulpädagogik weiterbilden, um ihren Unterricht zu verfeinern. Eine Spezialisierung in Forst- und Jagdwirtschaft oder Naturschutz hält dich fachlich auf dem neuesten Stand. Kurse in Erwachsenenbildung oder Lernberatung erweitern dein Profil Richtung Coaching.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachlehrer/in an Forstlichen Bildungszentren?
Für höhere Positionen bietet sich ein Masterstudium in Erziehungs- und Bildungswissenschaft oder in Forstwissenschaft an. Damit qualifizierst du dich etwa für die Leitung eines Bildungszentrums oder für die Mitarbeit an landesweiten Lehrplänen. Wer tiefer in die Forschung einsteigen möchte, kann anschließend promovieren und an Hochschulen lehren.
