Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Fachkrankenpfleger/Fachkrankenpflegerin für Palliativ- und Hospizpflege

Auch bekannt als: Fachkrankenschwester/-pfleger - Palliativ- und Hospizpflege · Palliativpflegefachkraft · Pflegefachkraft für Palliativ-Pflege

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Patientenzimmern · in Behandlungsräumen · in Büroräumen bzw. Stationszimmern · bei Patienten zu Hause (bei ambulanter Pflege)
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen213

Über den Beruf

Fachkrankenpfleger/innen für Palliativ- und Hospizpflege begleiten unheilbar kranke und sterbende Menschen, lindern Schmerzen und erhalten möglichst viel Lebensqualität. Sie wechseln Verbände, reinigen Wunden, messen Vitalwerte und verabreichen Medikamente oder Infusionen nach ärztlicher Anordnung. Mit Erfahrung in Schmerztherapie planen sie pflegerische Maßnahmen, berücksichtigen seelische, soziale und kulturelle Bedürfnisse und schaffen eine ruhige Umgebung. Sie beraten Patient/innen sowie Angehörige, erklären Therapieoptionen und unterstützen beim Entlass- oder Hospizmanagement. In Visiten bringen sie Beobachtungen zu Nebenwirkungen ein, koordinieren Hilfsmittel und überwachen den Arzneimittelbestand. Pflegeschritte dokumentieren sie digital in Krankenhausinformationssystemen oder mobilen Apps, oft auch per Telecare. Durch kontinuierliche Qualitätssicherung und Hygienemaßnahmen sichern sie professionelle Standards und geben Menschen in ihrer letzten Lebensphase Halt.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Fachpfleger/in
AusbildungsartWeiterbildung im Gesundheitswesen (landesrechtlich geregelt)
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Abschlussprüfung in einem einschlägigen Gesundheitsfachberuf
  • Zusätzlich Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.788 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Tarifbindung und Region kannst du mit Beträgen zwischen 4.123 € und 5.480 € rechnen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Die Weiterbildungsdauer ist nicht einheitlich geregelt. Sie variiert je nach Bildungsanbieter, Lernform (Vollzeit oder Teilzeit) und der Zahl der Unterrichtsstunden.

Ist der Beruf als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Du musst Patienten umbetten, lange stehen und Hilfsmittel wie Rollbetten bewegen, wofür Rücken-, Arm- und Beinkraft sowie Ausdauer nötig sind. Eine robuste Gesundheit schützt außerdem vor Infektionsrisiken.

Wie sind die Berufsaussichten als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Die Berufsaussichten als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz sinkt bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Digitale Kompetenz wird immer wichtiger. Du solltest dich mit elektronischer Pflegedokumentation (ePD), Ambient-Assisted-Living-Systemen, vernetzten Tourenplanungs-Tools, Therapie- und Pflegerobotern oder Exoskeletten auskennen und sie sicher bedienen können. Auch Grundwissen zu intelligenten Implantaten und deren Überwachung erleichtert dir den Arbeitsalltag.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Die Arbeit findet im Team statt und trägt große Verantwortung für schwerkranke Menschen. Gefühlsmäßig belastende Situationen, langes Stehen sowie das Tragen von Schutzkleidung gehören zum Alltag. Technische Geräte wie Blutdruck- oder Beatmungsgeräte kommen regelmäßig zum Einsatz.

Kann man sich als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Mit ausreichender Berufserfahrung kannst du zum Beispiel einen eigenen ambulanten Pflege- und Sozialdienst gründen; Beratung zur Existenzgründung bieten etwa der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und andere Fachverbände.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Nach der Zusatzqualifikation kannst du dich fachlich weiterentwickeln, etwa in Palliativpflege, Schmerztherapie, Hygienemanagement oder medizinischer Dokumentation. Kurse zu Gesprächsführung oder Pflegedokumentation vertiefen deine Beratungskompetenz. Solche Seminare halten dich fachlich auf dem neuesten Stand und erhöhen deine Aufstiegschancen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkrankenpfleger/in für Palliativ- und Hospizpflege?

Für den nächsten Karriereschritt kommt vor allem ein Studium infrage. Ein Bachelor oder Master in Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Gesundheitsmanagement oder auch Humanmedizin eröffnet dir Leitungsfunktionen oder den Wechsel in Forschung und Lehre. Durch die Weiterbildung erhältst du in vielen Bundesländern sogar ohne Abitur den Hochschulzugang.

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