Staatlich geprüfte Fachkraft für Brennereiwesen
Über den Beruf
Fachkräfte für Brennereiwesen wählen Obst, Getreide oder Kräuter aus und verwandeln sie in hochwertige Destillate. Sie prüfen Reifegrad und Aromagehalt, stellen Malz und Maische her und steuern Temperatur sowie Hefezugabe während der Gärung. Anschließend destillieren sie die vergorene Maische in oft digital überwachten Anlagen, trennen Vor-, Mittel- und Nachlauf und filtern das klare Destillat. Mit Wasser bringen sie Brände auf Trinkstärke, füllen sie in Fässer oder Flaschen und etikettieren die Chargen. Die Fachkräfte reinigen und warten Brennblasen, Pumpen und Sensoren, dokumentieren jede Charge und führen Laboranalysen durch. Sie kalkulieren Alkoholsteuer, erfüllen Hygiene- und Zollvorgaben und kümmern sich um Einkauf, Lagerhaltung und Vertrieb. Häufig betreiben sie eigene Obstgärten, pflegen Streuobstwiesen und präsentieren ihre Produkte direkt beim Hofverkauf oder in moderierten Verkostungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf, möglichst im landwirtschaftlichen Bereich
- Mind. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis
- I.d.R. Hauptschulabschluss
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Fachkraft für Brennereiwesen?
Fachkräfte für Brennereiwesen verdienen typischerweise 3.491 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region liegen die Monatsgehälter meist zwischen 2.917 € und 4.263 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Fachkraft für Brennereiwesen?
Die Weiterbildung in Teilzeit umfasst rund 1,5 Jahre. Unterricht und Praxisphasen sind oft so gelegt, dass du parallel in deinem Betrieb weiterarbeiten kannst.
Ist der Beruf als Fachkraft für Brennereiwesen körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich durchaus fordernd. Du hebst schwere Säcke, stehst lange an Brennblasen und wechselst zwischen warmen Produktionsräumen, kühlen Kellern und dem Freien. Ein guter Geruchs- und Geschmackssinn sowie widerstandsfähige Haut sind ebenfalls wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Fachkraft für Brennereiwesen?
Die Berufsaussichten als Fachkraft für Brennereiwesen sind ausgeglichen. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell gering – offene Stellen werden schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden; die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Fachkraft für Brennereiwesen?
Digitale Kompetenzen werden zunehmend wichtig. Du solltest vernetzte Produktionsanlagen und Sensorik nutzen, Maschinendaten per MDE-System auswerten und Wartungszyklen mit Predictive-Maintenance-Software planen. Auch Apps zur Prozessüberwachung und der Einsatz von Cobots können Teil deines Alltags sein.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Fachkraft für Brennereiwesen?
Die Arbeitsumgebung wechselt häufig: Du bewegst dich zwischen warmen Brennräumen, kühlen Lagern, dem Freien und dem Büro. Schutzkleidung wie Gummistiefel oder Gehörschutz ist je nach Tätigkeit Pflicht. Neben Maschinenarbeit und schwerem Heben gehört auch Kundenkontakt bei Verkostungen dazu.
Kann man sich als Fachkraft für Brennereiwesen selbständig machen?
Ja, viele Fachkräfte eröffnen eine eigene Brennerei. Dabei verantwortest du nicht nur die Produktion, sondern auch Vertrieb, Marketing sowie steuer- und zollrechtliche Pflichten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Fachkräfte für Brennereiwesen?
Sinnvolle Angebote reichen von Kursen in Getränkeherstellung und Brauereiwesen bis zu Seminaren in Lebensmittelhygiene oder Lebensmittelrecht. Damit vertiefst du Spezialwissen und qualifizierst dich für Technik-, Qualitäts- oder Vertriebsaufgaben.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Fachkraft für Brennereiwesen?
Ein Aufstieg führt häufig über ein Studium. Mit deinem Weiterbildungsabschluss kannst du etwa einen Bachelor in Brauerei- und Getränketechnologie oder Lebensmittelchemie anschließen und dich so für Entwicklung, Qualitätsmanagement oder Leitungsfunktionen qualifizieren.
