Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Orthopädie und Unfallchirurgie
Auch bekannt als: Orthopäde/-pädin und Unfallchirurg/in · Orthopäde/Orthopädin ·
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Orthopädie und Unfallchirurgie diagnostizieren Verletzungen, Fehlbildungen und Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparats. Sie führen Anamnesegespräche, tasten schmerzhafte Regionen ab und werten Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen aus. Auf dieser Basis legen sie Therapiepläne fest: von Gips und Schmerzmedikamenten über Injektionen und Krankengymnastik bis zu komplexen Operationen an Wirbelsäule, Hüfte oder Gelenken. Im OP richten sie Brüche, ersetzen Gelenke mit Endoprothesen und versorgen Gefäß- oder Nervenschäden, oft mithilfe minimalinvasiver Instrumente und computerassistierter Navigationssysteme. Akute Notfälle wie Mehrfachverletzungen versorgen sie sofort und leiten lebensrettende Maßnahmen ein. Nach dem Eingriff kontrollieren sie Wundheilung, passen orthopädische Hilfsmittel an und koordinieren Rehabilitationsprogramme mit Physio- und Ergotherapeuten. Zusätzlich verfassen sie Gutachten, dokumentieren Befunde und prüfen Abrechnungen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit zunehmender Erfahrung, Zusatzqualifikationen oder Verantwortung als Ober- bzw. Chefarzt kann dein Einkommen deutlich darüber liegen, vor allem in großen Kliniken oder einer eigenen Praxis.
Wie lange dauert die Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie?
Die Facharztweiterbildung dauert regulär 6 Jahre. In dieser Zeit rotierst du durch verschiedene chirurgische und orthopädische Abteilungen, sammelst OP-Routine und schließt die Weiterbildung mit der Prüfung bei der Landesärztekammer ab.
Ist der Beruf als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in körperlich anstrengend?
Der Beruf stellt hohe körperliche Anforderungen. Bei stundenlangen Operationen musst du ausdauernd stehen, deine Hände präzise führen und ein gutes Farbsehvermögen besitzen. Eine robuste Gesundheit und Belastbarkeit helfen dir, Nachtdienste und Notfalleinsätze zu meistern.
Wie sind die Berufsaussichten als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Die Berufsaussichten als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Digitale Kompetenzen werden immer wichtiger. Du solltest 3-D-Simulationen und computerassistierte Navigationssysteme einsetzen können, mit elektronischen Patientenakten arbeiten und AR-gestützte Eingriffe oder digitale Zwillinge sicher nutzen. Wissen zu 3-D-Druck, Exoskeletten und intelligenten Implantaten verschafft dir zusätzliche Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Die Arbeit bringt viel Verantwortung für verletzte oder schwerkranke Menschen mit sich. Du pendelst zwischen OP-Saal, Sprechstunde und Dokumentation am Bildschirm, trägst Schutzkleidung und arbeitest eng mit Pflegekräften sowie anderen Fachärzt/innen zusammen. Präzisionsarbeit, Nachtdienste und emotionale Belastungen gehören dabei zum Alltag.
Womit arbeitet man als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Zum Arbeitsalltag gehören bildgebende Geräte wie Ultraschall-, Röntgen- und CT-Systeme, chirurgische Instrumente, Implantate und diverse Medikamente. Außerdem nutzt du Klinik-Informationssysteme, pflegst Patientendaten am PC und greifst auf Befunde, Fachpublikationen oder Rechtsvorschriften zurück.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Orthopäden/Orthopädinnen und Unfallchirurgen/Unfallchirurginnen?
Du kannst dich nach der Facharztanerkennung in Bereichen wie Orthopädie, Rheumatologie oder Medizintechnik spezialisieren. Fortbildungen zu Strahlenschutz, Hygiene, Case-Management oder Gesundheitsmanagement erweitern dein Know-how und halten dich bei neuen Implantaten und OP-Methoden auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Orthopäde/in und Unfallchirurg/in?
Aufstiegschancen eröffnen vor allem akademische Zusatzabschlüsse. Ein Master in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie oder Public Health qualifiziert dich für Leitungsfunktionen in Kliniken oder im Gesundheitswesen. Für eine wissenschaftliche Karriere oder Chefarztposten wird meist zuerst eine Promotion und später häufig auch eine Habilitation erwartet.
