Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Auch bekannt als: Kieferchirurg/in · Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in ·
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie diagnostizieren Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen im gesamten Gesichtsbereich, planen Therapien und führen operative Eingriffe durch. Nach Anamnese und Bildgebung – etwa Röntgen, CT oder 3-D-Simulation – entfernen sie Weisheitszähne, setzen Implantate, verlagern Kiefer, behandeln Tumore oder rekonstruieren Knochen und Weichgewebe nach Unfällen. Komplexe Schritte steuern sie häufig mit computerassistierten Navigationssystemen, 3-D-gedruckten Schablonen oder Augmented-Reality-Brillen. Sie erkennen schlafbezogene Atemwegsverengungen, leiten minimalinvasive Maßnahmen ein und übernehmen die plastisch-ästhetische Korrektur von Narben oder Fehlstellungen. Vor jeder Therapie beraten sie Patientinnen und Patienten umfassend über Befunde, Alternativen und Kosten, sichern Schmerzmanagement und postoperative Nachsorge. Im Klinikalltag koordinieren sie Teams, führen Bereitschaftsdienste, erstellen Gutachten und dokumentieren jede Behandlung in der elektronischen Patientenakte. Ihr Einsatz stellt Kaufunktion, Sprache und natürliche Gesichtsästhetik wieder her.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung
- Zusätzlich für den Abschluss der Facharztweiterbildung Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie: zahnärztliches Staatsexamen
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.849 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.992 € und 7.295 €. In leitenden Klinikfunktionen oder mit eigener Praxis kann das Einkommen noch höher ausfallen.
Wie lange dauert die Facharztweiterbildung in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie?
Die Weiterbildung umfasst regulär fünf Jahre in Vollzeit. Entscheidest du dich für Teilzeit, verlängert sich die Dauer entsprechend.
Ist der Beruf als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in körperlich anstrengend?
Ja, Operationen verlangen stundenlanges Stehen und höchste Präzision mit Händen und Fingern. Eine belastbare Wirbelsäule, viel Ausdauer und ein sicheres Farbsehvermögen sind deshalb unerlässlich.
Wie sind die Berufsaussichten als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in?
Die Berufsaussichten sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in?
Im OP setzt du computerassistierte 3-D-Navigation und Augmented-Reality-Technik ein. Kenntnisse im 3-D- und 4-D-Druck, beim Erstellen digitaler Zwillinge, im Umgang mit der elektronischen Patientenakte sowie im Einsatz von KI-Agenten zur Datenauswertung werden immer wichtiger.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in?
Die Tätigkeit findet in OP-Sälen, Behandlungs- und Büroräumen statt und ist von hoher Verantwortung geprägt. Du arbeitest eng im Team, trägst Schutzkleidung, dokumentierst digital und musst emotional belastende Situationen ebenso bewältigen wie millimetergenaue Feinarbeit.
Kann man sich als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in selbständig machen?
Ja, viele Fachärztinnen und Fachärzte eröffnen eine eigene Praxis oder beteiligen sich an einer Privatklinik. Damit übernimmst du zwar unternehmerisches Risiko, kannst aber Behandlungsangebot und Arbeitsorganisation selbst gestalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen/innen?
Fachkurse in Implantologie, Medizintechnik, Strahlenschutz, Hygiene oder chirurgischen Spezialverfahren halten dein Wissen aktuell. Ergänzend bieten sich Fortbildungen in Gesundheits- und Case-Management oder Forschung und Entwicklung an.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg/in?
Ein Master in Gesundheitsmanagement, Public Health oder Zahnmedizin kann dich für Leitungsaufgaben qualifizieren. Mit einer Promotion verbesserst du deine Chancen auf Oberarzt- oder Chefarztstellen und einen Wechsel in die Forschung. Eine Habilitation ebnet dir schließlich den Weg zur Professur an einer Universität.
