Facharzt/Fachärztin Fachrichtung Innere Medizin
Auch bekannt als: Internist/in · Internal medicine physician (m/f) ·
Über den Beruf
Fachärzte und Fachärztinnen für innere Medizin diagnostizieren und behandeln Erkrankungen von Herz, Lunge, Verdauungsorganen, Leber, Nieren sowie Blut- und Immunsystem. Nach Anamnese und körperlicher Untersuchung nutzen sie Laborwerte, Ultraschall, Endoskopie, EKG oder CT, um Befunde abzusichern. Sie leiten medikamentöse Therapien ein, führen kleinere Eingriffe wie Punktionen durch und erkennen akute Notfälle, in denen sie sofort lebensrettend handeln. Chronische Leiden wie Diabetes oder Bluthochdruck überwachen sie langfristig, beraten zu Ernährung, Bewegung und Impfungen und organisieren Reha-Maßnahmen. Elektronische Patientenakten, KI-gestützte Bildanalyse und Krankenhausinformationssysteme erleichtern dabei Dokumentation und Therapieplanung. Zusätzlich erstellen sie Gutachten, kontrollieren Abrechnungen und koordinieren mit Kolleg/innen anderer Fächer. Bei komplexen Multiorganerkrankungen behalten sie den Überblick und begleiten Patient/innen häufig über viele Jahre.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Approbation als Arzt/Ärztin oder Erlaubnis zur Berufsausübung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 88.848 € und 114.108 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen oder einer Leitungsfunktion kannst du an die obere Tarifgrenze heranrücken.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Die fachärztliche Weiterbildung umfasst regulär 5 Jahre in Vollzeit. Während dieser Zeit rotierst du durch verschiedene Abteilungen und musst festgelegte Untersuchungen sowie Eingriffe nachweisen.
Ist der Beruf als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute körperliche Verfassung: Langes Stehen bei Untersuchungen und präzise Arbeiten belasten Wirbelsäule, Arme und Hände. Ausdauer und robuste Gesundheit helfen dir zudem bei Diensten in der Nacht oder an Wochenenden.
Wie sind die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Die Berufsaussichten als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerbern in die Karten spielt. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Positionen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Gefragt sind der souveräne Umgang mit elektronischer Patientenakte, Krankenhausinformationssystemen und KI-gestützten Diagnosesystemen. Wenn du Augmented-Reality-Technik bei Herzkatheter-Eingriffen, 3-D-Simulationen oder Nano- und Mikroroboter sicher beherrschst, bist du für künftige Entwicklungen bestens gerüstet.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Die Tätigkeit spielt sich vor allem in Kliniken oder Praxen ab und erfordert enge Teamarbeit mit Pflegekräften und anderen Fachrichtungen. Hohe Verantwortung, Präzisionsarbeit an Geräten wie Ultraschall oder CT, viel Dokumentation am Bildschirm sowie Schicht- und Notdienste prägen den Alltag.
Kann man sich als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin selbständig machen?
Ja, viele Internist/innen entscheiden sich für eine eigene Praxis oder beteiligen sich als Teilhaber/innen an Gemeinschaftspraxen oder Privatkliniken. Vorab solltest du Finanzierung, Praxisorganisation und die Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung sorgfältig planen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Regelmäßige ärztliche Fachfortbildungen sind Pflicht, darüber hinaus kannst du dich in Medizintechnik, Strahlenschutz oder Hygienequalifikationen spezialisieren. Lehrgänge in Gesundheits- oder Case-Management bereiten dich auf Leitungsaufgaben vor, während Seminare zu Forschung und Entwicklung den Weg in klinische Studien erleichtern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin?
Karrierechancen eröffnen sich vor allem über akademische Titel und Managementwissen. Eine Promotion qualifiziert dich für Ober- oder Chefarztpositionen und für Forschungsaufgaben. Mit einem Master in Gesundheitsmanagement, -ökonomie oder Public Health kannst du Führungsaufgaben im Krankenhaus- oder Versorgungsmanagement übernehmen. Die Zusatzbezeichnung Algesiologe/Algesiologin oder eine Habilitation ebnen schließlich den Weg zur Professur.
