Dokumentar/Dokumentarin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Dokumentar/Dokumentarin

Auch bekannt als: Information scientist (m/f) · Information specialist (m/f)

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein den Räumen von Archiven, Magazinen und Depots · in Büro- und Besprechungsräumen · in Lesesälen · in Seminarräumen und Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen78

Über den Beruf

Dokumentare und Dokumentarinnen recherchieren Fachliteratur, Patente oder Mediendateien, wählen passende Datenbanken aus und entwickeln präzise Suchstrategien. Sie erschließen Inhalte formal und inhaltlich, vergeben Schlagwörter, erstellen Abstracts und pflegen Thesauri oder Klassifikationen, damit Informationen schnell gefunden werden. Dabei bauen sie Datenbanken, digitale Sammlungen und Websites auf, kontrollieren Indexierung und Datenqualität und aktualisieren Bestände durch Kassation und Neuzugänge. Für Unternehmen, Medienhäuser oder Forschungseinrichtungen analysieren sie den Informationsbedarf, beraten Kundschaft zu Kosten und Zugängen, erstellen Rechercheprotokolle und bereiten Ergebnisse verständlich auf, etwa als Newsletter oder interaktive Reports. Sie verhandeln Verträge mit externen Anbietern und dokumentieren Systeme, um einen zuverlässigen Wissensfluss zu sichern. Zudem evaluieren sie KI-gestützte Tools zur automatischen Verschlagwortung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium der Bibliotheks-, Informationswissenschaft verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig ein Doktorgrad, z.B. Dr. phil., vorausgesetzt; für eine Professur kann zudem eine Promotion oder Habilitation nötig sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Dokumentar/in?

Dokumentar/innen verdienen typischerweise 4.702 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und je nach Region kannst du zwischen 3.739 € und 5.852 € erreichen.

Wie sind die Berufsaussichten als Dokumentar/in?

Die Berufsaussichten als Dokumentar/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Für Arbeitgeber wird es bis dahin schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Stellen werden noch recht zügig besetzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Dokumentar/in?

Aktuelle Projekte verlangen von Dokumentar/innen den souveränen Umgang mit spezialisierten Softwarelösungen. Dazu gehören Audio-Mining-Systeme, Bibliotheks- oder Dokumentenmanagementsysteme, Content-as-a-Service-Plattformen, Content-Automation-Tools sowie digitales Sammlungsmanagement. Auch der Umgang mit KI-gestütztem Wissensmanagement wird wichtiger, damit du Daten korrekt beschaffst, systematisierst und bewertest.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Dokumentar/in?

Der Arbeitsalltag spielt sich überwiegend in Büros, Seminar- oder Lesesälen und am Bildschirm ab. Du hast regelmäßig Kundenkontakt, musst dokumentationsrechtliche Vorgaben beachten und trägst bei Lehrveranstaltungen Verantwortung für Studierende. Die Tätigkeit verlangt daher Genauigkeit, Kommunikationsfreude und die Bereitschaft, lange am Computer zu arbeiten.

Womit arbeitet man als Dokumentar/in?

Dokumentar/innen nutzen vielseitige Informationsquellen wie Fachzeitschriften, Patente, audiovisuelle Medien und Onlinedatenbanken. Hinzu kommen Computertechnik mit Betriebssystemen, Netzwerken, Datenbank-Software und Content-Management-Systemen, oft als Cloud-Dienst. Rechercheunterlagen sowie Standard-Büroausstattung wie PC, Internetzugang oder Beamer gehören ebenfalls zum täglichen Equipment.

Kann man sich als Dokumentar/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Profis eröffnen ein eigenes Büro für Informations- und Dokumentationsdienstleistungen und übernehmen Recherche-, Datenaufbereitungs- oder Beratungsprojekte für unterschiedliche Auftraggeber.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Dokumentar/in?

Du kannst dich in Bereichen wie Informations- und Dokumentationswesen, Wissensmanagement, Bibliothekswesen oder professioneller Online-Recherche fortbilden. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Dokumentar/in?

Ein Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft oder des Informationsmanagements ebnet den Weg in Leitungs- und Strategiepositionen. Damit kannst du Teams führen oder das Informationsmanagement ganzer Einrichtungen verantworten.

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