Deponieleiter/Deponieleiterin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Deponieleiter/Deponieleiterin

Auch bekannt als: Landfill manager (m/f)

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortean Leitständen · in Hallen an Betriebsanlagen zur Abfallbehandlung · im Freien · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen2

Über den Beruf

Deponieleiter/innen organisieren den reibungslosen Betrieb von Ablagerungsstätten und sorgen dafür, dass angelieferter Haus- und Gewerbeabfall fachgerecht eingelagert wird. Sie planen Anliefertermine, prüfen Art und Menge des Materials gegen die Angaben der Erzeuger und steuern den Einbau der Abfälle in der Deponie. Vom Leitstand aus überwachen sie Förderanlagen, interpretieren Messwerte und schalten bei Störungen auf Handbetrieb um. Regelmäßig entnehmen sie Proben, werten Analyseergebnisse aus und setzen Umwelt- sowie Sicherheitsvorgaben konsequent durch. Berechnungen zu Stoffmengen, Transportleistungen und Hebezeugen helfen, Maschinen und Personal wirtschaftlich einzusetzen. Zudem halten sie das Gelände instand, entscheiden über Wartungen, erstellen Investitionsvorschläge und entwickeln neue Verfahren, etwa zur Nutzung von Deponiegas oder zur Vermarktung recycelbarer Stoffe. Als Führungskräfte erstellen sie Dienstpläne, unterweisen Mitarbeitende und dokumentieren alle Betriebsdaten für eine kosteneffiziente, gesetzeskonforme Abfallentsorgung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für diese Tätigkeit wird oft eine Weiterbildung in Abfallwirtschaft oder Umwelttechnik verlangt, alternativ ein passendes Studium in diesem Bereich.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Deponieleiter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.047 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 5.115 € und 6.961 €. Mit wachsender Verantwortung oder in Ballungsräumen kannst du am oberen Ende dieser Spanne landen.

Wie sind die Berufsaussichten als Deponieleiter/in?

Die Berufsaussichten als Deponieleiter/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, daher sind offene Stellen schwer zu besetzen – ein Pluspunkt für Bewerber/innen. Bis 2040 sinkt zudem die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung im Beruf bis 2040, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Deponieleiter/in?

Der Beruf bringt Verantwortung für Sachwerte und Mitarbeitende sowie den Umgang mit zahlreichen gesetzlichen Vorgaben mit sich. Du wechselst zwischen Leitstand, Büro und Außengelände, trägst Schutzkleidung und arbeitest bei Kälte, Hitze, Nässe oder unter Einflüssen von Staub und Gasen. Auch regelmäßige Bildschirmarbeit für Organisation und Dokumentation gehört dazu.

Womit arbeitet man als Deponieleiter/in?

Zum Alltag gehören große Anlagen wie Recycling-, Verbrennungs- und Sondermüllbeseitigungsanlagen sowie Kräne und Hebezeuge. Du arbeitest außerdem mit Berechnungen, Protokollen, Lieferdokumenten und Umwelt- sowie Sicherheitsrichtlinien und nutzt dafür PC, Telefon und Internetzugang.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Deponieleiter/in?

Fachspezifische Kurse in Abfallwirtschaft, Entsorgung, Sondermüll, Altlasten oder Bodenschutz halten dein Wissen aktuell. Ergänzend kannst du dich in Themen wie Recycling, Maschinen- und Anlagenbetrieb, Arbeits- und Anlagensicherheit oder Umweltrecht fortbilden, um mehr Verantwortung zu übernehmen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Deponieleiter/in?

Ein Studium in Abfall- und Entsorgungstechnik kann den Weg in höhere Management- oder Planungspositionen ebnen. Damit qualifizierst du dich, größere Entsorgungsbetriebe zu leiten oder als Fachberater/in für Kommunen und Industrie tätig zu werden.

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