Dekontreiniger/Dekontreinigerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Dekontreiniger/Dekontreinigerin

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Dekontwerkstätten, z.B. von Kernkraftwerken · in Laboren · auf Baustellen · im Freien
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Über den Beruf

Dekontreiniger und Dekontreinigerinnen beseitigen radioaktive, chemische und biologische Kontaminationen an Anlagen, Böden und Geräten. Sie lokalisieren Schadstellen, analysieren Proben und bestimmen geeignete Schutzmaßnahmen. Als Fachleute für Strahlenschutz führen sie Dosismessungen am Personal durch und beraten beim Umgang mit Gefahrstoffen. Anschließend errichten sie Wechselzonen für Schutzkleidung, schirmen Arbeitsbereiche ab und überwachen permanent Strahlung oder Schadstoffkonzentration. Belastete Bauteile zerlegen sie, tragen verseuchten Boden ab oder reinigen Oberflächen mit Hochdruck-, chemischen oder thermischen Verfahren. Sortierte Reststoffe klassifizieren sie nach Aktivitäts- oder Gefahrenklasse, verpacken sie sicher und organisieren die Entsorgung als Sondermüll. Alle Mess- und Prüfdaten protokollieren sie und prüfen, ob gesetzliche Grenzwerte eingehalten werden, bevor ein Bereich wieder freigegeben wird.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang ist keine festgelegte Ausbildung vorgeschrieben. Vorteilhaft kann jedoch ein abgeschlossener Lehrgang als Fachkraft für Dekontamination/Radioaktive Stoffe (Dekontfachkraft) sein.

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Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Dekontreiniger/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.387 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.484 € und 6.158 €. Gefahren- oder Schichtzulagen können das Einkommen zusätzlich erhöhen.

Wie sind die Berufsaussichten als Dekontreiniger/in?

Die Berufsaussichten als Dekontreiniger/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt und es gibt weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen. Gleichzeitig wächst die Beschäftigung bis 2040. Für Bewerber/innen sinkt die Konkurrenz langfristig, weil es Arbeitgebern zunehmend schwerfällt, qualifiziertes Personal zu finden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Dekontreiniger/in?

Dekontreiniger/innen arbeiten in Werkstätten, auf Baustellen oder im Freien und tragen dabei Ganzkörperschutzanzug, Atemschutzmaske und Schutzhandschuhe. Du hast regelmäßig Kontakt mit Chemikalien, radioaktiven Stoffen oder biologischen Erregern und musst Hitze, Kälte, Rauch oder Staub aushalten. Die Tätigkeiten erfordern kräftige Handarbeit und können körperlich fordernd sein.

Womit arbeitet man als Dekontreiniger/in?

Zum Einsatz kommen Anlagen und Geräte wie Handstrahlgeräte, Reinigungsmaschinen, Strahlkopfanlagen und Schneidbrenner. Außerdem hast du regelmäßig Gefahrstoffe – etwa radioaktive Abfälle, Asbest oder aggressive Chemikalien – auf dem Tisch und hältst Mess- und Prüfergebnisse in detaillierten Protokollen fest.

Kann man sich als Dekontreiniger/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem Reinigungsunternehmen, das sich auf Dekontamination spezialisiert. Dafür brauchst du neben Strahlenschutz-Know-how auch unternehmerische Fähigkeiten, etwa in Kundenakquise und Entsorgungslogistik.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Dekontreiniger/in?

Regelmäßige Fortbildungen halten dich bei Sicherheitsvorschriften und Technik auf dem neuesten Stand. Gefragte Themen sind Strahlenschutz im nichtmedizinischen Bereich, der Umgang mit Gefahrstoffen und Sondermüll, Bodenschutz, Arbeitssicherheit sowie Umweltrecht.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Dekontreiniger/in?

Mit Erfahrung kannst du dich zur Strahlenschutzfachkraft oder zum/zur Techniker/in für Umweltschutztechnik weiterqualifizieren. Ein Studium der Umwelttechnik eröffnet zusätzliche Chancen auf Projektleitungs- und Führungspositionen.

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