Geprüfter Controller/Geprüfte Controllerin
Auch bekannt als: Business Controller/in · Finanzcontroller/in ·
Über den Beruf
Geprüfte Controller/innen analysieren Geschäftszahlen, erstellen Prognosen und beraten die Unternehmensleitung bei strategischen Entscheidungen. Sie entwickeln Controlling-Systeme, definieren Kennzahlen und koordinieren die jährliche sowie unterjährige Planung. Dafür beschaffen sie Daten aus ERP- und BI-Systemen, vergleichen Ist- mit Soll-Werten und bereiten die Ergebnisse in übersichtlichen Reports oder Dashboards auf. Mithilfe von Predictive Analytics und Robotic Process Automation erkennen sie Trends, automatisieren Routinetätigkeiten und erhöhen die Transparenz in allen Unternehmensbereichen. Sie organisieren ein bereichsübergreifendes Informationsmanagement, präsentieren Analysen in Meetings und geben klare Handlungsempfehlungen. Häufig führen sie kleine Teams, stimmen Planungsschritte mit Fachabteilungen ab und überwachen Budgetgrenzen. Bei drohenden Abweichungen von den Unternehmenszielen leiten sie frühzeitig Gegenmaßnahmen ein.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- I.d.R. Abschlussprüfung in einem anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf
- Oder Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf + entsprechende einschlägige Berufspraxis
- Oder wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium + mind. 2 Jahre Berufspraxis
- Oder betriebswirtschaftlicher Abschluss an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademie + mind. 2 Jahre Berufspraxis
- Zusätzlich entsprechende einschlägige Berufspraxis
- Alternativ z.B. mind. 6 Jahre Berufspraxis
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Controller/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.377 € brutto im Monat. In der Einstiegsphase kannst du mit rund 5.033 € rechnen; in großen Unternehmen sind bei wachsender Verantwortung deutlich höhere Summen möglich.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Controller/in?
Die Dauer variiert stark, weil jeder Bildungsträger eigene Konzepte anbietet. In Vollzeit bist du deutlich schneller fertig als in einem berufsbegleitenden Teilzeitkurs; genaue Zeitspannen legen die jeweiligen Anbieter fest.
Wie sind die Berufsaussichten als Controller/in?
Die Berufsaussichten als Controller/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben häufig länger unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Zudem stehen viele Altersabgänge an, wodurch weitere Positionen frei werden. Insgesamt bietet der Arbeitsmarkt damit solide Perspektiven.
Welche digitalen Skills braucht man als Controller/in?
Digitalkompetenz ist im Controlling Pflicht. Du solltest dich mit Compliance- und Dokumentenmanagement-Systemen auskennen, den Einsatz mietbarer KI-Plattformen (KIaaS) einschätzen können und KI-Agenten steuern, die Routineprüfungen im Rechnungswesen übernehmen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Controller/in?
Die Arbeit besteht überwiegend aus konzentrierter Bildschirmarbeit in ruhigen Büroräumen. Schwere körperliche Belastungen treten dabei kaum auf.
Womit arbeitet man als Controller/in?
Im Tagesgeschäft nutzt du vor allem digitale und gedruckte Unterlagen wie Kennzahlenberichte, Kalkulationstabellen, Bilanzen oder Finanzpläne. Dazu kommen PC, Tabellenkalkulation, Controllingsoftware sowie Präsentationshilfen wie Beamer oder Flipchart für Besprechungen.
Kann man sich als Controller/in selbständig machen?
Ja. Viele Controller/innen arbeiten freiberuflich als Unternehmensberater/innen oder Wirtschaftsmediator/innen und unterstützen Firmen projektweise bei Finanz- und Strukturfragen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Controller/in?
Beliebte fachliche Ergänzungen sind Seminare zu Controllingmethoden, Kennzahlenanalyse, Revision oder Finanz- und Rechnungswesen. Auch Kurse in Buchführung und Bilanzierung halten dein Wissen up to date.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Controller/in?
Langfristig kannst du in leitende Positionen bis hin zur Finanz- oder Geschäftsleitung aufsteigen. Ein Abschluss als Betriebswirt/in nach dem Berufsbildungsgesetz oder ein Bachelor- beziehungsweise Masterstudium in Finanz- und Rechnungswesen, Controlling oder Betriebswirtschaftslehre ebnet dafür den Weg. Wer wissenschaftlich weiter möchte, kann anschließend noch promovieren.
