Chemielaborant/Chemielaborantin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Chemielaborant/Chemielaborantin

Auch bekannt als: Laborant/in - Chemie · Labortechniker/in - Chemie · Chemical laboratory technician (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büroräumen
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze251

Über den Beruf

Chemielaboranten und Chemielaborantinnen analysieren organische und anorganische Stoffe, planen Versuchsreihen und bauen die benötigten Apparaturen auf. Sie wiegen Proben ab, zerkleinern, lösen oder destillieren sie und bestimmen Zusammensetzungen per Titration, Photometrie oder chromatografischen Verfahren. Dabei nutzen sie vernetzte Analysegeräte und dokumentieren alle Messwerte in Laborinformationssystemen. Neben klassischen Reinheitsprüfungen führen sie immunologische, diagnostische sowie biotechnische Tests durch, stellen Nährmedien her und entwickeln neue Synthesewege für Präparate. Sie reinigen Geräte, kalibrieren Sensoren, bestellen Chemikalien und prüfen Standard­arbeitsanweisungen (SOP). Bei jeder Tätigkeit achten sie strikt auf Gefahrstoff-, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften. Die gewonnenen Kennwerte fließen direkt in Qualitätskontrollen, Zulassungsunterlagen oder Prozessoptimierungen ein.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Chemielaborant/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.378 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.545 € und 5.401 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Chemielaborant/in?

Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du rund 1.198 € brutto pro Monat, im zweiten 1.268 €, im dritten 1.338 € und im vierten 1.432 €. Über die gesamte Lehrzeit liegt die durchschnittliche Vergütung bei etwa 1.279 € monatlich.

Wie lange dauert die Ausbildung als Chemielaborant/in?

Die Ausbildung zum/zur Chemielaborant/in dauert 3,5 Jahre. Damit gehört sie zu den längeren technischen Ausbildungsberufen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Chemielaboranten/innen?

Für die Ausbildung sind Chemie, Physik, Biologie, Mathematik und Englisch besonders wichtig. Gute Kenntnisse helfen dir bei Reaktionsgleichungen, Versuchsaufbauten, Berechnungen und dem Verständnis englischsprachiger Fachtexte.

Ist der Beruf als Chemielaborant/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist moderat körperlich fordernd. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für präzises Arbeiten, ein gutes Farbsehvermögen sowie einen intakten Geruchs- und Geschmackssinn. Widerstandsfähige Haut, gesunde Atemwege und ein robuster Stoffwechsel sind wichtig, weil du regelmäßig mit ätzenden oder giftigen Chemikalien arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Chemielaborant/in?

Die Berufsaussichten als Chemielaborant/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch mittelfristig zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell herrscht jedoch geringer Fachkräftemangel, daher sind offene Positionen meist schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher. Zudem schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was die Zahl der Jobs langfristig etwas verringern könnte.

Welche digitalen Skills braucht man als Chemielaborant/in?

Im modernen Chemielabor sind digitale Kompetenzen unverzichtbar. Du arbeitest mit Dokumentenmanagement- und Laborinformationssystemen und überwachst Geräte zunehmend mithilfe von Wearable Technology wie Datenbrillen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Chemielaborant/in?

Die Tätigkeit spielt sich hauptsächlich im Labor ab und kombiniert Handarbeit an Apparaturen mit Bildschirmarbeit zur Datenauswertung. Du trägst ständig Schutzkleidung, arbeitest mit Chemikalien, Dämpfen und künstlicher Beleuchtung und musst Sicherheitsvorschriften strikt einhalten. Zentrifugen, Chromatografieanlagen oder pH-Meter erzeugen Maschinenlärm, und beim Umgang mit ätzenden oder brennbaren Stoffen besteht Unfallgefahr.

Womit arbeitet man als Chemielaborant/in?

Chemielaborant/innen bearbeiten Proben wie Kunststoffe, Metalle, Lebensmittel oder Pharmazeutika. Sie nutzen dafür Präzisionswaagen, Zentrifugen, Rotationsverdampfer, diverse Chromatografie-Geräte und pH-Meter. Fachliteratur, Herstellungsvorschriften und digitale Dokumentationen sind weitere tägliche Arbeitsmittel, um Ergebnisse nachvollziehbar und rechtskonform festzuhalten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Chemielaborant/in?

Nach einigen Jahren Praxis können Chemielaborant/innen zum/zur Industriemeister/in Chemie oder Techniker/in Chemietechnik – jeweils auch als Bachelor Professional in Technik bezeichnet – aufsteigen und ein Laborteam führen. Mit Fachhochschulreife oder Abitur bekommst du durch ein Bachelorstudium in Chemie oder Chemieingenieurwesen Zugang zu Entwicklungsabteilungen und dem Qualitätsmanagement. Ein anschließendes Masterstudium öffnet dir später Türen zu Positionen als Laborleiter/in oder in der Forschungskoordination.

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