Brauer- und Mälzermeister/Brauer- und Mälzermeisterin/Bachelor Professional im Brauer- und Mälzer-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Brauer- und Mälzermeister/Brauer- und Mälzermeisterin/Bachelor Professional im Brauer- und Mälzer-Handwerk

Auch bekannt als: Brau- und Malzmeister/in · Braumeister/inMalzmeister/inMeister/in im Brauer- und MälzerhandwerkMeister/Meisterin für Brauerei und Mälzerei ·

BerufsfeldGastronomie & Lebensmittel
Arbeitsortein Sudhäusern · in Gär- und Lagerkellern · in Abfüllhallen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen17

Über den Beruf

Brauer- und Mälzermeister/innen steuern den gesamten Weg vom gekeimten Korn bis zur fertig abgefüllten Flasche. Sie planen Arbeitsabläufe in Mälzerei, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, überwachen Temperatur, pH-Wert und Vergärung mit Laboranalysen und digitalen Sensoren. Rohstoffe prüfen sie vor dem Einsatz, berechnen Wasser- und Energiebedarf und greifen ein, wenn Werte abweichen. Gleichzeitig leiten sie Fachkräfte und Auszubildende an, erstellen Schichtpläne und achten strikt auf Unfall- und Hygieneregeln. Für den wirtschaftlichen Erfolg kalkulieren sie Kosten, verhandeln mit Lieferanten, legen Investitionen in Sudhäusern, Filtrations- oder Abfüllanlagen fest und werten Maschinendaten für Predictive Maintenance aus. Oft entwickeln sie neue Rezepturen für Craft-Biere oder Biermischgetränke und testen Pilotansätze im kleinen Maßstab, bevor die Produktion hochgefahren wird.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Brauer/in und Mälzer/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren

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Karriere & Weiterbildung

Brauer- und Mälzermeister/Brauer- und Mälzermeisterin/Bachelor Professional im Brauer- und Mälzer-HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Braumeister/in?

Brauer- und Mälzermeister/innen verdienen typischerweise 5.159 € brutto im Monat; je nach Erfahrung und Region sind zwischen 4.098 € und 6.304 € möglich. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Produktionsleiter/in, kann dein Gehalt weiter steigen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Braumeister/in?

Die Meisterweiterbildung hat keine bundesweit festgelegte Dauer. Je nach Bildungsanbieter und ob du Vollzeit, Teilzeit oder per Fernlehrgang lernst, reicht die Spannbreite von wenigen Monaten bis zu etwa zwei Jahren.

Ist der Beruf als Braumeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf bringt eine spürbare körperliche Belastung mit sich. Du wechselst zwischen warmen Sudräumen und kühlen Gär- oder Lagerkellern, entnimmst Proben von Hand und brauchst neben robustem Hautschutz auch einen guten Geruchs- und Geschmackssinn.

Wie sind die Berufsaussichten als Braumeister/in?

Die Berufsaussichten als Braumeister/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher meist zügig besetzt. Langfristig schrumpft zwar die Beschäftigung in der Branche, dennoch wird es für Arbeitgeber schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Dadurch sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, und viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Einstiegschancen.

Welche digitalen Skills braucht man als Braumeister/in?

Im modernen Brauereibetrieb sind digitale Kompetenzen Pflicht. Du solltest Produktions-Apps und Sensorik zur Prozessüberwachung bedienen, Maschinendaten auswerten, Materialfluss- und Dokumentenmanagement­systeme steuern, Augmented-Reality-Hilfen bei Wartungen nutzen und Predictive-Maintenance-Konzepte sowie Cobots einplanen können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Braumeister/in?

Braumeister/innen arbeiten in sehr unterschiedlichen Umgebungen – vom Büro über das Labor bis zur Produktionshalle. Du kalkulierst am Rechner, steuerst Anlagen vor Ort, nimmst Proben per Hand und bist dabei Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit oder Lärm ausgesetzt, weshalb Schutzkleidung zum Alltag gehört.

Womit arbeitet man als Braumeister/in?

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören Rohstoffe wie Wasser, Malz, Hopfen oder Gewürze sowie Sudhäuser, Läuterbottiche, Gär- und Lagertanks, Filter- und Abfüllanlagen. Außerdem nutzt du Rezepturen, Kalkulationstabellen, Qualitäts- und Hygienevorschriften, unterstützt durch PC, Telefon und Internetzugang.

Kann man sich als Braumeister/in selbständig machen?

Eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einer eigenen Brauerei oder Mälzerei. Entscheidest du dich dafür, übernimmst du neben der Produktion auch Bereiche wie Vertrieb, Einkauf und Finanzplanung.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Braumeister/innen?

Fachliche Vertiefungen sind z.B. in Getränkeherstellung, Brauereiwesen, Lebensmittel- und Küchenhygiene oder Lebensmittelrecht möglich. Damit hältst du dein Wissen zu Hygienevorschriften, Produktionsverfahren und rechtlichen Anforderungen aktuell und kannst dich gezielt spezialisieren.

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