Bootsbauer/Bootsbauerin Fachrichtung Technik
Auch bekannt als: Bootbauer/in · Bootsfachwart/in · Boat builder (m/f)
Über den Beruf
Bootsbauer und Bootsbauerinnen der Fachrichtung Technik rüsten Motor- und Segeljachten, Arbeits- oder Rettungsboote mit Antriebsanlagen, Bordelektrik und Versorgungssystemen aus, warten diese und beheben Störungen. Sie montieren Motoren, Wellen, Ruderanlagen sowie Pumpen, Generatoren und Feuerlöschsysteme nach Schalt- und Installationsplänen, prüfen deren Funktion und tauschen defekte Bauteile aus. Zur Energie-, Trinkwasser- und Abwassertechnik verlegen sie Leitungen, dichten Anschlüsse ab und setzen Sensoren oder Steuergeräte ein. Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten nutzen sie Messgeräte, löten oder schweißen und schützen Metall- und Kunststoffoberflächen vor Korrosion. Vor dem Einwintern entleeren sie Tank- und Kühlkreisläufe, tragen Frostschutzmittel auf und stellen im Frühjahr die Betriebsbereitschaft wieder her. Zusätzlich fertigen sie Einzelteile an, dokumentieren alle Arbeitsschritte und beraten Auftraggeber zu Upgrades oder Pflege der Bordtechnik.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bootsbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.557 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du – je nach Arbeitgeber und Region – zwischen 3.580 € und 5.291 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in?
Die Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in Fachrichtung Technik dauert 3,5 Jahre. Während dieser Zeit lernst du im Betrieb und in der Berufsschule.
Welche Schulfächer sind wichtig für Bootsbauer/innen?
Wichtig sind vor allem Mathematik, Physik und Werken/Technik. Gute Noten darin erleichtern dir das Berechnen von Flächen und Massen sowie das Anfertigen technischer Zeichnungen.
Ist der Beruf als Bootsbauer/in körperlich anstrengend?
Der Job ist durchaus körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest in engen Rümpfen oder über Kopf und bist häufig bei Wind und Wetter an Deck unterwegs. Beweglichkeit, Schwindelfreiheit und eine robuste Gesundheit sind daher wichtig.
Wie sind die Berufsaussichten als Bootsbauer/in?
Die Berufsaussichten als Bootsbauer/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung in diesem Berufsfeld bis 2040.
Welche digitalen Skills braucht man als Bootsbauer/in?
Digitale Technologien gehören heute zum Arbeitsalltag. Du solltest mit CNC-gesteuerten Maschinen (CAM) umgehen können, Sensorik und Aktorik in Bordsysteme integrieren und Wartungsdaten für Predictive Maintenance analysieren. Erfahrung mit 3-D-Druck, Augmented-Reality-Anleitungen oder Cobots verschafft dir weitere Pluspunkte.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bootsbauer/in?
Du bist Lärm, Staub, Dämpfen sowie wechselnden Wetterbedingungen ausgesetzt und trägst Schutzkleidung. Einsätze im Freien, auf schwankenden Decks oder in größerer Höhe sind keine Seltenheit.
Womit arbeitet man als Bootsbauer/in?
Bootsbauer/innen hantieren mit Wasserfahrzeugen wie Motor- und Segeljachten, Fischkuttern oder Barkassen. Im Alltag nutzt du Hobel- und Biegemaschinen, Bohr-, Löt- und Schweißgeräte, Akkuschrauber sowie Krane oder Gabelstapler, um schwere Bauteile zu bewegen. Als Werkstoffe kommen Metall, Holz, Kunststoffe, Lacke und Faserverbundstoffe zum Einsatz.
Kann man sich als Bootsbauer/in selbständig machen?
Ja – nach bestandener Meisterprüfung kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Betrieb im Boots- und Schiffbauerhandwerk gründen. Auch eine selbstständige Tätigkeit als Sachverständige/r für Bootstechnik ist möglich; Branchenverbände wie der Deutsche Boots- und Schiffbauer-Verband unterstützen bei der Existenzgründung.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bootsbauer/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über den Weg zur Bootsbauermeister/in beziehungsweise Bachelor Professional, über den Abschluss als Technische/r Fachwirt/in oder über ein Bachelor- oder Masterstudium in Schiffbau und Meerestechnik. Damit kannst du Fertigungs- oder Serviceteams leiten, Kalkulationen verantworten oder in die technische Projektleitung wechseln. Langfristig öffnet dir das den Zugang zu Positionen wie Betriebsleiter/in oder Projektmanager/in in Werften und Yachtbetrieben.
