Bootsbauermeister/Bootsbauermeisterin/Bachelor Professional im Bootsbauer-Handwerk
Auch bekannt als: Boots- und Schiffbauermeister/in · Meister/in im Boots- und Schiffbauer-Handwerk ·
Über den Beruf
Bootsbauermeister/innen entwickeln Konzepte für neue Boote, leiten die Fertigung und beraten Kunden von der ersten Skizze bis zur Abnahme. Sie erstellen CAD-Zeichnungen, kalkulieren Kosten und wählen Hartholz, Aluminium oder Faserverbundwerkstoffe passend zum Einsatzzweck. Während der Produktion koordinieren sie den Zusammenbau von Rumpf, Deck und Aufbauten, montieren Antriebs- und Ruderanlagen und vernetzen Bordelektrik sowie Wasser- und Sanitärsysteme. Treten Schäden auf, analysieren sie die Ursache, planen Reparaturen und steuern das Team. Gleichzeitig verantworten sie Einkauf, Lager und Terminplanung, verhandeln mit Lieferanten und überwachen den wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs. Als Ausbilder/innen vermitteln sie ihr Know-how an Nachwuchskräfte und setzen bei Qualitätskontrollen digitale Verfahren wie CNC-Bearbeitung oder 3-D-gedruckte Bauteile ein, damit jede Jacht sicher ins Wasser kommt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Gesellenprüfung als Bootsbauer/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Boots- und Schiffbauer-Handwerk
- Alternativ Validierungsverfahren zum Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bootsbauermeister/in?
Das Gehalt als Bootsbauermeister/in liegt typischerweise bei 4.396 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.625 € und 5.536 €. In tarifgebundenen Betrieben oder bei leitender Verantwortung kannst du auch darüber hinauskommen.
Wie lange dauert die Meisterweiterbildung als Bootsbauermeister/in?
Die Meisterweiterbildung im Bootsbauer-Handwerk hat keine bundeseinheitliche Dauer. Je nach Bildungsträger und ob du Vollzeit oder berufsbegleitend lernst, bewegt sie sich von wenigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren.
Ist der Beruf als Bootsbauermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute Arm- und Handfunktion, Koordination und Schwindelfreiheit. Du arbeitest häufig auf Gerüsten oder über Kopf, trägst schwere Bauteile und kommst mit Lacken oder Epoxidharzen in Kontakt – widerstandsfähige Haut und Schutzkleidung sind deshalb Pflicht.
Wie sind die Berufsaussichten als Bootsbauermeister/in?
Die Berufsaussichten als Bootsbauermeister/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, sodass zusätzliche Positionen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, weshalb du die langfristige Entwicklung im Blick behalten solltest.
Welche digitalen Skills braucht man als Bootsbauermeister/in?
Gefragt sind zunehmend digitale Kompetenzen wie der Umgang mit digitalen Zwillingen, Augmented-Reality-Anleitungen und Apps zur Fertigungsüberwachung. Du solltest außerdem CAM-Software für CNC-Maschinen bedienen können, den Einsatz von Cobots koordinieren und Bau- sowie Zertifizierungsdokumente in DMS-Systemen pflegen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bootsbauermeister/in?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkhalle, Freiluft-Dock und Büro. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und teure Boote, musst Vorschriften einhalten, schwer heben, in Zwangshaltungen arbeiten und dabei Schutzkleidung tragen. Gleichzeitig gehört Bildschirm- und Kundenarbeit dazu, etwa wenn Angebote kalkuliert oder Beratungsgespräche geführt werden.
Womit arbeitet man als Bootsbauermeister/in?
Du verarbeitest Holz, Aluminium, Stahl und glasfaserverstärkte Kunststoffe mit Handwerkzeugen, Säge- und Fräsmaschinen. Hinzu kommen Motoren, Ruder- und Riggsysteme, Epoxidharze, Lacke sowie technische Zeichnungen, Bau- und Zertifizierungsvorschriften. Im Büro nutzt du PC, Internet und Telefon, um Projekte und Einkauf zu steuern.
Kann man sich als Bootsbauermeister/in selbständig machen?
Nach Eintragung in die Handwerksrolle kannst du dich als Bootsbauermeister/in mit einem eigenen Boots- und Schiffbaubetrieb selbständig machen. Damit übernimmst du komplette Verantwortung von der Kundenakquise bis zur Betriebsführung.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bootsbauermeister/in?
Für die fachliche Vertiefung stehen Kurse in Bereichen wie Schiff-, Bootsbau und Meerestechnik, Kunststoff- oder Holzverarbeitung, Metallbearbeitung sowie Schweiß- und Fügetechnik offen. Auch Elektrotechnik und Elektroniklehrgänge helfen dir, auf dem neuesten Stand zu bleiben.
