Bootsbauer/Bootsbauerin Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau
Auch bekannt als: Bootbauer/in · Bootsfachwart/in · Boat builder (m/f) - specialising in boat construction, upgrading and conversion
Über den Beruf
Bootsbauer/innen der Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau fertigen und überholen Paddel-, Segel- und Motorboote, Jachten sowie kleine Arbeitsfahrzeuge. Anhand von Bauplänen reißen sie Spantenpläne im Maßstab 1:1 an, kennzeichnen Kiel, Spanten und Deckteile und schneiden diese mit Sägen, Hobeln oder CNC-Fräsen zu. Holz, Aluminium, Stahl oder faserverstärkte Kunststoffe werden gebohrt, geschweißt, geklebt oder laminiert und zu einem dichten Rumpf verbunden. Anschließend bauen sie Aufbauten, Kajüten und Inneneinrichtungen ein, dämmen Rumpf und Deck gegen Wasser und Kälte und fertigen Zubehör wie Masten, Paddel oder Riemen. Bei Umbauten und Reparaturen spüren sie Struktur- und Materialschäden auf, ersetzen beschädigte Bauteile und tragen Schutzlacke oder Antifouling-Beschichtungen auf. Auch die Beratung von Eignerinnen und Eignern zu Materialwahl, Ausstattungen und Pflege gehört zu ihrem Alltag.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bootsbauer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.636 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 3.190 € und 4.100 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung als Bootsbauer/in?
Die duale Ausbildung zum/zur Bootsbauer/in dauert regulär 3,5 Jahre. In dieser Zeit lernst du alle Schritte vom Plan bis zum fertigen Boot kennen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Bootsbauer/innen?
Mathematik, Physik und Werken/Technik sind besonders relevant. Gute Noten darin erleichtern dir das Berechnen von Flächen und Volumen, das Verstehen von Materialeigenschaften und das Anfertigen technischer Skizzen.
Ist der Beruf als Bootsbauer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich fordernd. Du hebst schwere Bauteile, arbeitest häufig über Kopf oder in kniender Haltung und musst auch bei Kälte, Nässe oder auf schwankendem Untergrund präzise bleiben.
Wie sind die Berufsaussichten als Bootsbauer/in?
Die Berufsaussichten als Bootsbauer/in sind ausgeglichen. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040.
Welche digitalen Skills braucht man als Bootsbauer/in?
Gefragt sind Kenntnisse im Umgang mit CAM-Systemen, CNC-Maschinen und Industrierobotern. Auch 3-D-Druck, Augmented-Reality-gestützte Wartung sowie die Auswertung von Echtzeit-Maschinendaten werden immer wichtiger.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bootsbauer/in?
Die Arbeit findet in Werkstätten, auf Werften und an Bord von Booten statt, teils auch im Freien und am Wasser. Dabei trägst du häufig Schutzkleidung und musst mit Maschinenlärm, Staub, Nässe sowie Höhenarbeiten rechnen.
Womit arbeitet man als Bootsbauer/in?
Verarbeitet werden Holz, Aluminium, Stahl und glasfaserverstärkte Kunststoffe sowie Lacke und Beschichtungen. Dafür nutzt du Handwerkzeuge, CNC-gesteuerte Maschinen sowie Krane oder Gabelstapler, um große Bauteile zu bewegen.
Kann man sich als Bootsbauer/in selbständig machen?
Nach der Meisterprüfung ist eine Eintragung in die Handwerksrolle möglich, wodurch die Selbständigkeit erlaubt wird. Dann kannst du einen eigenen Betrieb des Boots- und Schiffbauerhandwerks eröffnen oder als unabhängige/r Sachverständige/r arbeiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Bootsbauer/in?
Aufstiegschancen eröffnen die Meisterprüfung zur Bootsbauermeisterin/zum Bootsbauermeister oder der Abschluss Bachelor Professional im Bootsbauer-Handwerk. Damit kannst du einen eigenen Betrieb führen, Auszubildende anleiten oder als Werkstattleiterin Verantwortung übernehmen. Zusätzlich qualifizieren dich Fortbildungen zur Industriemeisterin – Holzbearbeitung oder Industriemeisterin – Kunststoff und Kautschuk sowie ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Schiffbau und Meerestechnik für Führungs- und Entwicklungsaufgaben in größeren Werften.
