Bodenleger/Bodenlegerin
Auch bekannt als: Bodenverleger/in · Fußbodenleger/in ·
Über den Beruf
Bodenleger/innen statten Innenräume mit passgenauen Teppich-, Linoleum-, PVC-, Kork-, Laminat- und Fertigparkettböden aus. Sie nehmen millimetergenaue Aufmaße, berechnen den Materialbedarf und erstellen Verlegepläne, oft digital per Laserscan und App. Bevor der erste Streifen liegt, prüfen sie den Untergrund, glätten Estriche, bauen Schall- und Wärmedämmungen oder legen Lagerhölzer sowie Feuchtigkeitssperren ein. Anschließend schneiden sie Bahnen oder Platten zu, verteilen Klebstoff, verlegen die Beläge und verschweißen elastische Materialien thermisch oder chemisch. Sockel- und Wandabschlüsse fertigen sie gleich mit, ehe sie den frisch verlegten Boden reinigen, versiegeln oder ölen. Auch das Aufarbeiten älterer Beläge gehört dazu: beschädigte Platten tauschen sie aus, Parkett wird geschliffen und neu beschichtet.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bodenleger/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.957 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Unternehmensgröße und Region kannst du zwischen 2.544 € und 3.432 € verdienen.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Bodenleger/in?
Während der Ausbildung zum/zur Bodenleger/in bekommst du im Schnitt rund 950 € brutto pro Monat. Im ersten Jahr verdienst du 885 €, im zweiten 952 € und im dritten 1.032 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Bodenleger/in?
Die Ausbildung zum/zur Bodenleger/in dauert 3 Jahre. Es handelt sich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.
Welche Schulfächer sind wichtig für Bodenleger/innen?
Für angehende Bodenleger/innen sind besonders Mathematik, Werken/Technik und Physik wichtig. Mathe hilft beim Berechnen von Flächen und Materialbedarf, während du in Werken und Physik den Umgang mit Werkzeugen sowie Grundlagen der Wärme- und Schalldämmung vertiefst.
Ist der Beruf als Bodenleger/in körperlich anstrengend?
Der Beruf als Bodenleger/in ist körperlich fordernd. Häufiges Knien, Heben schwerer Rollen und Arbeiten in beengten Räumen verlangen eine kräftige Muskulatur, gutes Gleichgewicht und Beweglichkeit. Eine gesunde, widerstandsfähige Haut ist ebenfalls wichtig, weil du regelmäßig mit Spachtelmassen, Klebern und Lösungsmitteln in Kontakt kommst.
Wie sind die Berufsaussichten als Bodenleger/in?
Die Berufsaussichten als Bodenleger/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 schrumpft die Beschäftigung jedoch, sodass sich das Angebot an Jobs längerfristig verringern könnte. Wer sich früh spezialisiert und flexibel ist, bleibt dennoch gut im Rennen.
Welche digitalen Skills braucht man als Bodenleger/in?
Im Berufsalltag sind digitale Werkzeuge unverzichtbar geworden. Du solltest 3-D-Laserscanning beherrschen, Planungs- und Aufmaß-Apps sicher nutzen können und mit Augmented-Reality-Visualisierungen oder Datenbrillen umgehen, um Kunden Verlegepläne direkt vor Ort zu zeigen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bodenleger/in?
Die Arbeitsbedingungen sind handwerklich geprägt und oft rau. Du wechselst regelmäßig zwischen Baustellen, arbeitest unter Lärm, Staub und Dämpfen, trägst Schutzkleidung wie Knieschoner und musst schwere Lasten heben oder in Zwangshaltungen arbeiten.
Womit arbeitet man als Bodenleger/in?
Bodenleger/innen arbeiten mit Materialien wie Teppichböden, Linoleum, Laminat, Fertigparkett und verschiedensten Klebstoffen. Dazu kommen Werkzeuge und Maschinen wie Schleifmaschinen, Kettelmaschinen, Messer, Spachteln, Ultraschallentfernungsmesser und Stahlwalzen.
Kann man sich als Bodenleger/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit als Bodenleger/in ist möglich. Du kannst einen eigenen Bodenlegerbetrieb gründen, einen Fachhandel für Bodenbeläge eröffnen oder als Franchisenehmer/in in einen Bau- und Gebäudedienstleistungsbetrieb einsteigen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bodenleger/in?
Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Beliebt sind Kurse in Boden- und Estrichlegerei, Isolierung und Dämmung oder spezialisierten Klebtechniken, mit denen du deine Fachkenntnisse vertiefst.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bodenleger/in?
Mit zusätzlicher Qualifikation kannst du beruflich aufsteigen. Optionen sind zum Beispiel der Abschluss als Parkettlegermeister/in oder Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik – Ausbau. Auch ein Studium der Innenarchitektur oder des Bauingenieurwesens eröffnet weitere Karriereschritte.
