Biomedizinischer Fachanalytiker/Biomedizinische Fachanalytikerin für Histologie und Zytopathologie
Auch bekannt als: Histologie-Assistent/in
Über den Beruf
Biomedizinische Fachanalytiker/innen für Histologie und Zytopathologie fertigen hauchdünne Gewebeschnitte an, trocknen, betten und färben sie und richten die Präparate für Licht- und Elektronenmikroskope her. Sie kultivieren Zellmaterial, führen Chromosomenanalysen durch und erstellen Karyogramme, um erblich bedingte Erkrankungen aufzudecken. Bei Zell- und Gewebeproben setzen sie fluoreszenzmikroskopische Verfahren sowie KI-gestützte Bildauswertung ein, erkennen Vorstufen bösartiger Veränderungen und dokumentieren die Befunde in Laborinformationssystemen. Auch die Herstellung von Mikrofotografien, das Screening von Zellausstrichen und die quantitative Auswertung der Messergebnisse gehören dazu. Sie überwachen den kompletten Analyseprozess, führen qualitätssichernde Kontrollen durch, warten komplexe Geräte wie Elektronenmikroskope und leiten Mitarbeitende an. Ihre Arbeit liefert pathologische und genetische Befunde, auf deren Basis Ärztinnen und Ärzte Therapien planen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Abschluss als Medizinische/r Technologe/Technologin für Laboratoriumsanalytik oder Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in (MTLA)
- Oder Abschluss als Medizinische/r Technologe/Technologin für Veterinärmedizin oder Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in (VMTA)
- Oder einschlägiges abgeschlossenes Bachelorstudium
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.927 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.062 € und 5.061 €. Mit zusätzlicher Verantwortung oder einem Arbeitsplatz an einer Uniklinik kannst du dein Einkommen weiter steigern.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/m Biomedizinischen Fachanalytiker/in?
Die Weiterbildung dauert in Teilzeit bis zu 3 Jahre. Abhängig von Anbieter und bereits vorhandenen Qualifikationen kann sie auch kürzer ausfallen, wenn Inhalte anerkannt werden.
Ist der Beruf als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine gute Belastbarkeit von Rücken, Beinen, Armen und Händen. Du arbeitest viel im Stehen, hantierst mit feinen Instrumenten und Chemikalien und brauchst ein sicheres Farbsehvermögen, um Färbereaktionen korrekt zu beurteilen.
Wie sind die Berufsaussichten als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Die Berufsaussichten als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Vakanzen entstehen. Langfristig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 allerdings, was das Stellenangebot etwas verringern könnte.
Welche digitalen Skills braucht man als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Für die Tätigkeit sind digitale Kompetenzen rund um 3-D-Laserscanning, Bild- und Mustererkennung sowie Laborinformationssysteme gefragt. Du solltest Gewebeproben mithilfe von KI-gestützter Software auswerten und Ergebnisse sicher in einem LIS dokumentieren können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Du bedienst präzise Mikroskope und Laborgeräte, dokumentierst Befunde am Computer und musst sorgfältig mit ätzenden oder infektiösen Chemikalien umgehen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Mögliche Aufbauschulungen reichen von medizinisch-technischer Assistenz über Hygiene im Gesundheitsbereich bis hin zu Analytischer Chemie oder medizinischer Dokumentation. So kannst du dich je nach Interesse weiter spezialisieren und deine Expertise vertiefen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biomedizinische/r Fachanalytiker/in?
Mit Berufserfahrung eröffnen dir Studiengänge wie Biomedizin, Molekulare Medizin oder Medizinische Assistenz den Weg in leitende Positionen. Alternativ kannst du auch ein Humanmedizin-Studium anschließen, um später ärztlich tätig zu werden.
