Staatlich geprüfter Biologisch-technischer Assistent/Staatlich geprüfte Biologisch-technische Assistentin
Auch bekannt als: Biological technician (m/f)
Über den Beruf
Biologisch-technische Assistent/innen bereiten Experimente vor, führen sie unter Anleitung von Biolog/innen, Chemiker/innen oder Mediziner/innen durch und werten die Ergebnisse aus. Sie kalkulieren benötigte Mengen an Reagenzien, mischen Lösungen und bauen Versuchsapparaturen auf. Im Labor züchten sie Bakterien, Viren, Pilze oder Pflanzen, halten Versuchstiere artgerecht und entnehmen Proben von Gewebe, Blut, Boden oder Wasser. Mithilfe von Mikroskopen, Photometern sowie spektroskopischen und chromatografischen Verfahren bestimmen sie physikalische und chemische Eigenschaften der Proben. Digitale Laborinformationssysteme unterstützen sie dabei, Versuchsabläufe zu protokollieren und statistisch auszuwerten. Sie sterilisieren Geräte, entsorgen Chemikalien fachgerecht und achten strikt auf Hygiene-, Tier- und Umweltschutzvorschriften. Durch regelmäßige Wartung der Laborgeräte sichern sie die Messgenauigkeit und ermöglichen belastbare Ergebnisse für Forschung, Diagnostik oder die Entwicklung neuer Wirkstoffe.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Mind. mittlerer Bildungsabschluss
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.039 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Bundesland kannst du zwischen 3.382 € und 4.885 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Biologisch-technischen Assistent/in?
Die schulische Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre. Entscheidest du dich für eine Zusatzqualifikation, verlängert sich die Ausbildungszeit auf insgesamt drei bis vier Jahre.
Welche Schulfächer sind wichtig für Biologisch-technische Assistent/innen?
Besonders gefragt sind Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Mit solidem Wissen in diesen Fächern verstehst du Versuchspläne, berechnest Reagenzien exakt und interpretierst Messergebnisse korrekt.
Ist der Beruf als Biologisch-technische/r Assistent/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen, weil du oft filigrane Versuchsaufbauten montierst. Intakte Haut und gesunde Atemwege sind ebenfalls wichtig, da du regelmäßig mit Säuren, Laugen oder chemischen Dämpfen arbeitest.
Wie sind die Berufsaussichten als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Die Berufsaussichten als Biologisch-technische/r Assistent/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst zwar bis 2040, dennoch ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt, was für dich mehr Konkurrenz bedeutet. Bis 2040 soll die Konkurrenz unter Bewerbern weiter steigen, da Arbeitgeber leichter geeignetes Personal finden. Zudem sind weniger Altersabgänge zu erwarten als in anderen Berufen, sodass nur wenige Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Digitale Dokumentations- und Analysewerkzeuge gehören zum Berufsalltag. Du solltest Laborinformationssysteme, Dokumentenmanagementsysteme, Smart-Spraying-Technologien und Wearables zur Prozessüberwachung souverän bedienen können.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Die Tätigkeit findet überwiegend im Labor statt, wechselt aber je nach Projekt zwischen Bildschirmarbeit, Handarbeit und gelegentlichen Außeneinsätzen. Schutzkleidung ist Pflicht, und der Umgang mit Chemikalien, Mikroorganismen sowie Dämpfen macht sorgfältiges Arbeiten unter strengen Sicherheitsvorschriften erforderlich.
Womit arbeitet man als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Du nutzt Mikroskope, Feinwaagen, chromatografische Anlagen, Autoklaven und Reagenzien wie Säuren, Laugen oder Nährmedien. Außerdem kommen naturwissenschaftliche Datenbanken und digitale Dokumentationssysteme zum Einsatz, um Ergebnisse vorschriftsgemäß zu speichern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Biologisch-technische/r Assistent/in?
Nach einigen Jahren Praxis kannst du dich zum/zur Industriemeister/in Chemie oder Techniker/in für Biotechnik (Bachelor Professional in Technik) weiterqualifizieren und damit Führungsaufgaben im Labor übernehmen. Ein anschließendes Bachelor- oder Masterstudium in Biotechnologie, Chemischer Biologie, Biologie oder Life Sciences eröffnet dir zudem den Weg in Forschung, Entwicklung oder Projektleitung.
