Geprüfter Bildeinrahmer/Geprüfte Bildeinrahmerin
Auch bekannt als: Bildereinrahmer/in · Picture framer (m/f)
Über den Beruf
Bildeinrahmer/innen entwerfen und fertigen individuelle Rahmen für Gemälde, Fotos und Spiegel. Nach einem Beratungsgespräch wählen sie Profil, Holzart oder Metallleiste, Passepartout und Glas. Anschließend schneiden sie die Gehrungen millimetergenau zu, verleimen die Eckverbindungen und dichten Rückwand sowie Glasfuge gegen Staub ab. Sie grundieren die Oberfläche, beizen, lackieren oder vergolden den Rahmen und setzen bei Bedarf Ornamente, die heute auch per 3D-Druck entstehen können. Das passgenau zugeschnittene Glas und eine sichere Aufhängung vervollständigen das Werk. Neben Neuanfertigungen reparieren oder restaurieren sie beschädigte und historische Rahmen und stellen Rekonstruktionen her. Moderne Augmented-Reality-Anwendungen helfen, Kunden vorab die Wirkung verschiedener Varianten zu zeigen. Kalkulation, Materialbestellung und Qualitätskontrolle gehören ebenfalls zum Alltag, bevor das fertige Bild sauber gerahmt die Werkstatt verlässt.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Ausbildung als Buchbinder/in (Handwerk), Glaser/in, Tischler/in oder Vergolder/in
- Mind. 2 Jahre Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bildeinrahmer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.224 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 2.776 € und 3.702 € verdienen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bildeinrahmer/in?
Die Weiterbildung ist auf etwa ein Jahr angelegt. Sie läuft meist in mehreren Wochenblöcken, sodass du parallel in deinem bisherigen Beruf arbeiten kannst.
Ist der Beruf als Bildeinrahmer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt geschickte Hände, ein gutes Farbsehvermögen und belastbare Atemwege. Du stehst viel an Sägen oder Fräsen, arbeitest mit Holzstaub, Leim- und Lackdämpfen und solltest deshalb Schutzmasken und Absaugungen konsequent nutzen.
Wie sind die Berufsaussichten als Bildeinrahmer/in?
Die Berufsaussichten als Bildeinrahmer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben lange unbesetzt – das spielt Bewerbern in die Karten. Zudem sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil viele Fachkräfte in Rente gehen, und zahlreiche Altersabgänge schaffen zusätzliche Stellen. Einziger Wermutstropfen: Die Gesamtbeschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040 leicht.
Welche digitalen Skills braucht man als Bildeinrahmer/in?
Bildeinrahmer/innen sollten 3-D-Drucker bedienen können, um Ornamente oder Dekorteile millimetergenau herzustellen. Ebenso wichtig ist der Umgang mit Augmented-Reality-Apps, über die du Kunden verschiedene Rahmenvarianten virtuell präsentieren kannst.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bildeinrahmer/in?
Du kombinierst feinmotorische Handarbeit an Sägen, Schneid- und Verglasungsgeräten mit Kundenberatung und bist dabei Holzstaub, Leimdämpfen und Lackgeruch ausgesetzt, weshalb Schutzausrüstung und gute Belüftung unverzichtbar sind.
Kann man sich als Bildeinrahmer/in selbständig machen?
Ja, viele Profis eröffnen ein eigenes Fachgeschäft mit angeschlossener Werkstatt. Unterstützung bei Businessplan, Finanzierung und Rechtsfragen bekommst du zum Beispiel bei Branchenverbänden wie Tischler Schreiner Deutschland.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bildeinrahmer/in?
Fachkurse in Holzkunde, Holzwerkstoffen oder Produktgestaltung vertiefen dein technisches Know-how. Weitere Seminare decken Themen wie Glasbearbeitung, Restaurierung historischer Rahmen oder Verkaufstechniken ab und halten dich sowohl handwerklich als auch vertrieblich auf dem neuesten Stand.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bildeinrahmer/in?
Mit akademischem Abschluss kannst du auch Entwicklungsprojekte steuern oder einen eigenen größeren Rahmen- und Restaurierungsbetrieb führen.
