Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Bauwirtschaft – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Betriebswirt/Betriebswirtin (Hochschule) für Bauwirtschaft

Auch bekannt als: Baubetriebswirt/in

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · auf Baustellen, ggf. im Freien · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen48

Über den Beruf

Betriebswirte und Betriebswirtinnen für Bauwirtschaft steuern Bau- und Immobilienprojekte aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Sie analysieren Standorte, Markttrends und Kundenvorlieben, kalkulieren Budgets und entwickeln Finanzierungsmodelle. Darauf aufbauend erstellen sie Projektpläne, stimmen sich mit Architekturbüros, Bauunternehmen und Investoren ab und verhandeln Verträge. Während der Umsetzung koordinieren sie Zeitpläne, Beschaffung und Qualitätssicherung und nutzen dabei Building Information Modeling (BIM) oder ERP-Systeme, um Kosten und Termine im Blick zu behalten. Sie kontrollieren den Baufortschritt, veranlassen Mängelbehebungen und halten alle Schritte in Berichten fest. Nach Projektende bewerten sie die Wirtschaftlichkeit und formulieren Verbesserungsvorschläge für kommende Vorhaben.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Baubetriebswirtschaft, Baumanagement verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig ein Doktorgrad vorausgesetzt, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; für eine Professur an einer Hochschule kann zudem eine Promotion oder Habilitation nötig sein.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Baubetriebswirt/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 81.420 € und 90.708 € pro Jahr. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Projektleiter/in in großen Bauunternehmen, kann dein Einkommen darüber hinaus steigen.

Ist der Beruf als Baubetriebswirt/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend kopflastig, aber ganz ohne körperliche Belastung geht es nicht. Du begleitest Baustellenbegehungen bei Hitze, Kälte oder Nässe und solltest dafür eine robuste Gesundheit mitbringen.

Wie sind die Berufsaussichten als Baubetriebswirt/in?

Die Berufsaussichten als Baubetriebswirt/in sind gut. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Zudem herrscht aktuell ein hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Position bringt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Baubetriebswirt/in?

Im Job spielen datengetriebene und vernetzte Anwendungen eine zentrale Rolle. Du solltest mit algorithmischen Entscheidungsverfahren, Augmented Analytics und Baurobotern umgehen können, digitale topografische Karten auswerten und Dokumentenmanagementsysteme sicher bedienen. Auch Konzepte wie Connected Buildings gehören zum digitalen Werkzeugkasten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Baubetriebswirt/in?

Die Arbeitsbedingungen sind sehr abwechslungsreich: Büro- und Bildschirmarbeit wechselt sich mit Terminen auf Baustellen und Kundengesprächen ab. Dabei trägst du Verantwortung für Mitarbeiter/innen und Budgets, bist teilweise bei Kälte, Hitze oder Nässe draußen unterwegs und musst vor Projektabschlüssen auch mal unregelmäßige Arbeitszeiten einplanen.

Kann man sich als Baubetriebswirt/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Baubetriebswirte/innen arbeiten freiberuflich als Berater/innen oder Sachverständige oder gründen ein eigenes Dienstleistungsunternehmen in der Bauwirtschaft.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Baubetriebswirt/in?

Für Baubetriebswirte/innen gibt es ein breites Weiterbildungsangebot. Beliebt sind Lehrgänge in Bauprojektmanagement, Baurecht, Immobilienwirtschaft, Facility Management oder Controlling, um sich fachlich zu spezialisieren und auf dem Laufenden zu bleiben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Baubetriebswirt/in?

Wer Karriere machen will, kann sich zum Beispiel in Richtung Baumanagement, Baubetriebswirtschaft oder Immobilienwirtschaft weiterqualifizieren. Perspektivisch sind auch Positionen im Facility- oder Technischen Gebäudemanagement bis hin zur Unternehmensleitung erreichbar.

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