Betriebsassistent/Betriebsassistentin im Handwerk (doppelt qualifizierende Ausbildung) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Betriebsassistent/Betriebsassistentin im Handwerk (doppelt qualifizierende Ausbildung)

Auch bekannt als: Betriebsassistent/in - Handwerk

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · in Werkstätten, -hallen · im Materiallager · beim Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
DauerI.d.R. 3 Jahre

Über den Beruf

Betriebsassistent/innen im Handwerk steuern kaufmännische Abläufe und halten den Kontakt zu Kunden und Lieferanten. Sie führen Verkaufsgespräche, kalkulieren Angebote und betreuen Aufträge von der ersten Anfrage bis zur Abnahme. Gemeinsam mit der Werkstatt ermitteln sie den Materialbedarf, holen Angebote ein und verhandeln Preise. Sie prüfen eingehende Lieferungen, organisieren die Lagerhaltung und achten auf pünktliche Bereitstellung. In der Buchführung buchen sie Geschäftsvorgänge, erstellen Lohn- und Gehaltsabrechnungen und analysieren Kennzahlen für das Controlling. Zusätzlich planen sie Werbemaßnahmen, bearbeiten Reklamationen und unterstützen in Personalfragen. Durch kontinuierliche Kostenvergleiche und Prozessoptimierungen sichern sie die Wirtschaftlichkeit des Betriebs.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartDoppelt qualifizierende Ausbildung (anerkannter Ausbildungsberuf und Abschluss Betriebsassistent/in - Handwerk)
DauerI.d.R. 3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Hochschulreife oder Fachhochschulreife, teilweise auch mittlerer Bildungsabschluss
  • Ausbildungsvertrag in einem anerkannten Ausbildungsberuf des Handwerks

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Betriebsassistent/in im Handwerk?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.467 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.517 € und 5.878 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Betriebsassistent/in im Handwerk?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Mit sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung kannst du die Zeit unter Umständen verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Wirtschaft und Deutsch. Stärke in diesen Fächern hilft dir bei Kalkulationen, Kostenrechnungen und beim schriftlichen Umgang mit Kunden und Behörden.

Welche digitalen Skills braucht man als Betriebsassistent/in im Handwerk?

Im Berufsalltag kommen Dokumentenmanagementsysteme, E-Invoicing und ERP-Software zum Einsatz. Wenn du mit solchen Anwendungen sicher umgehst, kannst du Buchhaltung, Lohnabrechnung und Auftragsverwaltung effizient abwickeln.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf ist überwiegend bürobasiert und körperlich wenig belastend. Du brauchst aber präzise Feinmotorik, gutes Nahsehvermögen sowie sicheres Sprech- und Hörvermögen, um Schreibarbeiten, Beratungsgespräche und Warenkontrollen zuverlässig zu erledigen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Betriebsassistent/innen arbeiten viel am Bildschirm, wechseln aber häufig zwischen Büro, Werkstatt und Kundenterminen. Der Job bringt regelmäßigen Kundenkontakt, unterschiedliche Aufgabenabläufe und das gleichzeitige Bearbeiten mehrerer Vorgänge mit sich.

Kann man sich als Betriebsassistent/in im Handwerk selbständig machen?

Ja, Betriebsassistent/innen im Handwerk können einen bestehenden Handwerksbetrieb übernehmen oder sich als Franchisenehmer/in innerhalb eines Handwerkskonzepts selbständig machen. Für zulassungspflichtige Gewerke brauchst du die Eintragung in die Handwerksrolle, sonst bekommst du keine Betriebserlaubnis.

Wie sind die Berufsaussichten als Betriebsassistent/in im Handwerk?

Die Berufsaussichten als Betriebsassistent/in im Handwerk sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen. Weniger Nachwuchs als Abgänge, Gesamtzahl wächst dennoch.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Betriebsassistent/in im Handwerk?

Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über die Fortbildungsprüfung zum/zur Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung (HwO) oder ein Bachelorstudium in Handwerksmanagement. Damit kannst du in mittlere Führungsaufgaben wechseln oder die kaufmännische Leitung eines Handwerksbetriebs übernehmen. Ein anschließendes Masterstudium in Business Administration oder Betriebswirtschaftslehre bringt dich in Reichweite von Geschäftsführungs- oder Beratungspositionen.