Bereiter/Bereiterin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Bereiter/Bereiterin

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Reithallen · auf Reitplätzen · in den Stallungen bzw. Boxen · auf Koppeln
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Über den Beruf

Bereiter und Bereiterinnen trainieren Pferde für Dressur, Springen, Rennen oder Fahrsport. Sie entwerfen individuelle Bewegungsprogramme, gewöhnen junge Tiere an Sattel, Zaumzeug oder Wagen und bauen Kondition sowie Gehorsam systematisch auf. Während der Ausbildung analysieren sie die Gangarten, erkennen Stärken und fördern sie gezielt. Treten Verhaltensprobleme oder Ausbildungsfehler auf, führen sie eine Redressur durch und korrigieren unerwünschte Reaktionen. Zusätzlich erteilen sie Reitunterricht, bereiten Reiter/innen auf Wettkämpfe vor und stellen Pferde selbst auf Turnieren vor. Zum Alltag gehören auch Pflegen und Füttern der Tiere, Misten der Ställe und das Instandhalten von Sattel, Trense und anderen Ausrüstungsgegenständen. Bei Bedarf versorgen sie kleinere Verletzungen oder verabreichen Medikamente nach tierärztlicher Anweisung. So sorgen sie dafür, dass Pferd und Mensch als harmonisches Team auftreten.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Aus- oder Weiterbildung in der Pferdewirtschaft vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Bereiter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.545 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 2.150 € und 3.087 € verdienen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bereiter/in?

Die Arbeitsbedingungen sind körperlich fordernd und finden häufig in direktem Kontakt mit Pferden statt. Du bewegst dich den ganzen Tag im Gehen oder Stehen, erledigst Stallarbeiten von Hand und erklärst Kund/innen beim Reitunterricht die richtigen Hilfen. Reithose, Stiefel und Helm gehören zur Schutzausrüstung, denn du arbeitest auf Sandplätzen, in Ställen und bei Wind oder Regen im Freien. Staub von Einstreu und Futtermitteln, Feuchtigkeit oder Zugluft begleiten den Alltag.

Womit arbeitet man als Bereiter/in?

Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören die Pferde selbst und gurtähnliche Longen, mit denen du sie vom Boden aus trainierst. Bewegungs- und Tagesablaufpläne helfen dir, das Training zu strukturieren und Fortschritte festzuhalten. Außerdem prüfst du regelmäßig die Passform der Reitausrüstung, um Druckstellen zu vermeiden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mögliche Karriereschritte führen zur Meisterebene der Pferdewirtschaft. Du kannst dich zum/zur Pferdewirtschaftsmeister/in in den Fachrichtungen Klassische Reitausbildung, Pferdehaltung und Service, Pferderennen oder Spezialreitweisen weiterqualifizieren. Ein Studium der Pferdewirtschaft eröffnet zusätzliche Führungs- und Trainerpositionen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Als Bereiter/in steht dir ein breites Spektrum an Fortbildungen offen. Lehrgänge in Tierpflege, Tierzucht oder sportlicher Fachfortbildung erweitern dein Know-how. Spezialisierungen wie heilpädagogisches Reiten, Tiertherapien oder Tierpsychologie bieten dir neue Einsatzfelder.

Wie sind die Berufsaussichten als Bereiter/in?

Die Berufsaussichten als Bereiter/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden meist schnell besetzt. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, passende Fachkräfte zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern abnimmt. Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen. Genug Nachwuchs, aber die Gesamtzahl der Fachkräfte ist rückläufig.

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