Beamter/Beamtin im gehobenen nichttechnischen Dienst des Bundes im Deutschen Wetterdienst und im Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr
Auch bekannt als: Regierungsinspektor/in
Über den Beruf
Beamte und Beamtinnen im gehobenen Wetterdienst analysieren Messdaten von Satelliten, Radaren und Bodenstationen, verdichten sie zu Prognosen und geben daraus resultierende Wettervorhersagen und Warnungen heraus. Sie beraten Landwirtschaft, Verkehrsträger sowie See- und Luftfahrt und erläutern Risiken wie Sturmfluten oder Vereisung. Im Geophysikalischen Beratungsdienst der Bundeswehr fertigen sie einsatzbezogene Flugwetterberichte und bewerten Umwelteinflüsse für Heer, Luftwaffe und Marine. In Fachbereichen wie Klimatologie, Agrarmeteorologie oder Medizinmeteorologie bearbeiten sie Spezialfragen, erstellen Gutachten und führen statistische Auswertungen durch. Häufig entwickeln sie dafür Programme, betreuen IT-Anlagen und pflegen Geoinformationssysteme. Zusätzlich leiten sie Wetterwarten, planen Personal, beschaffen Material und unterrichten Nachwuchskräfte. So sichern sie Entscheidungen von Behörden, Streitkräften und Wirtschaft auf einer verlässlichen Datenbasis.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen9
- Fachhochschulreife, Hochschulreife oder vergleichbarer Bildungsabschluss
- Ausreichendes Seh-, Hör- und Sprechvermögen
- Farberkennungs- und Farbunterscheidungsvermögen
- Gesundheitliche Eignung für Wechselschichtdienst
- Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft
- Zusätzlich für den Geoinformationsdienst der Bundeswehr: deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz
- Zusätzlich für den Geoinformationsdienst der Bundeswehr: Bereitschaft zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr erklären
- Zusätzlich für den Geoinformationsdienst der Bundeswehr: Höchstalter i.d.R. 49 Jahre
- Zusätzlich für den Geoinformationsdienst der Bundeswehr: ggf. erweiterte Sicherheitsüberprüfung
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/Beamtin im gehobenen Wetterdienst?
Die Bruttobesoldung liegt zwischen 40.380 € und 77.136 € pro Jahr. Je nach Besoldungsgruppe, Dienstalter und Familienstand kannst du schrittweise aufsteigen und Zulagen erhalten.
Welche Schulfächer sind wichtig?
Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Erdkunde/Geografie und Deutsch. Gute Noten darin erleichtern dir das Verständnis meteorologischer Modelle und die präzise Kommunikation von Wetterberichten.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin im gehobenen Wetterdienst?
Digitale Kompetenz ist ein fester Bestandteil des Berufs. GIS-Software, numerische Simulationen und 3-D-Modelle helfen dir, Wetterlagen präzise abzubilden. Du musst Daten in Dokumentenmanagementsystemen und E-Akten sicher verwalten und Drohnen- sowie Satellitendaten in Gefahren-Management-Systeme einspeisen. Programmierkenntnisse ermöglichen es, eigene Tools zu entwickeln und Simulationen zu optimieren.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im gehobenen Wetterdienst?
Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin im gehobenen Wetterdienst sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spricht für Jobsuchende. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger. Weniger Nachwuchs als Abgänge, die Gesamtzahl wächst dennoch.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Der Dienst erfordert die genaue Einhaltung von Gesetzen, Dienstvorschriften und Sicherheitsbestimmungen. Als Leiter/in einer Wetterwarte trägst du Verantwortung für Personal, Sachwerte und die korrekte Weitergabe von Warnungen. Viele Aufgaben finden am Bildschirm und an technischen Anlagen wie Satelliten-Empfängern oder Radargeräten statt, oft mit direktem Kundenkontakt.
Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin im gehobenen Wetterdienst?
Zum Arbeitsalltag gehören Wetterkarten, Messnetzkarten, Gutachten und gesetzliche Unterlagen. Du nutzt meteorologische Mess- und Empfangsgeräte wie Radargeräte, Satelliten-Antennen, Pilotballone sowie Datenbanken und Übertragungssysteme. Dazu kommen klassische Bürotools wie PC, Telefon und Videokonferenz-Software.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Du kannst dich in Geowissenschaften, Geoinformationssystemen, physikalischer Messtechnik oder Statistik weiterbilden. Auch Kurse in Softwareentwicklung, Programmierung, Verwaltungsrecht oder öffentlicher Verwaltung eröffnen neue Aufgabenfelder und helfen dir, höhere Funktionen zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
Mit Berufserfahrung ist ein Aufstieg über Studiengänge der Meteorologie oder Geophysik möglich. Dieser Schritt qualifiziert dich für Leitungsfunktionen und komplexe Fachaufgaben.
