Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (mittlerer nichttechnischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (mittlerer nichttechnischer Dienst)

Auch bekannt als: Regierungssekretär/in

BerufsfeldRecht & Verwaltung
Arbeitsortein Büroräumen · an Informationsschaltern · im Außendienst, z.B. bei der Übergabe von Liegenschaften · im Homeoffice bzw. mobil
Ausbildungsplätze8

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen in der Wehrverwaltung organisieren Personal- und Finanzangelegenheiten, beschaffen Material und verwalten Bundeswehrliegenschaften. Sie führen den Postein- und -ausgang, legen Akten digital an und pflegen Terminkalender. Im Personalbereich erfassen sie Freiwillige, planen Reservisteneinsätze und bearbeiten Beihilfen sowie Dienstbezüge. Im Haushalts- und Gebührniswesen buchen sie Zahlungen, versorgen Zahlstellen mit Zahlungsmitteln und kontrollieren Rahmenverträge. Beschaffungsaufträge für Dienstkleidung, Verpflegung oder Ausrüstung schreiben sie aus, prüfen Angebote und überwachen Lieferungen. Übernehmen sie Infrastrukturaufgaben, erstellen sie Bewirtschaftungspläne, koordinieren Reinigung und Instandhaltung und kontrollieren Gerätelager. Moderne IT-Lösungen wie E-Akte, ERP- oder Lagerverwaltungssysteme unterstützen ihre Arbeit. Mit ihrer Verwaltungsarbeit halten sie den Dienstbetrieb der Bundeswehr am Laufen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit förderlicher abgeschlossener Berufsausbildung
  • Deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz, uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft, Bereitschaft zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr, Höchstalter i.d.R. 49 Jahre
  • Körperliche Eignung, festgestellt durch ärztliche Einstellungsuntersuchung

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.161 € brutto im Monat. Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortungsstufe kannst du zwischen 3.614 € und 5.132 € verdienen.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf verlangt keine schwere körperliche Arbeit, aber ein gutes Sprech-, Seh- und Hörvermögen. Du solltest längere Bildschirmzeiten vertragen und klar kommunizieren können, etwa bei Beratungen im Karrierezentrum.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Im Berufsalltag werden verschiedene Verwaltungssysteme genutzt, zum Beispiel Dokumentenmanagement- und Formularsysteme, E-Akte sowie ERP-Software für Haushaltsfragen. Wenn du Reservisten planst oder Lagerbestände verwaltest, arbeitest du zusätzlich mit Workforce- oder Warehouse-Management-Systemen, daher sind solide IT-Kenntnisse hilfreich.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Tätigkeit ist stark durch gesetzliche Vorgaben und interne Vorschriften geprägt. Du verbringst viel Zeit am Bildschirm, wechselst aber zwischen verschiedenen Aufgabenbereichen und trägst Verantwortung für Haushaltsmittel oder Sachwerte. Kundenkontakt zu Soldat/innen und anderen Dienststellen gehört ebenfalls dazu, besonders in Beratungs- oder Beschaffungsfragen.

Womit arbeitet man als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Typische Arbeitsmittel sind Rechtsvorschriften, Personal- und Vertragsakten, digitale Terminkalender sowie Statistiken. Dazu kommen elektronische Aktenführung und Datenverwaltungssysteme, aber auch klassische Büroausstattung wie PC, Telefon, Internetzugang und Videokonferenztools.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach einigen Dienstjahren kannst du in den gehobenen nichttechnischen Dienst wechseln und dort Führungs- oder Projektaufgaben übernehmen. Ein berufsbegleitendes Studium in Verwaltungsmanagement, Public Management oder Staats- und Verwaltungswissenschaften verbessert dabei deine Chancen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Es stehen zahlreiche Fortbildungen offen, darunter Verwaltungsrecht, Finanz- und Rechnungswesen, Controlling oder Facility Management. Auch Kurse zu Bürokommunikation, Personalwesen oder Korrespondenz helfen dir, dich fachlich zu vertiefen und neue Aufgabenfelder zu übernehmen.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung?

Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt, die Konkurrenz unter Bewerbern steigt bis 2040. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden, wodurch dennoch neue Stellen frei werden.

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