Beamter/Beamtin in der Wehrverwaltung des Bundes (gehobener nichttechnischer Dienst)
Auch bekannt als: Regierungsinspektor/in
Über den Beruf
Beamte und Beamtinnen in der Wehrverwaltung steuern Personal, Finanzen und Beschaffung für die Bundeswehr. Als Sachbearbeiter/innen oder Leiter/innen koordinieren sie die Auswahl und Entwicklung von Soldaten, zivilen Beschäftigten und Bewerbenden, berechnen Dienstbezüge und überwachen Haushaltsmittel. Im Beschaffungswesen prüfen sie Angebote, vergeben Aufträge und sorgen dafür, dass Verpflegung, Dienstbekleidung oder komplexe Waffensysteme termingerecht eintreffen. Für Kasernen, Übungsplätze und Verwaltungsgebäude planen sie Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen, beauftragen externe Firmen und kontrollieren deren Leistungen. Sie erstellen Ausschreibungen, analysieren Kennzahlen und tragen so zur reibungslosen Versorgung der Streitkräfte bei.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Fachhochschulreife, Hochschulreife oder vergleichbarer Bildungsabschluss
- Deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz
- Uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft
- Bereitschaft, ggf. an Auslandseinsätzen der Bundeswehr teilzunehmen
- Höchstalter 49 Jahre
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/in in der Wehrverwaltung?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.809 € brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung kannst du zwischen 4.042 € und 5.616 € verdienen.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/in in der Wehrverwaltung?
Im Arbeitsalltag kommen Bewerbermanagementsysteme, Enterprise-Resource-Planning- (ERP) und Dokumentenmanagementsysteme zum Einsatz. Du solltest sicher mit E-Akte, Warenwirtschafts- und Formularmanagementsoftware umgehen können. Wer im Baubereich arbeitet, braucht zusätzlich Kenntnisse in Building Information Modeling (BIM).
Welche Schulfächer sind wichtig für die Ausbildung zum/zur Beamten/in in der Wehrverwaltung?
Deutsch, Mathematik und Englisch sind die Schlüsselfächer. Gute Deutschkenntnisse helfen dir bei Gutachten und Beratungen, Mathematik brauchst du für Etat- und Gehaltsberechnungen, Englisch erleichtert die bundeswehrspezifische Fremdsprachenausbildung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit ist stark regelgebunden und bringt hohe Verantwortung für Menschen und Sachwerte mit sich. Du verbringst viel Zeit am Bildschirm, berätst Soldaten im persönlichen Kontakt und musst dich sicher in Gesetzestexten bewegen. Vorschriften, Dienstanweisungen und Kundenkontakt prägen den Alltag.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/in in der Wehrverwaltung?
Die Berufsaussichten als Beamter/in in der Wehrverwaltung sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden schnell besetzt, das erhöht die Konkurrenz. Bis 2040 steigt diese Konkurrenz weiter. Positiv wirkt, dass viele Altersabgänge erwartet werden und dadurch Stellen frei werden.
Womit arbeitet man als Beamter/in in der Wehrverwaltung?
Im Büro greifst du auf Rechtsvorschriften, Personalakten, Verträge und elektronische Akten zu. Datenbanken, Dokumenten- und Datenverwaltungssysteme unterstützen dich bei Recherche und Controlling. Zur Grundausstattung gehören PC, Internetzugang und Telefon.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Beamte/Beamtinnen in der Wehrverwaltung?
Mögliche Weiterbildungen reichen von Verwaltungsrecht und öffentlichem Verwaltungsmanagement über Facility Management bis zu Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Personal- und Sozialwesen. Damit kannst du dich fachlich vertiefen oder für Leitungsaufgaben qualifizieren.
