Beamter/Beamtin in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (gehobener technischer Dienst) – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (gehobener technischer Dienst)

Auch bekannt als: Technische/r Regierungsoberinspektor/in

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büroräumen · im Außendienst (z.B. bei der Kontrolle von Instandsetzungsarbeiten) · in Bauateliers · in Maschinen- und Produktionshallen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im gehobenen technischen Dienst der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entwerfen Schleusen, Brücken oder Pumpwerke und berechnen deren Tragfähigkeit. Sie wählen Bauverfahren, erstellen 3-D-Pläne, schreiben Leistungen aus und verhandeln mit Firmen, bevor sie die Bauarbeiten vor Ort überwachen. Um bestehende Anlagen funktionsfähig zu halten, koordinieren sie Wartungen, kontrollieren Schäden und beauftragen Reparaturen. In der Maschinentechnik entwickeln sie Antriebe und Steuerungen für Schleusentore oder Wehre, planen die Fertigung und prüfen nach dem Einbau die Funktion. Zusätzlich bearbeiten sie Genehmigungen für Bauvorhaben Dritter, wickeln Schifffahrtsunfälle ab und stellen Befähigungszeugnisse für Wasserfahrzeuge aus. Auf Amts- oder Außenbezirksebene leiten sie Teams, steuern Budgets und vertreten die Verwaltung nach außen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen5
  • I.d.R. abgeschlossenes Bachelorstudium oder gleichwertiger Hochschulabschluss
  • Je nach Fachrichtung z.B. Bauingenieurwesen oder Maschinenbau
  • Alternativ Zugangsberechtigung für ein ingenieurwissenschaftliches Bachelorstudium mit integrierter Laufbahnausbildung an einer mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes kooperierenden Hochschule
  • Zusätzlich i.d.R. Höchstalter 50 Jahre
  • Zusätzlich Fahrerlaubnis Klasse B

Karriere & Weiterbildung

Beamter/Beamtin in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (gehobener technischer Dienst)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/in in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung?

Die Bruttobesoldung liegt zwischen 43.032 € und 77.136 € pro Jahr. Deine konkrete Einstufung hängt von Besoldungsgruppe, Erfahrungszeiten und möglichen Zulagen ab.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Wichtige Schulfächer sind Management/Organisation sowie Mitarbeiterführung und -anleitung. Gute Kenntnisse helfen dir, Haushaltspläne aufzustellen und später Teams in Außenbezirken kompetent zu leiten.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/in in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung?

Für den Beruf werden zunehmend digitale Werkzeuge eingesetzt. Du solltest mit GIS-Systemen, BIM-Software, 3-D-Laserscannern und Dokumentenmanagementsystemen umgehen können und behördliche Schriftstücke sicher in der E-Akte verwalten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Tätigkeit geht mit hoher Verantwortung für Menschen und teure Bauwerke einher. Du wechselst zwischen Bildschirmarbeit, Kontrollen im Freien und Baustellen, trägst dabei oft Schutzhelm und musst umfangreiche Vorschriften beachten. Je nach Einsatz können Nacht- oder Wochenenddienste anfallen, um den Schiffsverkehr aufrechtzuerhalten.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/in in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung?

Die Berufsaussichten als Beamter/in in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Posten frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, sodass langfristig weniger Stellen vorhanden sein könnten. Es gibt zwar genug Nachwuchs, dennoch sinkt die Gesamtzahl der Fachkräfte.

Womit arbeitet man als Beamter/in in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung?

Zum Arbeitsalltag gehören Wasserbauwerke wie Schleusen, Brücken, Wehre und umfangreiche Planungsunterlagen. Du nutzt Bau- und Konstruktionspläne, Rechtsvorschriften sowie digitale Tools wie CAD-Software und Geoinformationssysteme. Bei Prüfungen kommen Messgeräte und 3-D-Modelle zum Einsatz.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Für den Aufstieg bieten sich Studiengänge an. Mit einem Master in Bauingenieurwesen, Maschinenbau oder Elektrotechnik kannst du dich für höhere Führungspositionen in der Verwaltung qualifizieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Zahlreiche fachliche Weiterbildungen halten dein Wissen aktuell. Seminare zu Grund-, Wasser- und Felsbau, Bauleitung, Vermessung, CAD oder Verwaltungsrecht vertiefen dein Know-how und eröffnen dir zusätzliche Aufgabenfelder.