Beamter/Beamtin für den gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Beamter/Beamtin für den gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes

Auch bekannt als: Technische/r Regierungsoberinspektor/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · in Schutzbauten · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Beamte und Beamtinnen im gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung verfolgen elektromagnetische Signale, um daraus nachrichtliche Erkenntnisse für Regierung und Verteidigung zu gewinnen. Sie veranlassen die Suche nach Morse-, Sprach-, Radar- und Datenübertragungssignalen, steuern Empfangsanlagen und überwachen automatisierte Auswertungen. Mit Audio- und Data-Mining-Tools analysieren sie große Signalmengen, bewerten technische Parameter und übersetzen fremdsprachliche Inhalte. Anschließend fassen sie die Ergebnisse in vertraulichen Lageberichten zusammen und berücksichtigen dabei wirtschaftliche und politische Hintergründe des Einsatzgebiets. Datenschutz hat dabei höchste Priorität. Neben der fachlichen Analyse übernehmen sie häufig Führungs- und Verwaltungsaufgaben, prüfen Hardware oder stimmen Abläufe zwischen zivilen und militärischen Stellen ab. So verwandeln sie unstrukturierte Funksignale in belastbare Entscheidungsgrundlagen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypBeamtenausbildung
AusbildungsartVorbereitungsdienst, geregelt durch Verordnungen des Bundes
Zugangsvoraussetzungen5
  • I.d.R. Bachelorstudium oder gleichwertiger Hochschulabschluss in Elektrotechnik, Informations-, Kommunikationstechnik, Informatik, Mathematik oder vergleichbarem Studienfach
  • Deutsche Staatsangehörigkeit gemäß Art. 116 Grundgesetz
  • Erweiterte Sicherheitsüberprüfung
  • Zusätzlich bei der Bundeswehr Bereitschaft zu Auslandseinsätzen
  • Zusätzlich bei der Bundeswehr Höchstalter 49 Jahre

Karriere & Weiterbildung

Beamter/Beamtin für den gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des BundesAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Beamter/Beamtin im gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.616 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.407 € und 6.918 € verdienen.

Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/Beamtin für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung?

Für die technische Aufklärung sind breite IT-Kenntnisse erforderlich. Audio-Mining-Systeme unterstützen die Vorabauswertung von Sprachsignalen, Data-Mining-Tools erkennen Muster in großen Datensätzen. Du nutzt außerdem digitale Karten, Dokumentenmanagement- und E-Akte-Systeme und bearbeitest Formulare komplett digital.

Wie sind die Arbeitsbedingungen im gehobenen technischen Dienst der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung?

Die Tätigkeit erfordert strikte Einhaltung zahlreicher Gesetze, Sicherheitsbestimmungen und Datenschutzvorgaben. Du trägst Verantwortung für hochsensible Informationen, arbeitest viel am Bildschirm mit spezialisierten Sende-, Empfangs- und Radarsystemen und leitest bei Bedarf Mitarbeitende an.

Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung?

Die Berufsaussichten als Beamter/Beamtin für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung sind gut. Aktuell besteht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen und das spielt Bewerbenden in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbenden sinkt bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen müssen. Zwar soll die Gesamtbeschäftigung bis 2040 schrumpfen, doch viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Womit arbeitet man in der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung des Bundes?

Im Alltag kommen spezialisierte Geräte zum Suchen, Erfassen und Auswerten von Funk-, Radar-, Morse- und Sprachsignalen zum Einsatz. Du bedienst Antennen- und Peiltechnik, nutzt Signalaufbereitungssoftware sowie datenbankgestützte Verwaltungssysteme. Rechtsvorschriften, Berichte und Personalunterlagen liegen digital vor und werden über PC, Telefon oder Videokonferenztools bearbeitet.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Beamte/Beamtinnen im gehobenen technischen Dienst?

Nach dem Einstieg stehen vielfältige Fortbildungen offen. Du kannst dich etwa in Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Datenschutzrecht oder Verwaltungsrecht spezialisieren. Ein Studium in Informations- und Kommunikationstechnik eröffnet zudem Aufstiegschancen in höhere Führungsaufgaben.