Beamter/Beamtin bei der Deutschen Bundesbank (mittlerer Bankdienst)
Auch bekannt als: Bundesbanksekretär/in
Über den Beruf
Beamte und Beamtinnen im mittleren Bankdienst bei der Deutschen Bundesbank steuern den Bargeldkreislauf. Sie nehmen Einzahlungen von Kreditinstituten und Werttransportunternehmen entgegen, prüfen Banknoten und Münzen auf Echtheit und Qualität und sortieren sie automatisiert für den erneuten Umlauf. Beschädigtes oder falsches Geld wird dabei ausgesondert und entwertet. Die Bestände werden verbucht, sicher verwahrt und bei Bedarf an Banken oder andere Filialen versendet. Im Kassen- und Rechnungswesen kontrollieren sie Zahlungsbelege, führen Kassenbücher und wickeln Überweisungen, Schecks und Lastschriften ab. Zusätzlich pflegen sie Akten in elektronischen Verwaltungssystemen, bearbeiten Posteingang und ‑ausgang und organisieren Materialbestände. So bleibt Bargeld jederzeit in ausreichender Menge und einwandfreier Qualität verfügbar.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit förderlicher abgeschlossener Berufsausbildung
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Beamter/in bei der Bundesbank?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.407 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 4.548 € und 6.512 € verdienen.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf gilt als wenig körperlich belastend. Allerdings brauchst du eine gute Feinmotorik für die Bedienung der Zähl- und Prüfmaschinen, sicheres Nahsehvermögen für Belegkontrollen sowie klares Sprech- und Hörvermögen für Telefonate und Absprachen.
Welche digitalen Skills braucht man als Beamter/in bei der Bundesbank?
Zu den gefragten digitalen Kompetenzen zählen der Umgang mit Dokumenten- und Formularmanagementsystemen, E-Akten und automatisierten Bestandskontrollen. Du solltest außerdem Grundlagen im API-Banking kennen, um Vorgaben des Open-Banking-Regelwerks zu überwachen.
Wie sind die Berufsaussichten als Beamter/in bei der Bundesbank?
Die Berufsaussichten als Beamter/in bei der Bundesbank sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Bis 2040 finden Arbeitgeber schneller Leute, die Konkurrenz unter Bewerbern steigt langfristig.
Mit welchen Arbeitsmitteln arbeitet man im mittleren Bankdienst?
Im Arbeitsalltag nutzt du Zähl-, Prüf- und Sortiermaschinen, PCs mit Internetzugang und Videokonferenztools sowie klassische Arbeitsmittel wie Kassenbücher, Zahlungsbelege und Akten. Rechtsvorschriften – etwa das Gesetz über die Deutsche Bundesbank oder EZB-Beschlüsse – gehören ebenfalls dazu, ebenso Banknoten und Münzen, mit denen du täglich arbeitest.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Beamte/Beamtinnen bei der Bundesbank?
Sich fortzubilden ist über Fachseminare und Lehrgänge in Banken und Finanzdienstleistungen möglich, zudem in Bank-, Versicherungs- oder Verwaltungsrecht sowie im Finanz- und Rechnungswesen. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und können deine Chancen auf verantwortungsvollere Aufgaben verbessern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es im mittleren Bankdienst?
Mit Erfahrung kannst du in den gehobenen nichttechnischen Dienst aufsteigen und dort als Beamter/in bei der Bundesbank mehr Verantwortung übernehmen. Ein späteres Studium in Bank- und Finanzdienstleistungen oder Internationale Wirtschaft eröffnet weitere Karrierestufen.
