Beamter/Beamtin im Bibliothekswesen (gehobener nichttechnischer Dienst)
Auch bekannt als: Bibliothekar/in · Beamt(er/in) - Bibliothekswesen (geh. Dienst) ·
Über den Beruf
Bibliothekare und Bibliothekarinnen im gehobenen Dienst erschließen analoge und digitale Medienbestände, ordnen sie nach Regelwerken wie RDA und halten die Kataloge technisch aktuell. Sie beobachten Neuerscheinungen, verhandeln Lizenzen und entscheiden, welche Titel den Bestand ergänzen oder ersetzen. Mit Bibliotheksmanagementsystemen verwalten sie Daten, führen Retrokonversion alter Zettelkataloge durch und digitalisieren wertvolle Werke. An der Auskunft unterstützen sie Nutzende bei komplexen Recherchen, erstellen Literaturlisten und schulen Informationskompetenz. Darüber hinaus planen sie Veranstaltungen zur Leseförderung oder Medienbildung und steuern Projekte der digitalen Kulturvermittlung. In größeren Einrichtungen übernehmen sie auch Personal-, Budget- und Leitungsaufgaben, um einen verlässlichen Zugang zu Wissen sicherzustellen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Fachhochschulreife, allgemeine Hochschulreife oder vergleichbarer Bildungsabschluss
- Kenntnisse in 2 Fremdsprachen
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bibliothekar/in im gehobenen Dienst?
Das Bruttojahresgehalt liegt typischerweise bei 18.768 € pro Jahr. Im öffentlichen Dienst erhöhen sich die Bezüge mit Dienstalter und Besoldungsgruppe, sodass dein Einkommen später deutlich über diesem Einstiegswert liegen kann.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf gilt nicht als stark körperlich belastend, einige Grundvoraussetzungen sind jedoch wichtig. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für das Sortieren und Heben von Medien, ein gutes Nahsehvermögen für Bildschirm- und Katalogarbeit sowie ausreichendes Hörvermögen, um Nutzende beraten zu können.
Welche digitalen Skills braucht man als Bibliothekar/in?
Moderne Bibliotheken nutzen komplexe IT-Werkzeuge für das Bestands- und Wissensmanagement. Du arbeitest mit Bibliotheksmanagementsystemen, erfasst Medien für KI-gestützte Wissensdatenbanken, setzt Audio-Mining ein, um Tondokumente automatisiert zu verschlagworten, und planst digitale Kulturangebote wie Virtual-Reality-Stationen oder Open-Access-Repositorien.
Kann man sich als Bibliothekar/in selbständig machen?
Eine Selbständigkeit ist möglich, vor allem als Informations-Broker/in im Informations- und Dokumentationsbereich. In dieser Rolle recherchierst du im Auftrag von Unternehmen oder Organisationen, erstellst Dossiers und bietest Beratungsdienstleistungen rund um Informationsmanagement an.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit findet überwiegend am Bildschirm statt und bringt intensiven Kundenkontakt mit sich. Du trägst Verantwortung für wertvolle Medienbestände, leitest gelegentlich Schulungen oder Veranstaltungen und musst dich auf Früh-, Spät- oder Samstagsdienste einstellen.
Wie sind die Berufsaussichten als Bibliothekar/in?
Die Berufsaussichten als Bibliothekar/in sind gut. Bis 2040 wächst die Beschäftigung, und es wird für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerber/innen sinkt langfristig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden häufig zügig besetzt.
Womit arbeitet man als Bibliothekar/in?
Bibliothekar/innen haben täglich mit Büchern, Zeitschriften, CDs, DVDs, E-Books, Podcasts und Streaming-Diensten zu tun. Dazu kommen PCs, Bibliotheks- und Datenbanksoftware, Tablets, Selbstverbuchungsstationen oder interaktive Whiteboards sowie vereinzelt 3D-Drucker und VR-Brillen für Makerspace-Angebote.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?
Mögliche Weiterbildungen reichen von Bibliothekswesen und Informations- und Dokumentationswesen über Informations- und Wissensmanagement bis hin zu Online-Recherche oder Public Relations. Für den Aufstieg in Leitungsfunktionen kannst du außerdem ein Studium der Bibliotheks- oder Archivwissenschaft absolvieren.
