Baustoffprüfer/Baustoffprüferin
Auch bekannt als: Werkstoffprüfer Baustoffe/Werkstoffprüferin Metall . (Ausbildungsberuf bis 1985)
Über den Beruf
Baustoffprüfer/innen entnehmen Proben von Böden, Beton, Asphalt oder Recyclingmaterial und untersuchen deren Qualität. Im Gelände bohren sie Sondierungslöcher, messen den Grundwasserspiegel und sichern Proben fachgerecht. Im Labor stellen sie Probe- und Prüfkörper her, justieren Waagen, Druck- und Siebmaschinen und bestimmen Dichte, Korngrößen, Porosität oder pH-Wert mit physikalischen und chemischen Verfahren. Sie berechnen Kennwerte, dokumentieren jede Messung in Tabellen und grafischen Auswertungen und fertigen Prüfberichte für Ingenieur/innen oder Auftraggeber an. Stimmt ein Ergebnis nicht, prüfen sie Geräte oder wiederholen Versuche. Außerdem kalibrieren sie regelmäßig Messgeräte, damit die Resultate vergleichbar bleiben. Ihr Urteil entscheidet etwa, ob ein Untergrund tragfähig ist oder eine Asphaltmischung der Norm entspricht.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Baustoffprüfer/in?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.
Wie viel verdient man in der Ausbildung?
Im ersten Jahr verdienst du 1.027 € brutto im Monat, im zweiten 1.140 € und im dritten 1.251 €. Das entspricht durchschnittlich rund 1.144 €.
Was verdient man als Baustoffprüfer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.906 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.325 € und 4.688 € verdienen.
Welche Schulfächer sind wichtig?
Nützlich sind vor allem Physik/Chemie und Mathematik. Kenntnisse in Physik und Chemie helfen dir, Stoffeigenschaften zu verstehen, während du Mathe für Mischungs- und Mengenkalkulationen brauchst.
Ist der Beruf körperlich anstrengend?
Der Beruf ist körperlich herausfordernd. Du arbeitest oft im Freien, stellst Probe- und Prüfkörper her und kommst mit Staub, Nässe oder Chemikalien in Kontakt, daher sind robuste Gesundheit, funktionstüchtige Arme und Hände sowie ein gutes Seh- und Farbvermögen wichtig.
Welche digitalen Skills braucht man als Baustoffprüfer/in?
Baustoffprüfer/innen arbeiten zunehmend mit digitalen Systemen. Im Labor steuern sie Prüfabläufe über Laborinformationssysteme und dokumentieren Ergebnisse in Dokumentenmanagementsystemen. Auf Baustellen planen sie Bohrpunkte mit digitalen topografischen Karten oder erhalten Wartungshinweise per Datenbrille. Auch Bauroboter und Smart-Watches unterstützen die Arbeit.
Wie sind die Arbeitsbedingungen?
Die Arbeit wechselt zwischen Labor und Baustelle und erfordert Schutzkleidung wie Helm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe. Du hast Umgang mit Chemikalien, Staub und Lärm, dokumentierst Messergebnisse am Computer und arbeitest je nach Projekt bei Hitze, Kälte oder Nässe im Freien.
Wie sind die Berufsaussichten als Baustoffprüfer/in?
Die Berufsaussichten als Baustoffprüfer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger nach geeignetem Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Baustoffprüfer/in?
Aufstiegsmöglichkeiten bieten vor allem Weiterbildungen zum/zur Techniker/in für Werkstofftechnik, Bautechnik oder Chemietechnik, die als Bachelor Professional in Technik anerkannt sind. Damit kannst du Laborabläufe steuern, Qualitätsprozesse verantworten oder eine Teamleitung übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Werkstoffwissenschaft, Materialwissenschaft, Bauingenieurwesen oder Keramik-, Glastechnik qualifiziert dich zusätzlich für Entwicklungsaufgaben, Prüfstellenleitung oder Projektmanagement.
