Bachelor Professional im Notariat
Über den Beruf
Bachelor Professionals im Notariat erstellen Urkundenentwürfe, klären Rechtsfragen und begleiten Mandanten durch notarielle Verfahren. Sie prüfen, ob alle Voraussetzungen für Beurkundungen erfüllt sind, überwachen Fristen und berechnen Gebühren – auch bei komplexen internationalen Sachverhalten. Mithilfe digitaler Werkzeuge optimieren sie Aktenführung und Datenpflege. Gleichzeitig organisieren sie den Kanzleibetrieb, planen Personaleinsätze und leiten Mitarbeitende an. Als Bindeglied zwischen Rechtsuchenden und Notar/in erläutern sie Vertragsinhalte verständlich, bereiten Besprechungen vor und gewährleisten eine rechtssichere Abwicklung jedes Geschäfts.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Prüfung als Berufsspezialist/in für das Notariat
- Oder Ausbildungsabschluss als Notarfachangestellte/r oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r
- Oder Ausbildungsabschluss als Rechtsanwaltsfachangestellte/r oder Patentanwaltsfachangestellte/r + mind. 1 Jahr Berufstätigkeit
- Oder anderer anerkannter Ausbildungsberuf + mind. 2 Jahre einschlägige Berufspraxis
- Oder mind. 90 Leistungspunkte im Studium + mind. 2 Jahre Berufstätigkeit
- Oder mind. 5 Jahre Berufspraxis
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Bachelor Professional im Notariat?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.589 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.694 € und 5.585 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Bachelor Professional im Notariat?
Die Weiterbildung dauert in der Regel rund 1,5 Jahre in Teilzeit. Je nach Lehrgangsträger und deinem Vorwissen kann sich die Dauer etwas verkürzen oder verlängern.
Welche Schulfächer sind wichtig für den Bachelor Professional im Notariat?
Wirtschaft/Recht und Rechnen/Mathematik zählen zu den wichtigsten Schulfächern. Ein solides Rechtsverständnis erleichtert dir den Umgang mit komplexen Sachverhalten, während sichere Rechenkenntnisse bei der Gebührenkalkulation nützlich sind.
Wie sind die Berufsaussichten als Bachelor Professional im Notariat?
Die Berufsaussichten als Bachelor Professional im Notariat sind eher schwierig, obwohl die Beschäftigung bis 2040 wächst. Der Fachkräftemangel ist derzeit gering, und offene Stellen werden schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Bachelor Professional im Notariat?
Digitale Kompetenz ist im Notariat unverzichtbar. Du solltest mit digitalen Grundbuchsystemen, Dokumentenmanagementsystemen und Legal-Tech-Software umgehen können. Auch ERP-Systeme für die Personalplanung, Robotic Process Automation zur Ablage und KI-Agenten für Terminorganisation gehören zum Werkzeugkasten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Bachelor Professional im Notariat?
Du musst zahlreiche Rechtsvorschriften beachten, häufig zwischen Urkundenerstellung, Mandantenkontakt und organisatorischen Aufgaben wechseln und dabei Verantwortung für Mitarbeitende tragen.
Womit arbeitet man als Bachelor Professional im Notariat?
Typische Arbeitsmittel sind juristische Unterlagen wie Urkunden, Registerauszüge, Gebührenordnungen und Fristenkalender. Daneben nutzt du Computer, Videokonferenz-Tools und juristische Datenbanken, um Dokumente zu erstellen, Termine zu koordinieren und Akten digital zu verwalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Bachelor Professional im Notariat?
Weiterbildungsmöglichkeiten reichen von Fachlehrgängen im Gesellschafts-, Vertrags- oder Handelsrecht bis zu Kursen in Korrespondenz und Personalwesen. Du kannst außerdem dein Know-how im Finanz- und Rechnungswesen oder in digitalen Prozessen vertiefen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Bachelor Professional im Notariat?
Da der Bachelor Professional bereits die höchste Fortbildungsstufe im Notarfachangestellten-Pfad ist, liegen Aufstiegsmöglichkeiten vor allem in verantwortungsvollen Funktionen: Du kannst die Büro- oder Fachbereichsleitung in einem größeren Notariat übernehmen, dich auf komplexe Rechtsgebiete wie Gesellschafts-, Immobilien- oder Erbrecht spezialisieren oder in Rechtsanwalts- und Notarkanzleien in leitende Positionen wechseln. Ebenso bietet sich eine Tätigkeit als Ausbilder/in oder in der Lehrgangsleitung bei Kammern und Bildungsträgern an.
