Automobilkaufmann/Automobilkauffrau
Auch bekannt als: Kaufmann/-frau - Automobil-Gewerbe · Automobile business administrator (m/f)
Über den Beruf
Automobilkaufleute disponieren Neu- und Gebrauchtwagen, beschaffen Teile und kalkulieren Preise. Im Kundendienst nehmen sie Wartungs- und Reparaturaufträge entgegen, organisieren Termine und erledigen die Unfallabwicklung mit Versicherern. Im Vertrieb beraten sie Privat- und Geschäftskunden zu Finanzierungs-, Leasing- und Versicherungsmodellen, erstellen Angebote und schließen Verträge ab. Sie beobachten den Markt, analysieren Statistiken und planen Aktionen wie Online-Inserate oder Verkaufsevents. In der Buchhaltung buchen sie Ein- und Verkäufe, führen Kostenrechnungen und bewerten Fahrzeuge. Digitale Werkzeuge wie virtuelle Showrooms, Vertragsgeneratoren oder Messenger-Dienste unterstützen dabei, Fahrzeuge zu konfigurieren und Kundendaten zu pflegen. Schließlich übergeben sie das zugelassene Fahrzeug an die neue Besitzerin oder den neuen Besitzer.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Automobilkaufmann/-frau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.098 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.124 € und 5.694 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Automobilkaufmann/-frau?
Während deiner Ausbildung erhältst du im Schnitt 1.154 € brutto pro Monat. Im ersten Jahr sind es etwa 1.101 €, im zweiten 1.147 € und im dritten 1.222 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Automobilkaufmann/-frau?
Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre. Praxis im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule wechseln sich dabei ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Automobilkaufleute?
Mathematik, Deutsch und Wirtschaft/Recht zählen zu den wichtigsten Schulfächern. Gute Noten darin helfen dir bei Kalkulationen, Vertragsformulierungen und Aufgaben im Rechnungswesen.
Ist der Beruf als Automobilkaufmann/-frau körperlich anstrengend?
Der Job erfordert keine schwere körperliche Arbeit, aber ein gutes Sehvermögen für die Ferne ist wichtig – etwa bei Probefahrten mit Kundschaft. Langes Sitzen am Bildschirm und häufiges Stehen im Verkaufsraum können dennoch belastend sein, wenn du dich nicht darauf einstellst.
Wie sind die Berufsaussichten als Automobilkaufmann/-frau?
Die Berufsaussichten als Automobilkaufmann/-frau sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Aktuell besteht nur ein geringer Fachkräftemangel – offene Stellen werden meist schnell besetzt, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen größer ist. Zudem fallen bis 2040 weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Automobilkaufmann/-frau?
Digitale Kompetenzen spielen im Autohaus eine zentrale Rolle. Automobilkaufleute arbeiten mit Customer-Data-Plattformen, verschicken E-Rechnungen und nutzen Vertragsgeneratoren für Leasing- oder Kaufverträge. Auch interaktive Verkaufsassistenten, Messenger-Marketing, Mobile Payment sowie die Beratung zu Connected Cars und Fahrerassistenzsystemen gehören inzwischen zum Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Automobilkaufmann/-frau?
Die Arbeit wechselt zwischen Bildschirmtätigkeiten, Beratung im Verkaufsraum und Aufgaben im Büro oder Lager. Häufige Kundenkontakte, wechselnde Aufgaben und Termine bestimmen den Tag, weshalb gute Organisation und Serviceorientierung gefragt sind.
Womit arbeitet man als Automobilkaufmann/-frau?
Zum Arbeitsalltag gehören Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör sowie Unterlagen wie Kaufverträge, Angebote oder Rechnungen. Dafür nutzt du Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon, um Bestelllisten, Lieferpapiere oder Marktforschungsstatistiken zu bearbeiten.
Kann man sich als Automobilkaufmann/-frau selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit ist vor allem im Kraftfahrzeug- und Teilehandel oder in der Autovermietung möglich. Viele Automobilkaufleute nutzen dabei Franchise-Konzepte; Beratung zur Existenzgründung bietet zum Beispiel der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Automobilkaufleute?
Nach der Ausbildung kannst du dich in Bereichen wie Groß- und Einzelhandel, Vertrieb, Verkauf oder Marketing weiterbilden. Lehrgänge in Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Handels- und Gesellschaftsrecht eröffnen zusätzliche Karrierewege.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Automobilkaufmann/-frau?
Mit Berufserfahrung kannst du eine Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Betriebswirt/in mit Schwerpunkt Kraftfahrzeuge oder Automobilwirtschaft absolvieren. Ein Studium im Automotive Management bietet weitere Chancen, in die Führungsebene aufzusteigen.
