Automatenfachmann/Automatenfachfrau Fachrichtung Automatendienstleistung
Auch bekannt als: Dispensing and game machine specialist (m/f) - specialising in machine services
Über den Beruf
Automatenfachleute der Fachrichtung Automatendienstleistung installieren Verpflegungs-, Ticket- oder Geldautomaten, nehmen sie in Betrieb und passen alle Einstellungen an die Wünsche des Auftraggebers an. Sie erklären die Funktionen, ermitteln Verbrauchsdaten und kalkulieren passende Füllmengen sowie Preise. Regelmäßig kontrollieren sie Waren-, Wechselgeld- und Ersatzteilbestände, füllen nach und führen Kassierungen sowie detaillierte Abrechnungen durch. Treten Störungen auf, lesen sie Diagnose- und Messdaten aus, beheben Fehler und tauschen Verschleißteile. Auch betriebswirtschaftliche Aufgaben gehören dazu: Automatenfachleute bereiten Verträge vor, planen Personaleinsätze und entwickeln Marketingaktionen für neue Standorte. So laufen Kaffee-, Fahrkarten- oder Geldautomaten auch in Stoßzeiten zuverlässig.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Automatenfachmann/-frau?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.768 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.470 € und 3.286 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Automatenfachmann/-frau?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit sehr guten Leistungen kannst du in Absprache mit Betrieb und Berufsschule auch verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Automatenfachleute?
Werken/Technik, Mathematik und Wirtschaft gelten als besonders hilfreich. Sie unterstützen dich beim technischen Verständnis, bei Kalkulationen und bei betriebswirtschaftlichen Aufgaben.
Ist der Beruf als Automatenfachmann/-frau körperlich anstrengend?
Der Beruf bringt spürbare körperliche Belastungen mit sich. Du hebst Warenkisten, arbeitest oft in gebückter Haltung an den Geräten und brauchst funktionstüchtige Arme sowie ein gutes Sehvermögen für den Straßenverkehr.
Wie sind die Berufsaussichten als Automatenfachmann/-frau?
Die Berufsaussichten als Automatenfachmann/-frau sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was Jobsuchenden entgegenkommt. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Arbeitgeber länger nach passenden Kräften suchen. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, und es werden weniger Altersabgänge erwartet als in anderen Berufen.
Welche digitalen Skills braucht man als Automatenfachmann/-frau?
Im Berufsalltag spielen digitale Werkzeuge eine große Rolle. Du nutzt etwa Augmented-Reality-Anleitungen für Wartungen, scannst Waren per Auto-ID beim Befüllen und analysierst Verkaufsdaten in Dokumenten- oder Warehouse-Management-Systemen. Auch Predictive-Maintenance-Tools helfen dir, Wartungen vorausschauend zu planen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Automatenfachmann/-frau?
Die Arbeitsbedingungen sind sehr abwechslungsreich. Du wechselst zwischen Büro, Werkstatt und Außenstandorten, arbeitest bei Hitze, Kälte oder Lärm und stehst häufig im direkten Kundenkontakt. Unregelmäßige Arbeitszeiten sowie Zwangshaltungen beim Service an den Geräten gehören ebenfalls dazu.
Kann man sich als Automatenfachmann/-frau selbständig machen?
Ja, als Automatenfachmann/-frau ist eine Selbständigkeit möglich, etwa als Automatenbetreiber/in mit eigenem Gerätepark oder als Franchisenehmer/in einer Vending-Kette. Für die Gründung genügt eine Gewerbeanmeldung, wodurch automatische IHK-Mitgliedschaft entsteht; zusätzliche Genehmigungen brauchst du nur bei Tabak- oder Alkoholautomaten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich als Automatenfachmann/-frau?
Gängige Aufstiegsmöglichkeiten beginnen oft mit der IHK-Weiterbildung zur Technischen Fachwirtin/zum Technischen Fachwirt, die für mittlere Führungsrollen wie Service- oder Einsatzleiter/in qualifiziert. Ergänzend kannst du mit einem Bachelorstudium in Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration den Sprung in die Betriebsleitung, das Vertriebsmanagement oder das Key-Account-Management schaffen. Langfristig sind damit auch Positionen als Niederlassungsleiter/in oder Unternehmer/in im eigenen Automatenservice realistisch.
