Ausbilder/Ausbilderin für Erste Hilfe
Auch bekannt als: Ausbilder/in für erste Hilfe · Erste-Hilfe-Ausbilder/in · First aid instructor (m/f)
Über den Beruf
Ausbilder/innen für Erste Hilfe planen und leiten Lehrgänge, in denen sie Menschen auf Notfälle vorbereiten. Sie erklären, wie Unfallstellen gesichert und Rettungsdienste alarmiert werden, erläutern Symptome von Herzinfarkt, Schock oder Unterzuckerung und demonstrieren geeignete Sofortmaßnahmen bei Wunden, Brüchen, Verbrennungen und Vergiftungen. Bei praktischen Übungen leiten sie die Teilnehmenden an, die stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie den Umgang mit einem Defibrillator korrekt auszuführen. Für jedes Training erstellen sie Präsentationen, wählen Übungspuppen und Verbandsmaterial aus, führen Teilnahmelisten und stellen Zertifikate aus. Auch die Termin- und Raumplanung, die Abrechnung der Kursgebühren und der Einsatz digitaler Lernplattformen gehören zum Arbeitsalltag.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Bescheinigung über Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs
- I.d.R. Sanitätsausbildung
- Ggf. Mindestalter 18 Jahre
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.070 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.479 € und 6.644 €.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
In Vollzeit dauert die Qualifizierung in der Regel sechs bis sieben Tage. Entscheidest du dich für Teilzeit- oder Wochenendmodule, kann sich die Dauer entsprechend verlängern.
Ist der Beruf als Erste-Hilfe-Ausbilder/in körperlich anstrengend?
Größere Belastungen sind selten, doch eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen ist erforderlich. Bei Demonstrationen von Kompressionen am Reanimations-Dummy oder beim Anleiten von Lagerungstechniken brauchst du etwas Kraft und Beweglichkeit.
Wie sind die Berufsaussichten als Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
Die Berufsaussichten als Erste-Hilfe-Ausbilder/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Langfristig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil es für Arbeitgeber schwieriger wird, Fachkräfte zu finden. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch noch gering, daher werden offene Stellen meist schnell besetzt.
Welche digitalen Skills braucht man als Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
Digitale Kompetenzen sind fester Bestandteil des Berufs. Du solltest Blended-Learning-Kurse betreuen können, virtuelle Trainingssoftware für Notfallszenarien bedienen und Unterrichtsunterlagen in einem Dokumentenmanagementsystem organisieren.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
Der Arbeitsalltag verbindet intensiven Kontakt mit Lernenden, praktische Demonstrationen und Büroaufgaben. Du wechselst zwischen Schulungsräumen und Schreibtisch, trägst Verantwortung für den Lernerfolg und musst dich flexibel auf verschiedene Teilnehmergruppen einstellen.
Womit arbeitet man als Erste-Hilfe-Ausbilder/in?
Zum Equipment gehören sowohl klassische Lehrmedien als auch medizinische Trainingsgeräte. Du setzt Smartboards, Beamer oder Overheadprojektoren für die Theorie ein und nutzt Reanimationspuppen sowie Defibrillator-Übungseinheiten für die Praxis. Handbücher, digitale Teilnehmerlisten und ein PC mit Internetzugang unterstützen dich bei Planung und Dokumentation.
Kann man sich als Erste-Hilfe-Ausbilder/in selbständig machen?
Ja, viele Erste-Hilfe-Ausbilder/innen bieten ihre Kurse freiberuflich an. Du kannst zum Beispiel Fahrschulen, Unternehmen oder Bildungsträger eigenständig betreuen und deine Honorare direkt mit den Auftraggebern abrechnen.
