Auktionator/Auktionatorin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Auktionator/Auktionatorin

Auch bekannt als: Versteigerer/Versteigerin · Auctioneer (m/f)

BerufsfeldWirtschaft & Finanzen
Arbeitsortein Büroräumen · in Versteigerungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil

Über den Beruf

Auktionator/innen leiten öffentliche oder private Versteigerungen und bringen Käufer und Anbieter zusammen. Sie prüfen Herkunft, Zustand und Echtheit von Kunstwerken, Antiquitäten, Maschinen oder Immobilien und taxieren den Marktwert, um Mindestpreise festzulegen. Vor der Auktion erstellen sie detaillierte Kataloge, bewerben den Termin und organisieren Besichtigungen. Während der Versteigerung stellen sie jeden Gegenstand vor, nehmen Gebote aus dem Saal, am Telefon oder online entgegen und erteilen dem Höchstbietenden den Zuschlag. Anschließend überwachen sie Zahlungen, veranlassen Transport oder Rechteübertragungen und halten alle Schritte buchhalterisch fest. Bei Spezialauktionen bewerten sie auch immaterielle Rechte wie Mobilfunkfrequenzen und beraten Auftraggeber/innen zu rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Zugang ist kein festgelegter Bildungsweg erforderlich. Vorteilhaft sind jedoch eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung sowie Fachkenntnisse in einem bestimmten Gebiet.

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Auktionator/in?

Es liegen keine offiziellen Gehaltsstatistiken für Auktionator/innen vor. Das Einkommen variiert stark, weil viele Auktionen provisionsbasiert abgerechnet werden und sich der Verdienst nach Wert und Anzahl der Objekte, Region sowie eigener Verhandlungsstärke richtet. Einen Unterschied macht auch, ob du angestellt in einem Auktionshaus arbeitest oder selbständig Auktionen durchführst.

Wie sind die Berufsaussichten als Auktionator/in?

Die Berufsaussichten als Auktionator/in sind ausgeglichen. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel, offene Stellen bleiben also oft länger unbesetzt. Zugleich wird die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter sinken, sodass Arbeitgeber länger suchen müssen. Allerdings ist ein Beschäftigungsrückgang bis 2040 prognostiziert. Zudem werden im Vergleich zu anderen Berufen weniger Altersabgänge erwartet.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Auktionator/in?

Die Arbeit als Auktionator/in findet teils im Büro, teils in Verkaufs- und Versteigerungsräumen statt. Häufig stehst du dabei unter Beobachtung von Kunden und Gästen und hast viel direkten Kundenkontakt. Bildschirmarbeit beim Anlegen von Warenverzeichnissen gehört ebenso dazu wie unregelmäßige Arbeitszeiten, etwa bei Auktionen am Abend oder Wochenende.

Womit arbeitet man als Auktionator/in?

Typische Arbeitsmittel sind umfangreiche Unterlagen wie Warenverzeichnisse, Objektbeschreibungen, Kataloge und Rechtsvorschriften. Dazu kommen die zu versteigernden Gegenstände selbst – von Gemälden und Schmuck bis zu Maschinen. Für Organisation und Kommunikation nutzt du Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon.

Kann man sich als Auktionator/in selbständig machen?

Ja, Auktionator/innen können sich selbständig machen. Häufig passiert das durch die Gründung oder Übernahme eines Auktions- oder Leihhauses; du kannst aber auch freiberuflich einzelne Versteigerungen anbieten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Auktionator/in?

Für Auktionator/innen gibt es ein breites Spektrum an fachlichen Weiterbildungen. Beliebt sind Kurse zu Waren- und Sachkunde, Vertrags- und Handelsrecht, Immobilienbewertung oder Werbung und Verkaufsförderung, um deine Expertise weiter auszubauen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Auktionator/in?

Wer sich langfristig weiterentwickeln will, kann beispielsweise den Abschluss Fachwirt/in – Handel anstreben oder ein betriebswirtschaftliches Studium aufnehmen. Auch Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre, Handelsbetriebswirtschaft oder Kunstgeschichte eröffnen dir zusätzliche Karriereoptionen.